Holstein braucht 45 Minuten fürs Viertelfinale

SHFV-Pokalachtelfinale: PSV Neumünster - Holstein Kiel 0:6

Holstein Kiel ist ins Viertelfinale des SHFV-LOTTO-Pokals eingezogen. Die Störche gewannen beim PSV Neumünster mit 6:0. Im dem Duell zweier Aufsteiger hielt der Schleswig-Holstein-Ligist gegen den Favoriten aus der 3. Liga bis zur Pause das 0:0. Nach dem Seitenwechsel schossen Fabian Wetter (48.), Marcel Schied (50.), Jaroslaw Lindner (71.), Marlon Krause (73.), Tim Siedschlag (86.) und Patrick Breitkreuz (90.) die KSV in die nächste Runde. 

Der PSV Neumünster hatte für perfekte Verhältnisse rund um das Pokalerlebnis gesorgt. Der Rasen erstrahlte im satten Grün. Die Getränke waren kalt gestellt, Wurst und Nackensteaks frisch gegrillt. Oma hatte Kuchen gebacken und nicht zuletzt Sonnenschein pur machten das SHFV-Pokalachtelfinale zum Urlaubstag.

Nur nicht für die 22 Fußballer, die den 1.071 Zuschauern ein attraktives Fußballspiel präsentieren wollten. Der Schleswig-Holstein-Ligist hatte sich gut auf das Spiel des Favoriten vorbereitet und ließ sich nicht von den in der Offensive permanent rotierenden Störchen beirren. Das Leder lief sicher durch die Reihen der Kieler. Kaltschnäuzigkeit im Angriff hätte allerdings anders ausgesehen. Marc Heider und Marcel Schied wollten es zu elegant machen. Bei anderen aussichtsreichen Gelegenheiten konnte sich PSV-Schlussmann Morten Nagel auszeichnen. Die mehrmalige Ansage „Tor machen!“ von Holstein-Trainer Karsten Neitzel an der Seitenlinie wurde zunächst nicht umgesetzt. Der erste und einzige Torschuss der Neumünsteraner von Kapitän Christoph Pfützenreuter zischte über das Kieler Gehäuse (35.). Mit 0:0 ging es in die Kabinen. 

Nach dem Seitenwechsel erfüllte als Erster Fabian Wetter den Wunsch seines Trainers. Nach einem Eckball von Rafael Kazior stocherte der Linksverteidiger den Ball über die Linie (48.). Nach dem Anstoß eroberte Casper Johansen das Leder stark in der gegnerischen Hälfte, legte quer auf Marcel Schied, der zum 2:0 eingrätschte (50.). Blau-Weiß-Rot war auf Kurs und erhöhte per Abstauber von Jaroslaw Lindner (71.) auf 3:0. Den zweiten Doppelschlag binnen drei Minuten perfekt machte Marlon Krause mit einem Tunnel gegen PSV-Torhüter Morten Nagel (73.). Für ein Lebenszeichen der Gastgeber sorgte Patrick Fürst, der Marcel Gebers im Kieler Strafraum narrte und für das anschließende Foul des Holsteiners einen Foulelfmeter erhielt. Holsteins neue Nummer 1 Max Riedmüller parierte den Strafstoß von Kai Siedschlag allerdings (78.). Dessen Bruder im Holstein-Trikot machte es besser und traf alleine vor dem besten Neumünsteraner Morten Nagel zum 5:0. Patrick Breitkreuz erzielte mit dem Schlusspfiff den 6:0-Enstand.

Das Viertelfinale ist vom SHFV auf den 27./28. Juli angesetzt. Da die Störche an diesem Wochenende gegen den 1. FC Saarbrücken antreten, muss ein Alternativtermin gefunden werden. Dieser richtet sich nach dem Ausgang des Duells zwischen dem FC Dornbreite Lübeck und dem SV Eichede. Sollte der Gegner SV Eichede lauten, würde wegen Stadionumbauten in Eichede erst im August gespielt werden, in Dornbreite noch im Juli.

Stímmen nach dem Abpfiff

Marlon Krause: „Der Trainer hat uns in der Halbzeit gesagt, dass wir einfach so weiter spielen sollen, aber natürlich das Tor machen müssen. Der Marschroute sind wir im zweiten Durchgang einfach gefolgt.“

Tim Siedschlag: „Schönes Ergebnis. Wir hatten alles im Griff.“

Holsteins Sportlicher Leiter Andreas Bornemann: „Unser Spiel war gut anzusehen. Der Ball ist gut gelaufen. Und nach dem Seitenwechsel haben wir auch unsere Chancen genutzt.“

KSV-Trainer Karsten Neitzel: „Wir können zufrieden sein mit dem Ergebnis und auch der Chancenverwertung. Nach dem gehaltenen Elfmeter ist Max Riedmüller wohl endgültig in Kiel angekommen.“

PSV Neumünster: Nagel – K. Siedschlag, Hasler, Sucu, Bock – Gülbay (54. Tinney), Schulz – Fürst, Ruzic (54. Soranno), Pfützenreuter (71. Pinkert) – Mercan.

Holstein Kiel: Riedmüller – Krause, Gebers, Hartmann, Wetter –T. Siedschlag, Kazior, Danneberg, Heider (62. Lindner) – Schied (70. Sykora), Johansen (78. Breitkreuz).

Schiedsrichter: Göttsch (Stuvenborn-Sievershütten)

Tore: 0:1 Wetter (48.), 0:2 Schied (50.), 0:3 Lindner (71.), 0:4 Krause (73.), 0:5 Siedschlag (86.), 0:6 Breitkreuz (90.)

Zuschauer:
1.071

Besondere Vorkommnisse: Riedmüller hält Foulelfmeter von K. Siedschlag (78.)

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