Medizinische Versorgung auf Topniveau

Moderne Geräte und eingespieltes Team sorgen für optimale Betreuung der KSV-Profis

Sebastian Süß, Dr. Martin Mrugalla, Fabian Franzen und Tim Höper (v. li.) sorgen für eine optimale medizinische Betreuung der KSV-Profis

Noch bis zum 14. Januar absolviert die KSV Holstein ihr Wintertrainingslager im spanischen Oliva. Wir berichten in unserem Trainingslager-Tagebuch aus dem Oliva Nova Beach & Golf Resort, in dem die Störche residieren und trainieren.

Wenn sich ein Fußballprofi im Spiel verletzt, eilt das medizinische Personal umgehend aufs Feld, um die Art und den Umfang der Verletzung festzustellen und den Spieler möglichst schnell zu behandeln. In der Regel bleiben dies die einzigen Momente, in denen die Fachleute im Fokus stehen. Dabei sind sie es, die tagtäglich mit den Spielern arbeiten, sie nach den Einheiten betreuen und bei Verletzungen dabei unterstützen, schnell wieder fit zu werden. Kein Wunder also, dass mit Tim Höper, Sebastian Süß und Fabian Franzen drei Physiotherapeuten und mit Dr. Martin Mrugalla auch einer der beiden Mannschaftsärzte mit nach Oliva Nova gereist sind. Mit dabei hat das Quartett neben medizinischem Standard-Repertoire wie Arztkoffer, Medikamenten, Tape oder Spritzen auch die kompletten Gerätschaften, die für eine optimale Behandlung eines Profifußballers nötig sind. Da wäre zum Beispiel ein Hilotherm-Gerät, in das ein Gemisch aus Wasser und Eis gefüllt wird. Daran lassen sich Manschetten für verschiedene Körperregionen anschließen, deren Kammern sich mit Wasser füllen, sodass der betroffene Bereich mit einer konstant gleichen Temperatur gekühlt wird, um Schwellungen zu reduzieren. „Das Gerät kann man auch im Mannschaftsbus oder über Nacht beim Schlafen benutzen“, berichtet Sebastian Süß.

Manchmal setzen die Physiotherapeuten die Fußballer auch wortwörtlich „unter Strom“, wenn sie sie mit TENS-Geräten behandeln. TENS steht für Transkutane Elektrische Nervenstimulation, die für Entspannung in Nerven und Muskeln sorgt und so den Schmerz lindert. Weitere moderne Behandlungsmöglichkeiten sind Reboots und Hypervolt. Was futuristisch klingt, ist mittlerweile bei den KSV-Profis derart beliebt, dass sich viele Spieler beide Geräte bereits privat angeschafft haben. Die Reboots sehen aus wie Schlafsäcke für die Beine. Tatsächlich handelt es sich aber um eine Kompressionstherapie, die der Regeneration dient. „Die Luftkammern pusten sich auf und erzeugen hohen Druck aufs Gewebe, sodass der Abtransport von Flüssigkeit in den Beinen beschleunigt wird“, erklärt Süß. Der Hypervolt ist ein Vibrationsmassagegerät in Form eines Hammers, dessen Spitze in einer hohen Frequenz vibriert, wodurch Verspannungen schneller aufgelöst werden können.

„Generell achten wir darauf, dass wir bei unserer Behandlung stets auf dem neuesten Stand sind“, betont Tim Höper. Allerdings haben die Fachleute auch „Klassiker“ wie ein mobiles Ultraschallgerät für die Diagnostik vor Ort oder Blutegel dabei. Wenn sich beispielsweise ein Spieler am Sprunggelenk verletzt, regen die Tierchen mit ihren Bissen den Stoffwechsel an und verflüssigen den Bluterguss, der durch die Bissstellen ausläuft. Zudem legen die Experten den Sportlern nahe, Mikronährstoffkonzentrate von Cellagon zu sich zu nehmen – sei es als Getränk oder als Riegel. „Dadurch erhalten sie quasi alles, was sie durch die intensiven Einheiten verbraucht haben“, erklärt Fabian Franzen.  Und was rundet die optimale medizinische Versorgung der Störche ab? „Dass wir uns alle schon lange kennen, die Abläufe sitzen und wir ein eingespieltes Team sind“, nennt Dr. Martin Mrugalla einen Faktor, der neben allen Geräten eine ebenso elementare Rolle im funktionierenden Behandlungskonzept der KSV spielt.

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