Holstein unterliegt im Pokalfinale

VfB Lübeck - Holstein Kiel 1:0 (1:0)

Die KSV Holstein, in der vergangenen Saison noch SHFV-LOTTO-Pokal-Sieger, konnte ihren Titel nicht verteidigen und musste sich im Finale gegen den VfB Lübeck im Stadion an der Lohmühle vor 4.148 Zuschauern geschlagen geben. Der Ex-Kieler Christopher Kramer erzielte früh im Spiel das 1:0 für die Gastgeber, das bis zum Ende der Partie Bestand haben sollte.

Das Pokalendspiel hätte bereits am 29. Mai hätte stattfinden sollen, war aber auf Grund der Relegationsteilnahme von Holstein Kiel auf den 15. Juli verschoben worden. Der Ball rollte dann auch nicht wie erwartet ab 19:30 Uhr: Die Polizei durchsuchte in einem Lübecker Fanblock jeden einzelnen Zuschauer, erst danach konnte Schiedsrichter Fynn Kohn die Partie anpfeifen. Beide Teams gingen von Beginn an beherzt zur Sache, Torchancen waren zunächst jedoch Mangelware. Den ersten Akzent setzte Manuel Schäffler, der von der Strafraumkante abzog. Doch der Schuss war zu unplatziert, sodass VfB-Torhüter Jonas Toboll keine Probleme hatte, den Ball aufzunehmen (14.). Kurz darauf erzielten die Gastgeber dann mit der ersten Gelegenheit den Führungstreffer: Marcello Meyer fand mit seiner Freistoßflanke den Ex-Storch Christopher Kramer, der den Ball an den rechten Innenpfosten köpfte, von wo aus der Ball im Tor von Niklas Jakusch landete (17.). Die nächste gute Möglichkeit hatte ebenfalls der VfB. Stefan Richter versuchte es mit einer Direktabnahme aus sechs Metern, setzte den Ball aber über die Latte. Bis zur Pause übernahmen dann die Störche das Kommando, konnten sich aber keine klaren Torchancen erspielen.

Nach der Pause machten die Kieler da weiter, wo sie zuvor aufgehört hatten. Die KSV hatte mehr Ballbesitz, versuchte Druck aufzubauen. Doch die Lübecker hielten durchgehend mit einer starken Defensivleistung dagegen und machten es den Gästen schwer, bis zum Tor durchzukommen. So vergingen die Minuten ohne große Gelegenheiten auf beiden Seiten. Der Lübecker Stefan Richter versuchte in der 78. Minute KSV-Torhüter Niklas Jakusch mit einem Schuss aus der Drehung zu überwinden. Auf Seiten der Kieler war es dann Tim Siedschlag, der für Torgefahr sorgte. Mit einem Distanzschuss prüfte er Torhüter Toboll, der jedoch rechtzeitig zur Stelle war (89.). Eine Chance sollten die Störche aber noch bekommen: Nach einer Flanke von der rechten Seite von Patrick Herrmann in der vierten Minute der Nachspielzeit vergab zunächst der eingewechselte Manuel Janzer aus kurzer Distanz, beim Nachschuss traf Tim Siedschlag den Rücken eines VfB-Verteidigers, der den Lübeckern die Führung und damit den Pokalsieg rettete. 

Holstein Kiel: Jakusch – Herrmann, Wahl, Weidlich, Kohlmann – Siedschlag, Wirlmann (79. Janzer), Krause, Schnellhardt, Heider, Schäffler. Trainer: Neitzel
VfB Lübeck: Toboll – Sievers, Wehrendt, Marheineke, Sirmais – Voß (74. Lange), Bohnsack, Maletzki, Richter (90. Barendt) – Meyer – Kramer (85. Sezer). Trainer: Skwierczynski
Schiedsrichter: Kohn (Husum)
Tore: 1:0 Kramer (17.)
Zuschauer: 4.148

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