FCI kommt mit einem alten Bekannten

6 Fakten zum kommenden Gegner FC Ingolstadt 04 (Sa., 3. November 13 Uhr)

Alex Nouri (Mi.) feierte 2009 mit Holstein den Aufstieg

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel und so geht es in dieser Englischen Woche Schlag auf Schlag. Bereits am Sonnabend um 13 Uhr gastiert Tabellenschlusslicht FC Ingolstadt (6 Punkte, 10:24 Tore) im Holstein-Stadion. Wir stellen Euch den Gegner ein wenig genauer vor.

Spitzname: Ingolstadt ist mit 132.000 Einwohnern nach München die zweitgrößte Stadt Oberbayerns und nach München, Nürnberg, Augsburg und Regensburg die fünftgrößte Stadt Bayerns. Der Name „die Schanzer“ zeigt die Verbundenheit des Vereins zu Ingolstadt und seiner Historie. Seit jeher wussten die Herrscher und Statthalter der Donaustadt, die strategische Lage am Flussübergang und an wichtigen Handelswegen zu schätzen und zu schützen. Deshalb wurde 1806 mit dem Ausbau Ingolstadts zur bayerischen Landesfestung begonnen. In dieser Zeit bekam Ingolstadt den Namen „die Schanz“, der noch heute an Ingolstadts Vergangenheit als Festungsstadt erinnert. Der FC Ingolstadt entstand am 1. Juli 2004 durch Ausgliederung der Fußballabteilungen der Vereine MTV Ingolstadt und ESV Ingolstadt.

Stadion: Seit der Saison 2010/11 spielt der FC Ingolstadt in einem neuen, vollüberdachten Stadion, dem Audi Sportpark. Die Kapazität beträgt 15.700 Plätze (9.000 Sitz- und 6.000 Stehplätze). Die neue Heimat eröffnete der FCI am Samstag, dem 24. Juli 2010, mit einem bunten Rahmenprogramm inklusive Promi-Spiel und Blitzturnier, abgeschlossen mit fulminantem Feuerwerk. Die Vorfreude auf die 2. Bundesliga im neuen Stadion der Schanzer war riesengroß. Nach 14 Monaten Bauzeit war die Spielstätte eröffnet worden, der Umzug vom ESV-Stadion in den Sportpark erfolgte Anfang August.

Statistik: Am 27. September 2014 stellte der FC Ingolstadt 04 mit einem 1:0-Sieg beim Karlsruher SC den Zweitligarekord von Bayer 04 Leverkusen (Mai 1978 bis April 1979) ein; der FC war damit ebenfalls in 17 Spielen in Folge auswärts ungeschlagen geblieben. Anschließend blieb der Verein noch bis zum 19. Auswärtsspiel in Serie ohne Niederlage. Durch einen 2:1-Sieg am 33. Spieltag zu Hause gegen RB Leipzig sicherten sich „die Schanzer“ im Mai 2015 den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga. Ein Jahr später ging es zurück ins Bundesliga-Unterhaus. Am 19. September 2015 stellte die Profimannschaft einen weiteren Rekord auf. Mit einem 1:0-Sieg bei Werder Bremen und den vorausgegangenen Siegen am 15. August 2015 beim 1. FSV Mainz 05 am 29. August 2015 beim FC Augsburg hatte der FC Ingolstadt 04 als erster Bundesliga-Aufsteiger seine ersten drei Auswärtsspiele gewonnen.

Erste Bundesliga: In der Premierensaison 2015/16 gelang dem FCI der souveräne Klassenerhalt ohne einen Spieltag auf einem Abstiegsplatz gestanden zu haben. Nach einer starken Saison mit Heimsiegen gegen Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach lagen die Schanzer am Ende auf Rang elf. Erfolgstrainer Ralf Hasenhüttl wechselte nach dem Klassenerhalt für eine Rekordsumme zum neuen Ligakonkurrenten RB Leipzig. Ein Jahr später musste Ingolstadt wieder runter.

Störche gegen Schanzer: Am 29. August 2009 (2:2 in Kiel) und am 20. Februar 2010 (1:0 für den FCI) fanden die ersten Duelle zwischen dem FC Ingolstadt und der KSV Holstein, damals in der 3. Liga, statt. Für Holstein trafen Fiete Sykora und Florian Meyer. Für die Schanzer markierten Moritz Hartmann (2) und Andreas Neuendorf die Treffer. In der letzten Saison trennten sich beide Mannschaften im Holstein-Stadion torlos 0:0. Am 29. April landeten die Störche dann einen 5:1-Kantersieg in Ingolstadt und machten damit einen Riesenschritt in Richtung Relegation. Die Tore für Kiel erzielten Kinsombi, Ducksch, Schindler, Drexler und Levels (Eigentor), für den FCI traf Kittel.

Der Trainer: Am Sonnabend kehrt Ingolstadt mit einem alten Bekannten auf der Trainerbank zurück ins Storchennest. Von 2008 bis 2010 trug Alexander Nouri in 41 Punktspielen das Holstein-Trikot und erzielte dabei fünf Treffer. Das wichtigste Spiel erlebte er dabei am 7. Juni 2009 unter Trainer Falko Götz. Am letzten Spieltag der Regionalliga Nord gelang den Störchen um Nouri, Dimi Guscinas, Tim Wulff, Tim Siedschlag und Torhüter Michael Frech durch einen 1:0-Heimsieg gegen den VfB Lübeck der Aufstieg in die 3. Liga. Nach seinem Abgang aus Kiel ließ Nouri seine aktive Laufbahn beim VfB Oldenburg ausklingen und stieg dort auch ins Trainergeschäft ein. Seit dem 24. September 2018 sitzt Alexander Nouri beim FC Ingolstadt auf der Trainerbank. Der 39-Jährige stand zuvor drei Jahre lang in Diensten des SV Werder Bremen, am Ende sogar als Trainer der Erstliga-Mannschaft.

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