95., Freistoß, Ducksch, Ekstase!

Holstein Kiel - SV Sandhausen 2:2 (0:2)

Was für eine Rückkehr der KSV Holstein in die 2. Bundesliga! Marvin Ducksch versetzte mit einem direkt verwandelten Freistoß zum verdienten 2:2-Endstand das Holstein-Stadion in Extase. Nach 45 Minuten hatten die Störche noch unglücklich mit 0:2 zurückgelegen, nachdem Richard Sukuta-Pasu (14., Foulelfmeter) und Philipp Klingmann (35.) aus drei SVS-Chancen zwei Treffer markiert hatten. Nach Wiederanpfiff hatte Steven Lewerenz die unermüdlichen Kieler mit dem Anschluss belohnt (75.).

Die KSV Holstein kehrte mit Vollgas in die 2. Bundesliga zurück! Der SV Sandhausen war anfangs wacher, ging resolut in jeden Zweikampf. Die KSV, das war zu spüren, hatte in den ersten Minuten noch ein wenig Respekt vor der neuen Liga. Nach 13 Minuten war Lukas Höler einen Schritt schneller als Dominik Schmidt, der den SVS-Angreifer im Strafraum fällt. Den Foulelfmeter verwandelte Richard Sukuta-Pasu ins rechte Eck. Kenneth Kronholm war dran, konnte den Schuss aber nicht mehr um den Pfosten lenken (14.). Die Störche wollten die schnelle Antwort, die Gäste suchten weiter die Zweikämpfe und Schiedsrichter Benjamin Cortus war im Minutentakt gefordert. Und doch setzte sich die Anfang-Elf durch: Rafael Czichos köpfte eine Ecke knapp neben das Tor (20.). Steven Lewerenz Volleykracher aus 15 Metern wurde geblockt (29.). Kiel fehlte die Kaltschnäuzigkeit im Abschuss, Sandhausen hatte sie. Philipp Klingmann zimmerte einen Abpraller aus 24 Metern unhaltbar ins lange Eck zum 0:2 (35.). Der Anschlusstreffer hätte Kiel bestimmt gutgetan: Der Lupfer von Marvin Ducksch landete allerdings auf der Latte (42.). 

Mit Wiederanpfiff versuchten die Störche draufzupacken, den Gegner häufiger aus der Ordnung zu bekommen. Alexander Mühling hämmerte aus 16 Metern drauf, Tim Kister bekam das Leder mitten ins Gesicht (49.). Anschließend bewies SVS-Keeper Marcel Schuhen bei zahlreihen Flanken Lufthoheit. Dann war es wieder Ducksch, der aus vollem Lauf um Haaresbreite am linken Pfosten vorbeizielte (62.). Der Anschlusstreffer wäre nicht unverdient gewesen. Auf der anderen Seite verpasste Sukuta-Pasu die Entscheidung, säbelte einen halben Meter über das Gehäuse (67.). Ansonsten investierten die Gäste offensiv nichts weiter und bekamen die Quittung: Lewerenz schweißte das Leder nach Brust-Ableger von Manuel Janzer unhaltbar unter die Latte (75.). Das furiose Finale war angerichtet, indem die KSV alles nach vorne warf. Drei Ecken blieben folgenlos, Ducksch schien der Pechvogel des Tages zu bleiben und zielte wieder um Zentimeter am Pfosten vorbei (87.). Janzer drosch auf neun Metern an die Oberkante der Latte (90.). Utku Sen traf das Leder mit einem Fallrückzieher nicht voll (90.+3). Doch dann kam Ducksch, und wie: Mit einem gefühlvollen Freistoß-Schlenzer ins Netz versetzte er das Holstein-Stadion in Ekstase. 2:2! 95. Minute. Der hochverdiente Ausgleich und Endstand!

Stimmen nach dem Spiel

Dominic Peitz: „Wir haben recht schnell gemerkt, was 2. Bundesliga bedeutet. Wir waren nicht ganz im Spiel und schnell 0:2 hinten. Dann läufst du dem Rückstand hinterher. Aber was wir dann gezeigt haben, dann ist das das, worauf wir aufbauen können und was wir in der 2. Liga über 90 Minuten zeigen müssen.“

Sportchef Ralf Becker: „Aufgrund der zweiten Halbzeit haben wir uns den Punkt verdient. Wir hatten eine gute Vorbereitung, haben aber schnell gemerkt, dass ein Ligaspiel ein, zwei verschiedene Dinge sind. Aber wir haben nach dem 0:2-Rückstand alles gegeben. Wir brauchen die Fans, wir brauchen die Leidenschaft, wir sind Aufsteiger, daher können wir dem 2:2 zufrieden sein.“

Spielinfo

Holstein Kiel: Kronholm – Herrmann, Schmidt, Czichos, Lenz – Peitz – Schindler (70. Janzer), Mühling, Drexler, Lewerenz (87. Sen) – Ducksch. Trainer: Anfang
SV Sandhausen: Schuhen – Klingmann, Kister (59. Seegert), Karl, Paqarada – Kulovits, Linsmayer – Daghfous, Vollmann (63. Zejnullahu) – Höler, Sukuta-Pasu (83. Knipping). Trainer: Kocak
Schiedsrichter: Cortus (Röthenbach a. d. Pegnitz)
Tore: 0:1 Sukuta-Pasu (14., Foulelfmeter), 0:2 Klingmann (35.), 1:2 Lewerenz (75.), 2:2 Ducksch (90.+5)
Zuschauer: 9.513

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