Neitzel wechselt zum ersten Saisonsieg

Holstein Kiel - Hansa Rostock 2:0 (0:0)

Holstein Kiel feiert nach dem Ostseederby vor der Rekordkulisse von 9.023 Zuschauern den ersten Saisonsieg. Nach einer torlosen ersten Halbzeit, in der Holstein optisch überlegen war, bewies Holstein-Trainer Karsten Neitzel ein sicheres Händchen. Der eingewechselte Patrick Breitkreuz köpfte mit seinem ersten Ballkontakt zur Kieler Führung (61.) und legte mit einem Sahnepass das 2:0 durch Saliou Sané auf (76.). Durch den ersten SAisonsieg rückten die Störche nach dem 3. Spieltag bis auf den 5. Platz vor.

KSV-Trainer Karsten Neitzel veränderte die Startelf seiner Störche zum 2:2 bei Borussia Dortmund II einmal: Rafael Kazior stand für Patrick Breitkreuz zum Anpfiff auf dem frisch gewässerten Rasen.

In der ersten Viertelstunde gaben die Gastgeber den Ton an. Erste mögliche Torchancen vom immer anspielbereiten Saliou Sané (8.) und Rafael Kazior (13.) wurden von der Hansa-Abwehr rechtzeitig geblockt. Tim Siedschlag scheiterte aus 18 Metern an FHC-Keeper Jörg Hahnes (29.). Die beste Möglichkeit hatten allerdings die Gäste: Hall Savran enteilte alleine Richtung Kenneth Kronholm, verzog aber rechts neben das KSV-Gehäuse (23.). Die gelben Rostocker blieben sonst blass, schienen beeindruckt vom überwiegenden Ballbesitz der blauen Kieler. Doch Tore fielen bis zur Pause nicht. Die DFB-Pokal-reife Kulisse bekam kaum Gelegenheit den Pulsschlag in höhere Frequenzbereiche zu bringen.

Die zweite Halbzeit begann mit einem kurzen Atemstillstand der Holstein-Fans. Jovan Vidovic kam nach der ersten Hansa-Ecke völlig frei zum Kopfball, doch Holstein-Schlussmann Kronholm parierte reaktionsschnell mit dem Fuß. Das Spiel plätscherte weiter vor sich hin, als Karsten Neitzel den angeschlagenen Marc Heider vom Feld nahm und Patrick Breitkreuz einwechselte. Der Holstein-Trainer bewies dabei ein gutes Händchen: Mit dem ersten Ballkontakt nickte der 1,87 Meter große Blondschopf einen Freistoß von Tim Siedschlag maßgenau zur Führung ins Netz (61.) Dem nur 1,80 Meter Sascha Schünemann war im Kopfballduell nur das Zuschauen geblieben. Die Rubenbauer-Weisheit mit dem Tor und guttun erwies sich als zutreffend. Plötzlich war Hansa wach. Die 2.000 mitgereisten Rostocker hatten den Jubelschrei schon auf den Lippen, doch Kronholm parierte einen Schuss von David Blacha erneut mit einem Glanzreflex und war auch noch beim Nachschuss zur Stelle (63.). Auf der anderen Seite scheiterte Maik Kegel nach einem Solo aus spitzem Winkel an Hahnel. Dann war es erneut Breitkreuz, der für die Entscheidung sorgte: Mit einem Sahnepass setzte der offensive Außen Sané in Szene, der alleine vor Hahnel dem FCH-Keeper keine Chance ließ (76.). In der Schlussviertelstunde brachte Hansa Rostock kaum noch Druck nach vorne. Am Ende siegten die Störche verdient mit 2:0. 

Stimmen nach dem Spiel

Kenneth Kronholm: „Glückwunsch an die Mannschaft, das haben wir richtig geil heute gemacht! Die drei Punkte haben wir uns erkämpft, erackert, uns hart erarbeitet. Mit der tollen Unterstützung von unseren Zuschauern war es ein optimaler Abend!“

Saliou Sané: „Es war ein richtig geiles Gefühl, hier mein erstes Tor zu schießen. Aber jetzt muss es weiter gehen. Wir freuen uns kurz und dann geht der Blick Richtung Stuttgart.“

Tim Siedschlag: „Wir haben heute eigentlich so gespielt wie immer. Mit dem Unterschied, dass wir nicht unglücklich in Rückstand geraten sind und vorne zwei Tore gemacht haben. Ein verdienter Sieg!“

Patrick Breitkreuz: „Die Jungs haben richtig geackert und ich brauchte nur noch reinkommen. Ein bisschen Glück beim Standard war dann noch dabei. Das war heute supergeil vor 9.000 Fans hier. Vielen Dank an alle Störche-Fans!“

Hansa-Trainer Peter Vollmann: „Holstein hat verdient gewonnen. Sie haben über 90 Minuten mehr Power entwickelt. Wir haben eine Riesenchance in der ersten Hälfte verpasst, uns zu befreien. Das ist uns nicht gelungen. Und wenn wir dann eine zweite Hälfte abliefern, in der wir nur 14 Minuten Ballbesitz haben, dann müssen wir uns damit abfinden, hier zu verlieren. Denn eines war mir klar. Einer von den 20 Standards gegen uns wird auch mal reingehen.“ 

Holstein-Trainer Karsten Neitzel: „Ich habe das Spiel nicht so klar für uns gesehen. Für mich war es ein enges Spiel. Unsere Viererkette hat die drei Offensivspieler gut aufgenommen, aber in der Offensive haben wir zunächst kaum eine Situation zuende spielen können. Das wurde in der zweiten Hälfte besser. Daher nehmen wir das 2:0 sehr gerne mit. Auch die fünf Punkte nach drei Spielen sind okay. Aber man muss vor jedem Gegner in der 3.Liga großen Respekt haben und immer eine Top-Leistung abrufen.“

Holstein Kiel: Kronholm – Herrmann, Gebers, Hartmann, Kohlmann – Siedschlag, Kegel, Vendelbo, Heider (59. Breitkreuz) – Sané (85. Danneberg), Kazior (68. Schäffler). Trainer: Neitzel.

Hansa Rostock: Hahnel – Weidlich, Stuff, Ruprecht, Radjabali-Fardi – Schwertfeger, Vidovic – Bickel (57. Jakobs), Schünemann, Blacha (70. Starke) – Savran (73. Ziemer). Trainer: Vollmann.

Schiedsrichter: Heft (Wietmarschen)

Tore: 1:0 Breitkreuz (61.), 2:0 Sané (76.)

Zuschauer: 9023

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