Neues Grün für Blau-Weiß-Rot

Die KSV tauscht vor dem Union-Spiel den ramponierten Rasen im Holstein-Stadion aus

Der Rasen im Holstein-Stadion hat ausgedient, gegen Union Berlin wird es einen neuen geben.
Der Rasen im Holstein-Stadion hat ausgedient, gegen Union Berlin wird es einen neuen geben.

Die KSV Holstein spielt einen gepflegten Ball und hat sich in den vergangenen Jahren bundesweit großen Respekt mit ihrer offensiven Art des Fußballs erarbeitet. Auf dem ramponierten Grün im Holstein-Stadion war das zuletzt nicht mehr möglich, was beim 2:2 im Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth am vergangenen Sonntag noch einmal deutlich wurde.

Die  Fachleute der Firmen Rumpf (Nortorf) und Heiler (Bielefeld) hatten nichts unversucht gelassen, um den Rasen in einen optimalen Zustand zu bringen. Doch letztlich stellen die klimatischen Bedingungen und die außerordentliche Belastung in der jüngeren Vergangenheit auch diese vor eine zu hohe Hürde. „Von Norden nach Süden ist die Vegetation alle 250 Kilometer eine Woche weiter“, sagt Ingo Rumpf, Geschäftsführer von Galabau Erwin Rumpf. „Klimatisch gesehen leben wir, auf den Rasen bezogen, in Schleswig-Holstein in einer ungünstigeren Vegetationszone.“ Erst in vier Wochen, so der Diplom-Ingenieur weiter, werde hier das Wachstum einsetzen. Vorausgesetzt, es gebe keinen weiteren Wintereinbruch. „Der Rasen ist in einem für diese Witterungsperiode entsprechenden Zustand“, sagt Rumpf, dessen Unternehmen seit mehr als drei Jahrzehnten Sportrasensanierung als Spezialgebiet hat.   

Durch das Pokalspiel gegen den FC Augsburg (6. Februar) und das Testspiel gegen den F.C. Hansa Rostock (22. Januar), das aus Sicherheitsgründen nicht auf der Trainingsanlage der Störche in Projensdorf durchgeführt werden konnte, wurde der Rasen zusätzlich belastet, so dass die Verantwortlichen des Zweitligisten schon vor dem Fürth-Spiel darüber nachgedacht hatten, ihn zu ersetzen. Am Donnerstagvormittag trainierte die Mannschaft noch ein letztes Mal auf dem alten Rasen, der dann am Freitag und Sonnabend abgetragen wird. Am Montag beginnen die Spezialisten der Firma Heiler damit, die 3,5 Zentimeter dicken und 28 Quadratmeter großen Rollen zu verteilen. Noch mehr Zahlen? 8000 Quadratmeter. Rund 290 Rollen, jede 1,8 Tonnen schwer und von insgesamt 20 Sattelschleppern gebracht. Herkunft? Holland. Am Dienstagabend dürfte sich der letzte Neuzugang der Störche dann endgültig in seiner neuen Umgebung gemütlich eingerichtet haben.

„Ich bin dem Präsidium sehr dankbar dafür“, sagte KSV-Trainer Tim Walter. „Für unsere Spielphilosophie ist ein guter Rasen unabdingbar.“ Nach dem Fürth-Spiel, so Präsident Steffen Schneekloth, sei die Entscheidung gefallen, auf ein neues Grün zu setzen. „Unsere Ligamannschaft soll die bestmöglichen Bedingungen haben. Und da gab es in dieser Hinsicht keine andere Alternative, als den alten Rasen gegen einen neuen auszutauschen.“

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