Mit schwäbischen Tugenden

Aalen empfängt am Sonnabend die KSV

Der Ex-Aalener Drexler (li.) und Ex-Storch Paetow

Mittelfristig plant der VfR Aalen die Rückkehr in die 2. Bundesliga – konkret, innerhalb der nächsten fünf Jahre. Die Schwaben entwickelten eine Zukunftsperspektive unter dem Motto: „WIR auf der Ostalb! Immer weiter nach vorn – VfR 2021!“ Dennoch steht die neue Saison unter dem Druck der wirtschaftlichen Konsolidierung. Dem Klub fehlen die Millionen von Mäzen und Lochstopfer Berndt-Ulrich Scholz. Dennoch verlief der Auftakt mit dem 2:1 in Wiesbaden erfolgreich. Und auch am Sonnabend um 14 Uhr gegen die Störche will Peter Vollmann mit seinem Team „bis zur letzten Patrone“ (O-Ton) um die Punkte kämpfen.

Schon in der letzten Spielzeit hatte Trainer Vollmann beklagt, dass er mit dem kleinsten Kader der 3. Liga klarkommen müsse. Die Situation hat sich nicht geändert. Der Abstieg aus der 2. Bundesliga und der zeitgleiche Rückzug des Mäzens Berndt-Ulrich Scholz reduzierten die finanziellen Einnahmen drastisch. Die Besinnung auf schwäbische Tugenden war die Folge. Der Sparkurs hält noch heute an. Nach dem knappen Klassenerhalt (Platz 15) haben die Aalener ihren Kader mit dem Saisonwechsel umgebaut. Die neun Neuzugänge kamen überwiegend von Regionalligisten oder der aus der eigenen Jugend.

Ex-Storch Paetow neu

Bei der Neugestaltung des Kaders ließ Trainer und Ex-Holsteiner Peter Vollmann seine noch immer hervorragenden Kontakte in den Norden spielen und verpflichtete mit Torge Paetow vom ETSV Weiche Flensburg ein Talent, das im Nachwuchsleistungszentrum der KSV Holstein ausgebildet wurde. Auf Seiten der Kieler wird das erste Auswärtsspiel der Saison für Dominick Drexler gleich eine Rückkehr zur alten Wirkungsstätte. Zwei Jahre verbrachte der offensive Neu-Storch auf der Ostalb und erlebte dabei in der vergangenen Runde ein 0:0 und einen 1:0-Sieg der Blau-Weiß-Roten. Geht es nach Drexler, dürften sich diese Ergebnisse gerne wiederholen.

Anfahrt

Mit dem Auto : Stadionweg 5, 73430 Aalen (Strecke: 740 km, 7 Stunden Fahrzeit)

Parkmöglichkeiten: 90 Plätze im angebundenen Parkhaus. Je nach Verkehrsregelung und Einbeziehung naher Plätze und Wiesen mehrere Tausend.

Mit der Bahn:  Anreise bis Aalen Bahnhof. Der Fußweg zum Stadion beträgt etwa 1,5 km (Gehzeit 20 Minuten).

Eintrittspreise: Stehplatz ab 10 Euro (ermäßigt 7 Euro), Sitzplatz ab 20 Euro (ermäßigt 15 Euro).

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