Mit dem „Kegler“ zu 50 Punkten

Sa. 14 Uhr: Fortuna Köln - Holstein Kiel

Zwei Ex-Kieler in Köln: Kusi Kwame und Maik Kegel

Am Sonnabend um 14 Uhr gastieren die Kieler Störche in der Kölner Südstadt. Für die Fortuna ist es die dritte Drittliga-Saison. Koschinat mahnt, Kegel soll’s richten. Fortuna Köln geht traditionell angespannt in die neue Spielzeit. Der Klassenerhalt soll so früh wie möglich fix gemacht werden. In der Umsetzung spielt Neuzugang Maik Kegel von Holstein Kiel eine zentrale Rolle. Und der Auftakt beim 1. FC Magdeburg hätte kaum besser laufen können.

Es hat schon beinahe Tradition, dass Fortuna Köln zur Generalprobe auf die bevorstehende Drittliga-Saison den großen Stadtnachbarn aus Müngersdorf testet. In den vergangenen beiden Jahren unterlagen die Südstädter jeweils mit 1:3. Beim dritten Anlauf in diesem Jahr kam es anders. Boné Uaferro traf früh zum viel umjubelten 1:0-Sieg gegen den 1. FC. Es war ein echter Mutmacher für eine weitere Saison für die Mannschaft von Uwe Koschinat. Der Trainer ist auch nach zwei Jahren nicht müde, zu betonen, welch Privileg die Teilnahme an der Profiliga für seine Elf ist. Auch in dieser Sommerpause mussten die Kölner einen großen personellen Aderlass kompensieren. Mit Julius Biada (Eintracht Braunschweig) und Marco Königs (Würzburger Kickers) hat die Fortuna ihr offensives Herzstück verloren. Die beiden Stürmer erzielten gemeinsam 30 Tore und waren hauptverantwortlich für den souveränen Klassenerhalt in der letzten Saison.

Qualitätsspieler mit Versprecher

Bei aller Anspannung auf die nächste „Mission Klassenerhalt“ sorgte ausgerechnet der prominenteste Neuzugang von Holstein Kiel für Lockerheit. Maik Kegel verkündete bei der offiziellen Saisoneröffnung der Fortuna­ im Kölner Zoo mit breiter Brust, dass der Klassenerhalt in der 3. Liga mit seiner neuen Mannschaft nicht schwer sei. Ungläubige Blicke und vereinzelte Lacher der anwesenden Sponsoren und Gäste waren dem Ex-Storch sicher. Ganz schön selbstbewusst, dieser Kegel, mag der ein oder andere gedacht haben. Der korrigierte aber fix: „Ein Versprecher. Ich wollte eigentlich betonen, dass es nicht leicht wird, in dieser Liga zu bestehen.“ Chefcoach Koschinat nahm’s nicht weiter übel. Im Gegenteil. Der „Kegler“ soll eine zentrale Rolle beim SCF übernehmen. „Maik ist der Qualitätsspieler den ich wollte. Er wird uns noch mal auf ein anderes Niveau heben“, freute sich Koschinat bei der Verpflichtung des vorherigen Kielers, der bei den Südstädtern mit Kristoffer Andersen als Fixpunkt im Spielfeldzentrum eingeplant ist.

50 Punkte sollen es sein

Trainer Koschinat hat als Zielmarke für sein sechstes Jahr als Fortuna-Trainer die 50-Punkte-Marke anvisiert. Dabei wird es spannend, wie sich die Domstädter diesmal erfinden werden. Im ersten Drittligajahr bissen sich die Gegner an kampfstarken, gut organisierten und defensiv stabilen Aufsteigern häufig die Zähne aus. Im zweiten Jahr trumpften Biada, Königs und Co. Plötzlich offensiv auf, kassierten dafür mit 69 Treffern aber die meisten der 3. Liga.

Saisonstart

Beim Tabellenvierten der Vorsaison, 1. FC Magdeburg, starteten abgebrühte Rheinländer mit 3:0. Beim ersten Heimspiel verließen die Kölner gegen Werder Bremen II den Rasen als 2:0-Sieger. Erst das 0:3 in Wiesbaden am vergangenen Dienstag sorgte für den ersten Dämpfer der Saison. Wenn die Kölner eine Konstanz wie an den ersten beiden Spieltagen an den Tag legen, dann sind sie der geforderten 50-Punkte-Marke schneller näher als gedacht.

Anfahrt

Mit dem Auto: Vorgebirgstraße, 50969 Köln, Parkplätze sind bequem unmittelbar vor dem Stadion.

Mit der Bahn: Von Köln Hauptbahnhof mit der Straßenbahn-Linie 12 Richtung Neumarkt, die direkt vor dem Stadion an der Station „Pohligstraße“ hält.

Eintrittspreise: Stehplatz ab 11 Euro (ermäßigt 10 Euro), Sitzplatz ab 25 Euro (ermäßigt 22 Euro).

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