Holstein - SV Wilhelmshaven

Endstand 3:2 für Holstein Kiel

Jakob Sachs vor seinem Gegenspieler Waldemar Jurez
Jakob Sachs vor seinem Gegenspieler Waldemar Jurez

Holstein Kiel hat es geschafft – nach einem tollen Fight im Nordderby gegen den SV Wilhelmshaven sicherten sich die Störche durch ein streckenweise begeisterndes, wenn auch unnötig spannendes 3:2, den zweiten Saisonsieg. Nachdem sich die KSV während der 90 Minuten den Luxus geleistet hatte, gleich reihenweise beste Tormöglichkeiten ungenutzt zu lassen, musste ein Strafstoß sieben Minuten vor dem Ende durch Marc Heider die Entscheidung herbeiführen. 2797 Zuschauern verließen erleichtert und zufrieden das Holstein-Stadion.

Die Kieler Führung erzielte Fiete Sykora bereits nach 17 Minuten, Heider hatte den Treffer per Kopf vorbereitet. Auch den zweiten Treffer leitete der Ex-Bremer ein. In der 49. Minute bediente Heider den aufgerückten Kevin Schulz, der das Leder aus drei Metern per Kopf in die Maschen drückte. Ein Sonntagsschuss von Patrick Bärje aus 33 Metern (57.) machte die Partie wieder spannend. Als Max Wegner einen Abpraller von KSV-Schlussmann Michael Frech in der 68. Minute aus kurzer Distanz zum Ausgleich nutzen konnte, da stockte den Kieler Fans der Atem.

Die Erlösung für Holstein dann in der 83. Minute. Der Wilhelmshavener Sanyang rempelte Sofien Chahed im Strafraum einfach um und Schiedsrichter Ittrich zeigte sofort auf den ominösen Punkt. Heider ließ sich die Chance nicht nehmen und traf vom Elfmeterpunkt zum 3:2 für die Störche. Der spät eingewechselte Christian Jürgensen hätte kurz vor dem Ende in seinem 100. Ligaspiel für die Störche sogar noch den vierten Treffer erzielen können. Aber auch die Gäste hatten die Chance zum weiteren Torerfolg, denn Wegner verpasste in der Schlussminute nur haarscharf. Holstein rettete in einer ungemein spannenden Schlussphase die knappe Führung über die Zeit. Riesenjubel dann nach dem Abpfiff. Mit zwei Siegen kann die Gutzeit-Elf mit Fug und Recht von einem überaus gelungenen Start in die Regionalliga-Saison 2010/11 sprechen.

Gästetrainer Wolfgang Steinbach war maßlos enttäuscht: „Der Sieg ist aufgrund der starken ersten Halbzeit der Kieler verdient. Zu dem Elfmeter sage ich nichts, kein Bedarf. Wir hatten heute Angst und zu viel Respekt.“ Holstein-Trainer Thorsten Gutzeit meinte nach seiner Regionalliga-Heimpremiere zufrieden: „Aufgrund der klareren Torchancen war der Erfolg gerecht, aber wir haben heute einfach zu viele Chancen ausgelassen. Wilhelmshaven hat nie aufgegeben. Bei uns brachen zwischenzeitlich etwas die Dämme. Über den Elfmeter brauchen wir nicht zu reden, das war eine glückliche Geschichte. Die Punkte nehmen wir aber gerne mit.“

Am kommenden Freitag geht es für die KSV zum FC Oberneuland. Das nächste Heimspiel der Störche steigt am 3. September um 19 Uhr, dann gastiert Topfavorit RB Leipzig an der Förde.

Holstein Kiel: Frech – Jakubowski (77. Henke), Müller, Schulz, Poggenberg – Sachs, Fischer, Chahed (88. Jürgensen), Meyer (46. Yazgan)  – Sykora, Heider

SV Wilhelmshaven: Meyer - Gänge, Diamesso (72. Sanyang), Fossi, Igor Krulj, Gaebler, Joof, Bärje, Karli (46. Puttkammer), Wegner, Jurez (59. Schlüter) 

Tore: 1:0 Sykora (17.), 2:0 Schulz (49.), 2:1 Bärje (57.), 2:2 Wegner (68.), 3:2 Heider (83., Foulelfmeter)

Schiedsrichter: Ittrich (Hamburg)

Zuschauer: 2797

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