Qualität auf dem Platz zeigen

Sa. 14 Uhr: Holstein Kiel - Fortuna Köln

Zweites Heimspiel im Jahr 2017, erster Sieg? Nach dem 2:2 gegen den VfR Aalen brennt die KSV Holstein darauf, am Sonnabend (14 Uhr, live in einer TV-Konferenz des NDR) gegen den SC Fortuna Köln den ersten Dreier nach der Winterpause einzufahren. Eine leichte Aufgabe ist der Gegner für das Team von Markus Anfang aber sicherlich nicht, stehen die Kölner doch mit 33 Punkten auf Platz sechs. Trainer Uwe Koschinat sprach in den „Kieler Nachrichten“ sogar darüber, dass sich angesichts einer so starken Vorrunde „Fantasien entwickeln würden“. Gemeint ist die Rückkehr in die 2. Liga, der die Fortuna mehr als zwei Jahrzehnte lang angehört hatte.

Wie kurios die Zahlen sind, die die Dritte Liga in ihrer aktuellen Saison produziert, lässt sich leicht an Köln und den Störchen (30 Punkte, Platz 10, ein Spiel weniger) ablesen. Sie liegen tabellentechnisch auf Augenhöhe, obwohl die Kölner in 22 Punktspielen lediglich 22 Tore erzielten und ein negatives Torverhältnis (22:29) haben. Die KSV (28:17) dagegen hat die zweitbeste Bilanz hinter Spitzenreiter MSV Duisburg (plus 12) und die drittbeste Defensive der Liga. Zahlen, aus denen Anfang einen Auftrag ableitet. „Wir müssen auch einmal Spiele mit 1:0 gewinnen, Rückstände drehen und vielleicht auch einmal in der Schlussphase ein Tor erzielen“, sagt Anfang, der sich den jüngsten 3:2-Sieg der Duisburger gegen Preußen Münster ansah. Da drehte der MSV in den letzten Minuten einen 1:2-Rückstand noch in einen Sieg. „Eine solche Mentalität will ich von meiner Mannschaft auch dem Platz sehen“, sagt Anfang. „Ich weiß, dass sie in ihr steckt.“ Er wünscht sich, dass die Störche bis zum Schlusspfiff nicht den Glauben daran verlieren, das Spiel gewinnen zu können. „Eine Mannschaft braucht Zeit, um sich zu finden, um zu wachsen. Diesen Weg gehen wir gerade, deshalb müssen wir alle auch Geduld haben“, sagt Anfang mit Blick auf das vergangenen Heimspiel gegen den VfR Aalen, als die Störche nach einer beeindruckenden ersten Halbzeit noch eine 2:0-Führung verspielten. Ähnlich wie sein Trainer äußerte sich auch Mittelfeldspieler Dominic Peitz zur aktuellen Situation der KSV, die Woche für Woche von der Konkurrenz ob ihrer Spielweise mit Lob überschüttet wird. „Das ganze Gerede über die Qualität in unserem Kader ist ja schön und gut“, sagt Peitz, „aber es wäre mir lieber, wir würden diese in den kommenden Wochen auch auf dem Platz zeigen können.“

Markus Anfang muss im Rückspiel gegen Fortuna Köln (das Hinspiel gewann Köln mit 1:0) auf Patrick Kohlmann (Aufbautraining nach Bandscheibenvorfall), Marvin Ducksch, Steven Lewerenz (beide Muskelfaserriss) und Joel Gerezgiher (Außenbandriss) verzichten. Auch mit Manuel Janzer (Wadenprobleme), Kunsttor-Schütze gegen Aalen, rechnet Anfang nur „mit einer sehr geringen Wahrscheinlichkeit“. Kleinere Fragezeichen stehen hinter dem Einsatz von Patrick Herrmann und Ilir Azemi, die wegen eines grippalen Infekts erst im Laufe der Woche wieder in den Trainingsbetrieb zurückkehrten.

Medien: Der NDR überträgt in einer Konferenz (Magdeburg/Osnabrück) ab 14 Uhr live aus dem Holstein-Stadion (Anpfiff um 14.03 Uhr). Wer die Partie in voller Länge miterleben will, schaltet den gemeinsamen Multimedia-Liveticker der Kieler Nachrichten und der KSV Holstein ein, der die Fans mit aktuellen Zwischenständen, Fotos und Interviews umfangreich versorgt. Wer Fußball hören will, schaltet bei R.SH, dem Medienpartner der Störche ein.

 

 

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