Kriegt Hansa die Kurve?

Holsteins nächster Gegner in Abstiegsnot

Abstiegsangst in Rostock

Am 28. Dezember 2015 wurde gefeiert und zwar so, wie es viele Fans des FC Hansa Rostock - am Dienstagabend um 19 Uhr Gastgeber der Kieler Störche - am liebsten haben. Rund 1.000 Geburtstagsgäste vor dem Ostseestadion machten das 50-jährige Vereinsjubiläum bei Raketen und Böller zur Pyroshow. Eigentlich war eine Gala in der Stadthalle geplant, doch angesichts des Lochs im Portemonnaie und der sportlichen Situation verschoben die Verantwortlichen die Festivitäten kurzerhand auf 2016. Doch, ob es dann noch stimmungsvollen Anlass gibt, ist ungewiss.

Hansa Rostock taumelt weiter bedrohlich am Tabellenende der 3. Liga umher. Dabei wurden viele Stellschrauben gedreht. Am 7. Dezember beerbte Ex-Rostock-Profi Christian Brand den glücklosen Karsten Baumann auf dem Trainerstuhl. Im Transferfenster des Winters wurden mit Defensivstratege Stefan Wannewitsch (FC Ingolstadt) und den drei Offensivkräften Ronny Garbuschewski (Energie Cottbus), Christer Youssef (vereinslos) und Melvin Platje (Stade Brest/2. Liga Frankreich) vier Neue verpflichtet. Als einziger Drittligist verbrachte Hansa zwei Wochen im Trainingslager in der türkischen Sonne, um bestmöglich vorbereitet in das Restprogramm zu gehen.

Hoffnung nach zwei Siegen

Doch der Start ins Jahr 2016 sorgte erst einmal für Herzrhythmusstörungen in Mecklenburg-Vorpommern: Mit einem 1:5-Debakel bei Fortuna Köln hatte keiner gerechnet. Da versöhnte auch ein respektables 0:0 gegen den VfL Osnabrück wenig, zumal das Kellerduell bei den Stuttgarter Kickers mit einer 0:2-Pleite endete. Die Hansa-Kogge treibt auch nach den beiden Dreiern am 25. Spieltag gegen den VfR Aalen (3:0) und am 27. Spieltag in Cottbus (1:0) weiter in akuter Seenot – sportlich wie finanziell.

Sparpakete sollen entlasten

Ein erstes Sparpaket entlastete den Verein um 650.000 Euro. Ein zweites soll die Kosten um eine weitere halbe Million reduzieren. Konkret: Die Geschäftsstelle wird vermietet, das Personal zieht um ins Ostsee-Stadion. Zudem werden die Stadionkosten überprüft und ein neues Nachwuchskonzept soll den Etat weiter erleichtern. Die für November 2015 geplante Ausgliederung und GmbH-Umwandlung der Lizenzspielerabteilung lässt dagegen weiter auf sich warten. Dieser Schritt gilt als unausweichlich, um die Drittliga-Lizenz für die kommende Saison zu erhalten. Doch dafür muss auch das Punktekonto noch ordentlich aufgepolstert werden. Ein 0:0 wie im Hinspiel bei Holstein Kiel wäre für den FCH aktuell beinahe zu wenig.

 

Anfahrt mit dem Auto:

Kopernikusstraße 17, 18057 Rostock (Strecke: 200 km, Fahrzeit: 2 Stunden)

Rund um das Stadion gibt es ausreichend Parkgelegenheiten.

Anfahrt mit der Bahn:

Von Rostock Hbf mit der S1, S2 oder S3 Richtung Warnemünde, an der Haltestelle „Holbeinplatz“ aussteigen (Fahrzeit 4 Min.) und über die Hans-Sachs-Allee in Richtung Ostseestadion laufen (ca. 8 min Fußweg).

Eintrittspreise:

Stehplatz ab 12 Euro (ermäßigt 9 Euro), Sitzplatz ab 15 Euro (ermäßigt 12 Euro)

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