Heider, Jürgensen, Meyer - 3:1

ZFC Meuselwitz - Holstein Kiel 1:3 (1:2)

Holstein Kiel siegte beim ZFC Meuselwitz verdient 3:1. Bereits zur Pause lagen die Störche nach Toren von Heider und Jürgensen bei einem Gegentreffer von Latowski mit 2:1 vorne. Nach der Pause erhöhte Meyer zum 3:1-Endstand.

Holstein-Trainer Thorsten Gutzeit konnte zum 4:0-Erfolg gegen den FC St. Pauli II wieder auf Rechtsverteidiger Herrmann zurückgreifen, der gegen die Kiez-Kicker aufgrund seiner 5. Gelben Karte zum ersten Mal in dieser Saison nicht in der Startelf gestanden hatte. Schulz blieb auf der Bank. Zudem durfte wegen besagter Form der „Gelbsucht“ Toksöz gegen den ZFC nicht mitwirken. Gutzeit schickte im defensiven Mittelfeld Müller auf den Rasen.

Beide Teams brauchten eine gute Viertelstunde, um sich abzutasten. Holstein mit mehr Ballbesitz, aber wie auch Meuselwitz ohne den ganz großen Druck auf den Gegner auszuüben. Es wurde auf den ersten Fehler gewartet. Den beging der Gastgeber in Person von ZFC-Stürmer Latowski, der 18 Meter vor dem Tor Steil mit einem hohen Bein störte. Den fälligen indirekten Freistoß „verwandelte“ Heider geschickt zur Führung. Meyer tippte den Ball an und Holsteins Stürmer zirkelte den Ball durch die Mauer zum 0:1 ein (19.). Erste Torchance des Spiels, erster Treffer. Und so ging es weiter, allerdings mit der postwendenden Antwort der Meuselwitzer. KSV-Außenverteidiger Wetter rutschte im Zweikampf weg und eine ungewollt weitergeleitete Flanke verwertete Latowski zum 1:1-Ausgleich. (24.). Urplötzlich hatten die Gastgeber Oberwasser und Holstein-Schlussmann Strähle hielt einen Rudolph-Kracher aus 17 Metern prächtig. Erst nach 35 Minuten arbeitete sich Holstein zurück und wie in den letzten Spielen sorgte ein Standard für die erneute Kieler Führung: Eine nach hinten gespielte Ecke von Meyer knallte Herrmann in den Strafraum und Jürgensen stocherts aus dem Gewühl zum 1:2 ei (40.). Ein Tor zu einem psychologisch guten Zeitpunkt. Dann war Pause.

Die erste Großchance nach der Halbzeit vereitelte der starke Strähle. Torschütze Latowski zwang den Holstein-Keeper aus kurzer Distanz zu einer Glanzparade (48.). Obwohl Holstein in der zweiten Halbzeit tiefer stand, blieb diese Gelegenheit für den ZFC die Ausnahme. Dazu versuchten die Kieler aus der stabilen Defensive schnell in die Offensive umzuschalten. Mit Erfolg: Sykora schickte Meyer, der schneller als sein Gegenspieler den Ball im Duell gegen ZFC-Schlussmann Teichmann zum 1:3 einschob (61.). Kiel nach dem dritten Treffer durchaus mit weiteren Chancen durch Sykora und Meyer, die Gastgeber hatten dagegen nichts Zählbares mehr entgegenzusetzen. So brachten die Störche den Dreier ungefährdet nach Hause.

Holsteins Sportlicher Leiter Andreas Bornemann meinte nach dem Schlusspfiff: „Das waren heute verdiente drei Punkte, auch wenn wir uns in der ersten Halbzeit phasenweise das Leben selber schwer gemacht haben. Nach der Pause hat die Mannschaft diszipliniert, kompakt und seriös gespielt und die entscheidenden Nadelstiche gesetzt. Damit haben wir uns für das Heimspiel gegen Leipzig eine interessante Ausgangsposition geschaffen. Das wird ein spannendes Spitzenspiel.“

KSV-Coach Thorsten Gutzeit kommentierte den Auswärtssieg wie folgt: „Wir haben ein überzeugende Spiel abgeliefert. Wir sind durch eine Standardsituation in Führung gegangen, haben danach aber leider etwas leichtsinnig gespielt. Durch einen Fehler kam Meuselwitz zum Ausgleich, das war unnötig. Eine weitere Standardsituation bedeutete die neuerliche Führung für uns, das klappt momentan ziemlich gut. In der zweiten Halbzeit hatten wir eine sehr gute Ordnung. Meuselwitz kam nach der Pause erst beim Spielstand von 3:1 für uns zu einer gefährlichen Torchance. Die Mannschaft hat die Partie sehr routiniert zu Ende gespielt. Im nächsten Heimspiel gegen Leipzig wollen wir versuchen, unsere Erfolgsserie fortzusetzen. Wenn wir das Rennen nochmal spannend machen wollen, dann müssen wir am Sonnabend gewinnen. Wir freuen uns alle riesig auf das Spiel, da wird eine Bombenstimmung im Holstein-Stadion herrschen. Wir werden mächtig Gas geben und bis zum Saisonende alles geben.“

Christian Jürgensen, Torschütze zum 2:1 für die Störche, sagte erleichtert: „Das war ein richtig gutes Spiel von uns. Wir haben über die komplette Distanz eine ordentliche Leistung gebracht. Wir wollen unsere Erfolgsserie weiter fortsetzen und dann sehen, was am Ende der Saison dabei herausspringt.“

Florian Meyer, der in der 61. Minute den 3:1-Endstand markierte, sagte nach der Partie. „Das war eine tolle Teamleistung. Nun brennen wir alle auf das Spitzenspiel gegen Leipzig.“

ZFC-Coach Holm Pinder sagte enttäuscht: „Ich denke, dass es von unserer Seite kein gutes Spiel war, wir sind maßlos enttäuscht. Aber heute sind viele Spieler nicht an ihre Leistungsgrenze gekommen, das ist ärgerlich. Wir haben großen Aufwand betrieben. Die Fans gehen mit gemischten Gefühlen nach Hause.“

Holstein Kiel: Strähle – Herrmann, Steil, Jürgensen, Wetter – Kazior, S. Müller (90. K. Schulz) – F. Meyer, Sykora (82. Wulff), Lindner – Heider (74. Chahed). Trainer: T. Gutzeit 

Tore: 0:1 Heider (19.), 1:1 Latowski (24.), 1:2 Jürgensen (40.), 1:3 Meyer (61.)

Zuschauer: 1040

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