KSV mit Last-Minute-Punktgewinn

Störchen trennen sich dank Serras spätem Ausgleich 2:2-Unentschieden vom VfL Bochum

Janni Serra trifft gegen Bochum zum Ausgleich.

Am 6. Spieltag der 2. Liga hat die KSV Holstein einen Last-Minute-Punkt gegen den VfL Bochum geholt. Die Gäste gingen zwei Mal in Führung, doch in der Nachspielzeit sicherte KSV-Stürmer Janni Serra mit seinem ersten Saisontreffer den Störchen den späten Punktgewinn.

Vor 8880 Zuschauern im Holstein-Stadion zeigten die Hausherren von Beginn an, dass sie gewillt waren, die 1:4-Niederlage in der Vorwoche bei der SpVgg Greuther Fürth vergessen zu machen. Sie begannen dominant und hatten durch Dominik Schmidt die erste Gelegenheit, als der Innenverteidiger einen Kopfball knapp neben den VfL-Kasten setzte (4.). Doch nach stürmischen ersten zehn KSV-Minuten fanden auch die Gäste die Eingangstür zu diesem Spiel: Nach einem Fehler im Kieler Aufbauspiel tauchte Sebastian Maier frei vor KSV-Torhüter Kenneth Kronholm, verzog dann aber doch recht deutlich (13.). Vier Minuten später ließ Tom Weilandt seinen Ex-Kollegen Kronholm schön fliegen, als dieser den Distanzschuss des in der letzten Spielzeit an die KSV ausgeliehenen Mittelfeldmanns zur Ecke lenkte. Danach war Blau-Weiß-Rot dem Führungstreffer wieder näher, doch Janni Serra setzte eine Hereingabe von Jae Sung Lee zunächst ans Außennetz (18.), scheiterte kurz darauf aus kurzer Distanz an VfL-Keeper Manuel Riemann (24.) und blieb auch im dritten Versuch ohne Fortune, als er nach einer Ecke eine Ablage von Hauke Wahl aus kurzer Distanz per Kopf über die Latte des Bochumer Gehäuses bugsierte (36.). Stattdessen schlug die Kugel im Kieler Gehäuse ein: Lukas Hinterseer schloss einen Konter zum 1:0 ab, als er von der Strafraumkante abzog. Der Ball flog zwischen Patrick Herrmanns Beinen hindurch und landete im linken unteren Eck (38.).

Wie schon zu Beginn der ersten Halbzeit kam Holstein auch in Durchgang zwei mit Dampf aus der Kabine. Nachdem Serra aus kurzer Distanz Riemann noch nicht hatte überwinden können (48.), hatte Mahias Honsak mehr Glück: Der Flügelspieler zog in die Mitte und brachte den Ball, der von Danilo Soares noch leicht abgefälscht wurde, im langen Eck zum 1:1 unter (57.). Doch die Kieler Freude währte nur kurz – acht Minuten, um genau zu sein. Dann kam Weilandt aus 18 Metern frei zum Schuss, der unhaltbar für Kronholm im linken unteren Eck zur erneuten Bochumer Führung einschlug (65.). Nach 74 Minuten verhalf KSV-Trainer Tim Walter Last-Minute-Neuzugang Masaya Okugawa zu dessen Pflichtspieldebüt im Kieler Dress. Und der Japaner hätte keine 120 Sekunden nach seiner Einwechslung fast für den Ausgleich gesorgt, doch Riemann wehrte den Ball gerade noch zur Ecke ab. Kiel ging jetzt noch mehr Risiko, sodass der VfL nun mehrere Kontergelegenheiten hatte, diese aber nicht nutzte. So ging es in eine heiße Schlussphase, in der sich die Ereignisse überschlugen. Zuerst schraubte sich Janni Serra nach Flanke von Johannes van den Bergh hoch und wuchtete den Ball zum umjubelten Ausgleichstreffer in die Maschen (90.+1). Aber nur eine Minute nach dem ersten Saisontreffer des Stürmers schlug der Ball auf der Gegenseite im Kieler Tor ein, doch Hinterseers Treffer zählte wegen einer Abseitsstellung zurecht. So stand am Ende ein leistungsgerechtes 2:2 zu Buche.

Holstein Kiel: Kronholm – Herrmann (84. Meffert), Schmidt, Wahl, van den Bergh – Kinsombi, Mühling – Dehm (74. Okugawa), Lee, Honsak (77. Girth) – Serra.

VfL Bochum: Riemann – Gyamerah, Hoogland, Leitsch, Danilo (63. Perthel) – Losilla, Tesche – R. Kruse (88. Fabian), Maier (67. Sam), Weilandt – Hinterseer.

Schiedsrichter: Reichel (Stuttgart) – Tore: 0:1 Hinterseer (38.), 1:1 Honsak (57.), 1:2 Weilandt (65.), 2:2 Serra (90.+1) – Zuschauer: 8880.

 

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