Magdeburg schielt nach oben

Fans vom Aufsteiger träumen vom Durchmarsch

Die MDCC-Arena fasst 27.000 Zuschauer

25 Jahre mussten sich die treuen Fans in Geduld üben, bis ihr 1.FC Magdeburg in den Profifußball zurückkehrte. Geht es nach dem eigenen Anhang, darf ein Jahr nach dem elbstädtischen Sommermärchen 2015 gleich wieder gefeiert werden. An der MDCC-Arena will man das Unmögliche möglich machen: den Durchmarsch in die 2. Bundesliga.

Vom Retortenklub RB Leipzig möchte sich der Traditionsverein 1. FC Magdeburg nicht wirklich etwas abgucken. Bereits im Jahr 1965 gegründet, stürmte der Verein aus der Elbestadt in der DDR-Oberliga und feierte dreimal die Meisterschaft. Auch auf internationalem Parkett hinterließ der FCM seine Spuren. Als einziger Klub der DDR gewann 1974 eine Mannschaft der Namenlosen gegen die Weltstars des AC Mailand den Europapokal der Pokalsieger. Damals hielt sich die Party in Grenzen. Weil die Fans aus der kommunistischen Republik nicht nach Rotterdam reisen durften, fand das Finale vor der Geisterkulisse von 5.000 Zuschauern statt. Heute kommen im Schnitt 17.000 Fußballbegeisterte in die DCMM-Arena, und um auf RB Leipzig zurückzukommen: Die Magdeburger würden gerne eine Sache nachmachen, die bislang nur den Roten Bullen gelang: Der Durchmarsch von der Regionalliga in die 2. Bundesliga.

Torjäger Beck

Trainer Jens Härtel nimmt aber den Fuß vom Gas. „Wir wollen die Liga nach wie vor als etwas Besonderes betrachten.“  Das ist dem Fußballlehrer und seiner Mannschaft bislang sehr gut gelungen. Die Blau-Weißen sind nicht nur aufgrund der treuen Fans – 17.000 strömten im Schnitt zu den Heimspielen - eine Bereicherung für die 3. Liga. Der ehrliche Fußball mit viel Willen und Teamgeist zeigte einigen individuell stärkeren Klubs die Grenzen auf. Stürmer Christian Beck führt die Torjägerliste mit an. Ob es mit dem Durchmarsch klappt, wird wohl in dieser verrückten 3. Liga erst am Saisonende entschieden.

Chancen für mehr

Sollten die Magdeburger ab Sommer 2016 auch weiterhin in der 3. Etage zu finden sein, wird es den Traditionsverein nicht umwerfen. Die Weichen für die Zukunft sind gestellt. So verlängerte Tormaschine Beck seinen Vertrag vorzeitig bis 2018. Dabei hatte der 28-Jährige andere Angebote vorliegen – auch eines aus der 1. Bundesliga. „Ich möchte helfen, dass es hier weiter nach vorn geht“, begründet der Stürmer, der beim 0:0-Hinspielremis im Holstein-Stadion übrigens kaum in Schussposition kam. Und so ist das Ziel „2. Bundesliga“ klar im Magdeburger Visier, ohne aber einen Zeitpunkt festzulegen. „Der Klub und das Umfeld bieten Chancen für mehr“, erklärt Trainer Härtel. Mit dem Aufstieg in die 3. Liga sei ein erster wichtiger Schritt getan, und „wenn wir uns in dieser Liga etabliert haben, können wir irgendwann auch mal ein Stückchen weiter schauen."

 

Anfahrt mit dem Auto:

Heinz-Krügel-Platz 1, 39114 Magdeburg (Strecke: 370 km, Fahrzeit: 3:20 Stunden)

Es befinden sich mehrere Parkplätze an der MDCC Arena. Darunter Parklätze am Gübser Weg und in der Friedrich-Ebert-Straße 68, die bei Veranstaltungen kostenpflichtig sind.

Mit der Bahn:

Ab dem Hauptbahnhof mit der Straßenbahnlinie 6, Haltestelle "Brandenburger Straße", Richtung "Herrenkrug" bis zur Haltestelle "Berliner Chaussee".

Eintrittspreise:

Stehplatz ab 12 Euro (ermäßigt 10,50 Euro), Sitzplatz ab 19 Euro (ermäßigt 17,50 Euro)

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