KSV mit Mann und Tor weniger als VfL

VfL Osnabrück - Holstein Kiel 2:1 (1:1)

Holstein Kiel unterliegt beim VfL Osnabrück mit 1:2. Die Führung der Gastgeber durch Addy-Waku Menga (22.), konnte Rafael Kazior (43.) kurz vor der Pause ausgleichen. Den Siegtreffer erzielte Nicolas Feldhahn (63.), bevor Kazior mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen wurde. Holstein versuchte in Unterzahl noch einmal alles, hatte den effektiven Osnabrückern jedoch nichts mehr entgegen zu setzen.

Holstein–Trainer Karsten Neitzel änderte die Startelf seiner Störche zur 2:3–Pleite bei Rot–Weiß Erfurt auf drei Positionen: Fabian Wetter, Manuel Schäffler und Manuel Hartmann begannen für die verletzten Marcel Gebers und Patrick Kohlmann sowie Patrick Breitkreuz. 

Das Osnabrücker Publikum gab der eigenen Elf lautstark Unterstützung, doch de Funke sprang zunächst nicht auf den Rasen über. Die Kieler Gäste aktiver und mit der ersten guten Chance: Fabuen Wetter erlief Ball kurz vor VfL–Torhüter Heuer Fernandes und versuchte es mit einem Heber. Gerade noch rechtzeitig war Tobias Willers zuhilfe geeilt und klärte vor der Linie. An die Osnabrücker Führung war nicht zu denken, doch sie fiel: Die KSV–Defensive konnte das freie Leder nicht klären, der Ball erreichte Addy–Waku Menga, der nach einer Drehung zum 1:0 einstocherte (22.). Der VfL wollte nachlegen, doch Kenneth Kronholm lenkte einen Kopfball von Stanislav Iljutcenko noch zum Eckball. Holstein brauchte, um den Tiefschlag zu verdauen, doch kam noch vor der Pause zurück: Manuel Schäffler legte klasse ab auf Rafael Kazior, der eiskalt in die lange Ecke zum Ausgleich einschob (43.).

Die zweite Hälfte begann zerfahren. Viele Unterbrechungen ließen kaum Spielfluss oder entschlossene Torraumszenen zu. Symptomatisch die 63. Minute, als die Störche ein Durcheinander im VfL-Strafraum nicht zu nutzen wusste. Und so fiel die erneute Führung für den VfL, wieder aus dem Nichts: Nicolas Feldhahn hatte von dem Geplänkel genug, zog einfach ab und jagte das Leder aus 13 Metern ins Netz (63.). Anders als in Hälfte bauten die Störche sofort Druck auf, Fabian Wetter verzog aber aus guter Schussposition. Dann erwies Torschütze Kazior seinem Team einen Bärendienst: Binnen 200 Sekunden sah er zweimal Gelb und wurde nach einer Attacke gegen Heuer Fernandes vom Platz gestellt (74.). In Unterzahl warf die KSV alles nach vorne. Der wieder genesene VfL-Schlussmann Heuer Fernandes klärte noch zweimal gegen den eingewechselten Saliou Sané (81. und 90.). Die beiden Szenen reichten aus Kieler Sicht nicht für Zählbares, sodass Holstein auch aus Osnabrück ohne Punkte die Rückfahrt antreten musste.

Stimmen nach dem Spiel

Karsten Neitzel: Wir haben im Vorfeld gewusst, dass uns hier viel Wucht erwartet und viel Arbeit im Zweikampfbereich. Über weite Strecken des Spiels haben wir das gut gemacht. Aber es fällt schwer, bei einer Niederlage den Blick für das Wesentliche zu behalten. In der ersten Halbzeit haben wir das gut gemacht, in der zweiten Halbzeit dann etwas weniger gut. Wir wurden beim ersten Fehler in der zweiten Hälfte eiskalt bestraft. Man muss heute Ergebnis und Leistung trennen. Wir haben es zum zweiten Mal auswärts nicht geschafft, aus einer guten Leistung Punkte mitzunehmen.

 

Maik Walpurgis (VfL Osnabrück): Es war eine sehr intensive Partie für beide Mannschaften. Das Spiel war gerade in der ersten Halbzeit von vielen Zweikämpfen bestimmt. Wir kamen nicht gut rein, Kiel hat das sehr gut gemacht. Dann war es wichtig, dass Addy Menga aus einer halben Chance das Tor macht. Danach haben wir das Spiel besser unter Kontrolle bekommen. Beim Gegentor haben wir es nicht gut gemacht, das 2:1 für uns entstand dann aus einer ähnlichen Situation. Wir sind sehr froh, dass wir nach dem zuletzt kräftezehrenden Programm die drei Punkte geholt haben.

 

VfL Osnabrück: Heuer Fernandes – Grassi, Willers, Pisot, Dercho – Salem (73. Thee), Feldhahn, Groß, Kandziora (90.+3 Hohnstedt) – Iljutcenko, Menga (90. Glockner). Trainer: Walpurgis.

Holstein Kiel: Kronholm – Herrmann, Hartmann, Wahl, Wetter – Siedschlag, Kegel (79. Wirlmann), Vendelbo (84. Sykora), Heider – Kazior, Schäffler (79. Sané). Trainer: Neitzel.

Schiedsrichter: Hartmann (Wangen)

Tore: 1:0 Menga (22.), 1:1 Kazior (43.), 2:1 Feldhahn (63.)

Zuschauer: 7211

Gelb-Rot: Kazior (73.)

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