Störche gelingt Befreiungsdreier

Jahn Regensburg - Holstein Kiel 0:2 (0:0)

Rafael Kazior feierte in Regensburg seinen 3. Saisontreffer

Mittwochsdreier für Holstein Kiel. Die KSV gewinnt beim SSV Jahn Regensburg vor 2.600 Zuschauer mit 2:0. Nach einer höhepunktarmen ersten Halbzeit ohne Tore, zeigten sich die Störche im zweiten Durchgang eiskalt vor dem SSV-Tor: Marc Heider brachte die Kieler in Führung (65.), die Rafael Kazior (77.) erhöhte. Beide Treffer hatte der eingewechselte Patrick Breitkreuz vorbereitet.

Holsteins Chefcoach Karsten Neitzel brachte einzig Rafa Kazior nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre zurück und die Startelf. Jarek Lindner, der zuletzt beim Anpfiff der Nullnummer gegen den SV Wehen Wiesbaden auf dem Rasen gestanden hatte, fiel ohnehin verletzt aus. 

Die Gastgeber offenbarten Probleme, sobald die Störche ins Offensiv-Pressing kamen. Zunächst fehlte noch die Präzision in den letzten Zuspielen oder Flanken. Rafael Kazior rauschte am zweiten Pfosten um eine Fußlänge an einer Flanke von Fabian Wetter vorbei (14.), genau so wie Marc Heider, der einen Schritt nach einem Freistoß von Tim Siedschlag kam (18.). Den ersten echten Abschluss vereitelte SSV-Schlussmann Dominik Bergdorf, nachdem Fabian Wetter aus spitzem Winkel stramm abgezogen hatte (23.). Das Kellerduell war hart umkämpft. Jahn Regensburg blieb bis zur Halbzeit ohne nennenswerte Chance. Ohne Tore ging es in die Kabinen. 

Mit Beginn der zweiten 45 Minuten zeigte der Jahn, dass man die rote Laterne des Tabellenletzten abgeben wollte. Entschlossener und aggressiver kamen die Gastgeber aus der Kabine. Die erste dicke Chance hatten aber wieder die Kieler: Siedschlags Schuss aus 14 Metern, faustete Bergdorf zur Ecke (54.), der die zweite dicke Gelegenheit der KSV klärte. Doch Regensburg machte Druck und setzte die Holstein-Defensive unter Druck. Hauke Wahl blockte Aias Aosman beim Abschluss, Kenneth Kronholm parierte den Anschuss von Andreas Geipl stark (59.). Dann kam Patrick Breitkreuz für Patrick Herrmann und legte die Kieler Führung auf: Seine Hereingabe verwertete Marc Heider am kurzen Pfosten und traf aus drei Metern ins Netz (65.). Die Gastgeber reagierten mit Verunsicherung, während Holstein jetzt den Drücker in der Hand hielt. Und wieder war es Breitkreuz, der assistierte. Die Flanke kam perfekt auf Rafael Kazior, der am zweiten Pfosten aus fünf Metern für die Vorentscheidung sorgte (77.). Zwar drängte der Jahn die Gäste noch einmal an den eigenen Sechzehner, erzeugte dabei aber kaum Gefahr, sodass Holstein Kiel den Auswärtssieg feiern konnte.

Stimmen nach dem Spiel

Marlon Krause: „Es war super, heute wieder bei der Mannschaft zu sein. Aber das ist nebensächlich. Am Ende muss das Ergebnis, stimmen und das hat es heute. Wir überzeugen seit Wochen schon mit guten Leistungen. Heute nehmen wir endlich auch den Dreier mit.“

Rafael Kazior: „Drei Punkte in Regensburg zu holen, das ist nicht einfach. Wir wollten im Spiel variieren zwischen Pressing und tiefer stehen, das hat gut geklappt. Heute haben wir uns endlich auch mit einem Sieg belohnt.“ 

KSV-Geschäftsführer Wolfgang Schwenke: „Die Mannschaft hat sich belohnt. Und das schöne war, dass die Mannschaft auch noch das dritte Tor wollte. Hier 2:0 zu gewinnen ist keine Selbstverständlichkeit. Das nimmt uns ein bisschen den Druck, und ich freue mich auf Samstag, ein hoffentlich volles Holstein-Stadion und den nächsten Sieg.“

Karsten Neitzel: „Ich fasse mich heute kurz. Wir sind nach Regensburg gekommen, um drei Punkte zu holen. Das haben wir geschafft, das wird uns gut tun. Wir wollen diese Woche mit einem Dreier gegen die SG Sonnenhof Großaspach beenden und damit in der englischen Woche sieben Punkte holen.

Alexander Schmidt (SSV Jahn Regensburg): „Ein großes Lob von mir an den Gegner, der Sieg war verdient. Kiel hat uns in der ersten Halbzeit stark unter Druck gesetzt, in der zweiten Hälfte sind wir dann besser in die Partie gekommen. Aber genau in dieser Phase fällt dann das 0:1. Dass in dieser Situation die Stimmung von den Rängen gegen die Mannschaft geht, macht es dann noch schwieriger. Ich muss die Jungs jetzt wieder aufbauen. Die Mannschaft hat heute alles versucht, deswegen stelle ich mich schützend vor sie. Wir werden das heutige Spiel abhaken müssen und werden nach vorne schauen.“

Jahn Regensburg: Bergdorf – Trettenbach, Kurz, Dürmeyer, Herzel – Windmüller, Hein – Geipl (82. Güntner), Lienhard (74. Dressler) – Aosman, Schmid (80. Michel). Trainer: Schmidt

Holstein Kiel: Kronholm – Herrmann (64. Breitkreuz), Hartmann, Wahl, Wetter – Siedschlag, Kegel (72. Krause), Vendelbo, Heider – Schäffler, Kazior (82. Kohlmann). Trainer: Neitzel

Schiedsrichter: Dr. Kampka (Mainz)

Tore: 0:1 Heider (65.), 0:2 Kazior (77.)

Zuschauer: 2.600

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