Kein Sieger im Landesderby

Holstein Kiel - VfB Lübeck 2:2 (2:0)

Rassiger Zweikampf zwischen Karsten Fischer und dem Lübecker Dennis Whrendt

Die KSV Holstein trennte sich im SH-Landesderby der Regionalliga Nord vom VfB Lübeck mit 2:2. Vor 3.968 begeisterten Zuschauern schien die KSV mit einer 2:0-Führung auf der Siegerstraße, Lübeck schlug aber Mitte der zweiten Halbzeit per Doppelpack zurück und entführte einen Punkt aus der Landeshauptstadt.

Um 13.30 Uhr war alles für ein tolles Derby angerichtet: Bestes Fußballwetter, eine tolle Kulisse von knapp 4.000 euphorischen Zuschauern und zwei hochmotivierte Teams. Das Spiel war kaum 200 Sekunden alt, da schlug Sofien Chahed von rechts eine Flanke in Lübecks Strafraum, Jarek Lindner hatte sich prima gelöst und stocherte ein zur 1:0-Führung. Postwendend hätte Duspara den Ausgleich erzielen können, doch KSV-Schlussmann Michael Frech gewann das eins-gegen-eins Duell. Es ging hoch und runter und auf der Tribüne saßen die Torschreie locker. Zum Beispiel als in der 17. Minute Marcel Gebers aufs Tor schoss, Steve Müller jedoch den Ball noch blocken konnte. Beiden Mannschaften merkte man den Siegeswillen an, doch die Abwehrreihen blieben aufmerksam – bis kurz vor Halbzeit: Ein feiner Pass von Dan Patrick Poggenberg erahnte Marc Heider schneller als sein Gegenspieler und „Heidi“ schloss zum 2:0 ab (45.). So ging es in die Kabinen.

Holstein marschierte mit breiter Brust nach der Pause weiter, von Lübeck war bis zur 60. Minute kaum Drang nach vorne zu spüren. Einen Fernschuss blockte Marco Steil ab. Nach 66 Minuten fiel dann aber der überraschende Anschluss. Ausgerechnet Ex-Storch Tim Siedschlag knallte einen 27-Meter-Freistoß unhaltbar unter die Latte zum 2:1. Wirkten die Lübecker nach der Pause geschlagen, waren sie plötzlich wieder da. Und setzten erfolgreich nach: Der eingewechselte Ermir Zekjiri marschierte durch die Holstein-Hälfte und schloss präzise zum 2:2-Ausgleich ab. Wer jetzt dachte, dass die Störche nicht mehr ins Spiel zurückfinden würden, sah sich getäuscht. Der Ausgleich hatte die Ströche aus der vierminütigen Passivphase geholt und das Gutzeit-Team spielte wieder nach vorne: 77. MInute Tim Wulff köpfte nach Ecke knapp über den Kasten. 83. Minute: FIscher verpasst nach einer Ecke nur knapp. 89. Minute: Heider auf Wulff in aussichtsreicher Position. Doch der Schiri pfiff zu Unrecht wegen vermeintlichen Abseits ab. Dann war Schluss. 

KSV-Coach Thorsten Gutzeit trauerte dem verpassten Derbysieg hinterher: "Im zweiten Durchgang ist es uns nicht gelungen, den VfB auf Distanz zu halten. Lübeck hat unsere Fehler bestraft.  Manche haben sich wohl gedacht, dass wir die 2:0-Führung nach Hause schaukeln würden. Vielleicht haben wir die Führung zu sehr verwaltet. Der VfB hat wieder gezeigt, dass er eine charakterstarke Mannschaft besitzt."

"Kiels Mittelfeldakteur Steve Müller meinte: "Wir haben es nach dem Wechsel nicht geschafft, dass Spiel wieder in des Gegners Hälfte zu verlagern. Es ist sehr schade, dass wir heute den Sieg aus der Hand gegeben haben", so Müller.

Holstein Kiel: Frech – Petersen (ab 40. Jakubowski), Steil, Jürgensen, Poggenberg - Müller, Fischer – Schüßler (ab 70. Wulff), Chahed (ab 74. Sykora), Lindner - Heider.

VfB Lübeck: Melzer – Siedschlag, Gebers, Marheineke (ab 46. Röhr), Hohnstedt – Klug, Lange, Wehrendt – Duspara – Henning (ab 65. Senger), Richter (ab 59. Zekiri).

Tore: 1:0 Lindner (3.), 2:0 Heider (45.), 2:1 Siedschlag (67.), 2:2 Zekiri (70.)

Zuschauer: 3.968


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