Holsteins Null steht weiter

Stuttgarter Kickers - Holstein Kiel 0:0

Holstein Kiel punktet auch am letzten Spieltag der Hinrunde und bleibt damit im zehnten Spiel in Folge ungeschlagen. Vor 2.555 Zuschauern im Stadion an der Kreuzeiche in Reutlingen trennten sich die Stuttgarter Kickers und Holstein Kiel 0:0. Die KSV hätte in der guten Anfangsphase in Führung gehen können, danach verflachte die Partie. Auch, weil die defensivstarken Störche das heimstärkste Team der 3. Liga in Schach hielt. Das Neitzel-Team beendet die Hinrunde mit 29 Punkten als Tabellenachter. 

Nach abgesessener Gelbsperre kehrte Patrick Herrmann zurück in die Startformation und Marlon Krause rückte wieder neben Maik Kegel ins Mittelfeld. Mikkel Vendelbo, in der Vorwoche noch unter den ersten Elf, hätte erkrankt ohnehin nicht mitwirken können.

Das Duell der beiden Tabellennachbarn begann munter. In den ersten beiden Minuten mussten beide Abwehrreihen Angriffe durch Marco Calamita und Rafael Kazior zu Eckbällen klären. Marc Heider hatte die zweite gute Gelegenheit. Holsteins Torjäger umkurvte Kickers. Schlussmann Korbinian Müller, brachte das Leder aus spitzem Winkel aber nur an den Außenpfosten (9.). Danach verflachte die Partie und spielte sich überwiegend im Mittelfeld ab. Die beste Heimmannschaft der 3. Liga hatte große Schwierigkeiten mit den Defensivspezialisten von der Förde. Für die aussichtsreichste Gelegenheit der Stuttgarter sorgte entsprechend auch ein Kieler, doch der aufmerksame KSV-Keeper Kenneth Kronholm erreichte den ungenauen Rückpass von Patrick Herrmann noch vor der Torlinie (40.). Holstein setzte weiter Nadelstiche, ohne zu hochkarätige Chancen zu kommen. Zur Pause blieb es torlos in Reutlingen. 

Kickers-Trainer Horst Steffen schien seiner Elf in der Pause die Meinung gegeigt zu haben. Besar Halimi feuerte aus acht Metern übers Tor (46.). Sandrino Braun prüfte Kronholm, der mit beiden Fäusten klären konnte (56.). Daniel Kaiser vergab nach schnellem Konter aus guter Position kläglich (67.). In dem umkämpften Spiel verhinderten immer wieder Behandlungspausen flüssiges Spiel, und lange Bälle stellten beide Defensivreihen vor keine große Schwierigkeiten. Gerrit Müller spielte Calamita frei, dessen Abschluss aus acht Metern von halblinks war kein Problem für Kronholm (78.). In der Schlussviertelstunde erhöhen die Störche nochmals den Druck. Der eingewechselte Patrick Breitkreuz scheiterte per Kopf an Müller, der wenig später einen Schritt vor Rafael Kazior war (84.). Für den Schlusspunkt sorgte Stuttgarts Kaiser, der nach seinem zweiten gelbwürdigen Foul frühzeitig zum Duschen geschickt wurde. Am Ende blieb es beim 0:0.

Stimmen nach dem Spiel

Holstein-Kiel-Trainer Karsten Neitzel: „Großes Lob für die Mannschaft, wie sie gegen den Ball gearbeitet hat und wie sie den Gegner aufgenommen hat. Wir haben die Kickers nicht ins Spiel kommen lassen. Unser Spiel nach vorne war in der ersten Hälfte in einigen Situationen attraktiv. In der zweiten Halbzeit hatten wir in ein, zwei Situationen Glück, wir waren nicht mehr so zwingend wie zuvor. Ich glaube unter dem Strich geht das Unentschieden in Ordnung. Wir haben hier etwas mitgenommen, das war unser Ziel.“

 

Stuttgarter-Kickers-Trainer Horst Steffen: „Wir müssen mit dem Punkt leben. Es war heute ein harter Kampf für meine Mannschaft. In solchen Spielen braucht man mal kreative Momente oder Fehler des Gegners, die Kiel aber nicht begangen hat. In der ersten Halbzeit hätten wir in Rückstand geraten können, in der zweiten Hälfte war es umgekehrt. Wir haben mit dem Unentschieden zu leben, es ist auch leistungsgerecht. Wir müssen uns jeden Punkt hart erarbeiten, das war heute ganz besonders so.“

 

Rafael Kazior: „Mit dem Punkt hier können wir leben, auch wenn wir nicht zufrieden sind, da wir in der ersten Hälfte in Führung hätten gehen können.“

Stuttgarter Kickers: K. Müller – Leutenecker, Starostzik, Stein, Gerster – Kaiser, Braun, Halimi (90.+1 Fennell) – G. Müller (90. Gaiser), Badiane (64. Edwini-Bonsu), Calamita. Trainer: Steffen.

Holstein Kiel: Kronholm – Herrmann, Wahl, Hartmann, Kohlmann – Siedschlag (90+1. Lindner), Krause, Kegel, Heider – Kazior (86. Auracher), Schäffler (75. Breitkreuz). Trainer: Neitzel.

Schiedsrichter: Steinhaus (Hannover)

Tore: Fehlanzeige

Zuschauer: 2.555

Gelb-Rote Karte: Kaiser (89.)

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