Joker Sykora sticht

Holstein Kiel - BSV Rehden 2:1 (1:1)

Der eingewechselte Fiete Sykora schießt Holstein Kiel zu einem 2:1-Sieg über den BSV Rehden. In einem engen Spiel vor 2849 Zuschauern gingen die Gäste zunächst durch Stefan Heyken in Führung (20.), die Andy Hebler noch vor der Pause ausglich (37.). Nur 100 Sekunden nach seiner Einwechslung traf Joker Fiete Sykora zum umjubelten 2:1-Sieg. Damit blieben die Störche auch im 15. Spiel in Folge unbesiegt.

Holstein-Trainer Thorsten Gutzeit schickte sein Team zum 0:0 beim SV Wilhelmshaven unverändert auf den Rasen.

Der SV Wilhelmshaven hatte eine Woche zuvor gezeigt, wie man gegen Holstein Kiel zu einem Punkt kommen kann. Und so bot der BSV Rehden mit Ausnahme der einzigen Spitze Marcus Storey alle übrigen Spieler in die Defensive. Die Taktik ging auf. Die Schwarz-Weißen erstickten den Spielaufbau der Blau-Weißen im Keim und gingen sogar in Führung. Erste Ecke Rehden, Stefan Heyken entwischte zwei Kielern und drückte den Ball zum 0:1 ins Netz (20.). Erst ab der 30. Minute riss Marc Heider seine Farben aus der Verunsicherung. Nach seinem beherzten Vorstoß über links scheiterte Marcel Schied aus zehn Metern an BSV-Keeper Christian Ceglarek. Eine Minute später köpfte Manuel Hartmann freistehend aus sechs Metern über das Gehäuse. Im dritten Anlauf klingelte es: Marcel Schied war auf links als erster am Ball, legte auf den mitgelaufenen Andy Hebler, der aus drei Metern zum 1:1 einschob (37.). Holstein drückte bis zur Pause noch auf die Führung, es ging aber ohne weitere Tore zum wärmenden Pausentee.

Den 2846 Zuschauern bot sich nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: Die Störche standen vor dem Rehdener Abwehrbollwerk wie das Kaninchen vor der Schlange. Die Gäste suchten mit Kontern ihr Glück und gingen um ein Haar erneut in Führung. Traumpass von Alexander Neumann auf den gestarteten Paul Kosenkow, dessen Schuss von Morten Jensen abprallte und Fabian Wetter das Leder von der Linie kratzte (70.). Statt der Gästeführung gelang den Störchen das 2:1, nachdem Trainer Thorsten Gutzeit ein sicheres Wechselhändchen bewiesen hatte. 100 Sekunden nach seiner Einwechslung stand Fiete Sykora goldrichtig und drückte das Leder am langen Pfosten zur Führung über die Linie. Rehden-Trainer Predrag Uzelac löste jetzt die Defensivtaktik auf und schickte den Ex-Werderaner Francis Banecki in den Sturm. Und auch der Tabellenführer spielte weiter auf das 3:1 – und zählbaren Erfolg. 

Stimmen nach dem Spiel

Holsteins Sportlicher Leiter Andreas Bornemann: „In so einem Spiel können wir froh sein, einen Fiete Sykora von der Bank bringen zu können.“

Kapitän Rafael Kazior: „Für die Zuschauer war es kein schönes Spiel, aber es war bei den widrigen Wetterverhältnissen auch schwierig zu spielen. Wir nehmen den Dreier mit und haken den Rest ab.“

Joker Fiete Sykora: „Glück oder Schicksal – ich weiß es nicht. Aber ich stand in der Situation einfach goldrichtig und dann war es auch nicht mehr allzu schwer den Ball über die Linie zu drücken.“

Marc Heider: „Wir haben den Kampf angenommen und unsere Chancen erspielt. Rehden war aus meiner Sicht noch etwas besser als Wilhelmshaven, daher nehmen wir die drei Punkte heute gerne mit.“

BSV Trainer Predrag Uzelac: „Wir haben es in der ersten Halbzeit gut gemacht, die Räume eng bekommen und sind auch nicht unverdient in Führung gegangen. Danach hatten wir sogar noch die riesige Chance zum 2:0. Aber wir haben es heute wieder nicht geschafft unser Chancen zu nutzen. Kosenkow muss die riesige Chance in der zweiten Halbzeit einfach machen. Wenn wir in dieser Szene in Führung gehen, bin ich mir sicher, dass wir den Dreier mitnehmen. So bekommen wir unnötig den Ausgleich und sind einfach zu grün, um einen oder drei Punkte mitzunehmen.“

Holstein-Trainer Thorsten Gutzeit: „Heute war es unter den gegebenen Rahmenbedingungen schwierig Fußball zu spielen. Man hat auch gesehen, dass nach der langen Winterpause bei uns noch nicht ein Rädchen ins andere gegriffen hat  und die Form und das Selbstvertrauen nicht da ist. Wir wussten um die Stärken von Rehden, die gute Defensive und gefährlichen Standards. Daher ärgert es mich, dass wir viele Standards gegen uns verursacht und so auch das Gegentor bekommen haben. Sogar per Fuß und nicht per Kopf. Das müssen wir künftig besser verteidigen. So läuft man dem Rückstand hinterher. Es war wichtig, dass wir vor der Pause noch den Ausgleich gemacht haben und hatten dann Glück, dass Rehden den Riesen nicht reinmacht. Das 2:1 war schon fast erzwungen. Wir freuen uns riesig über die drei Punkte und an allem anderen werden wir arbeiten.“

Holstein Kiel: Jensen – Herrmann, Müller, Hartmann, Wetter – Krause, Kazior – Hebler (72. Sykora), Johansen, Heider (90. Pressel) – Schied (65. Kramer).

Schiedsrichter: Riehl (Bremen)

Tore: 0:1 Heyken (20.), 1:1 Hebler (37.), 2:1 Sykora (74.)

Zuschauer: 2849

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