6 Fakten zum nächsten Gegner

So. 14 Uhr: FSV Zwickau - Holstein Kiel

1975 sicherte sich Zwickau den FDGB-Pokal

Wurzeln: Der Fußball-Sportverein Zwickau e.V. wurde im Holstein-Meisterjahr 1912 gegründet. Die Wurzeln des FSV liegen im Zwickauer Stadtteil Planitz. Dort spielte vor dem 2. Weltkrieg der Planitzer SC, der von 1933 bis 1944 in der Gauliga Sachsen vertreten war. Der Verein erlebte in seiner langen Geschichte mehrere Umbenennungen: ZSG Horch Zwickau (seit 15. März 1949), BSG Motor Zwickau (seit 14. Mai 1950), BSG Sachsenring Zwickau (seit 1. Februar 1968) und seit dem 1. Januar 1990: FSV Zwickau.

DDR-Meister 1950: Bis 1983 spielten die Zwickauer ohne Unterbrechung in der DDR-Oberliga. Den größten Erfolg jedoch erlebten die Westsachsen mit dem Gewinn der DDR-Meisterschaft bereits in der ersten Saison. Im „Endspiel“ um den Titel setzte sich Zwickau bei der SG Dresden-Friedrichstadt vor 60.000 Zuschauern mit 5:1 durch. Die Partie ging als „Schlacht um den Titel“ in die DDR-Fußballgeschichte ein. Die Meisterspieler hatten eines gemeinsam: Sie waren allesamt bei den Horchwerken beschäftigt, jenem Autowerk, das später als Volkseigener Betrieb „Sachsenring“ den DDR-„Volkswagen“ Trabant baute.

Kultspieler: Von 1965 bis 1981 absolvierte Torhüter-Legende Jürgen Croy 372 Punktspiele für Zwickau. Er blieb seinem Verein ein Leben lang treu und gehörte damit zu den wenigen Top-DDR-Fußballern, die nie für einen der großen Clubs wie Dynamo Dresden, FC Carl Zeiss Jena oder FC Magdeburg spielten. Mit 94 A-Länderspielen ist Croy Rekordtorwart der DDR-Nationalmannschaft und mit der DDR-Auswahl gewann er 1976 die Goldmedaille. Er wurde insgesamt dreimal zum DDR-Fußballer des Jahres gewählt sowie in die „ewige Traum-Elf der DDR“ (Wahl der Fußball Woche „fuwo“). Sein wohl berühmtestes Spiel war der 1:0-Erfolg der Nationalmannschaft bei der WM 1974 in Hamburg gegen den späteren Weltmeister Deutschland.

Größter Erfolg der „Neuzeit“: Von der Saison 1994/95 bis 1997/98 spielte der FSV Zwickau in der 2. Bundesliga. Während der vier Serien im Profifußball wurde 1995/96 sogar der Aufstieg in die 1. Liga knapp verpasst. Im Jahre 1998 stieg die Mannschaft wieder in das Amateurlager  ab. Vorausgegangen war Ende 1996 die Entlassung des Erfolgstrainers Gerd Schädlich. Mit dem Aufstieg in die 3. Liga (Sieger in den Aufstiegsspielen gegen SV Elversberg) meldete sich der FSV Zwickau auf der bundesweiten Fußballbühne zurück.

Neues Stadion: Mit der Eröffnung des neuen Stadions wurde in Zwickau ein kleiner Traum Wirklichkeit. Über 10.000 Zuschauer beträgt das Fassungsvermögen der schmucken Arena. Das erste Spiel im neuen Stadion trug der Aufsteiger am 22. August im DFB-Pokal gegen den Hamburger SV aus, am 1. September kam es gegen den 1. FC Magdeburg zum ersten Drittliga-Spiel.

Holstein-Duelle: Erst ein einziges Mal trafen der FSV Zwickau und Holstein Kiel in einem Punktspiel aufeinander und zwar am 27. August 2016. Mathias Fetsch (36. Minute), Tim Siedschlag (50./Foulelfmeter) und Kingsley Schindler (59.) erzielten vor 4137 Zuschauern im Holstein-Stadion die Tore für das Team von Interims-Trainer Ole Werner, der nach der Beurlaubung von Karsten Neitzel erstmals in der Liga auf der Bank saß.

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