Poggenberg trifft zum Sieg

Holstein Kiel - 1. FC Magdeburg 1:0 (0:0)

Jarek Lindner setzt sich gegen zwei Magdeburger durch.

Holstein Kiel feierte mit einem hart erkämpften 1:0-Erfolg gegen den 1. FC Magdeburg den 12. Heimsieg der laufenden Saison und mischt weiter kräftig mit im Aufstiegsrennen. Das Tor des Tages erzielte vor über 4.000 Zuschauern Dan-Patrick Poggenberg in der 75. Minute. Die Anhänger der KSV standen in der hitzigen Schlussphase wie eine Wand hinter ihrer Mannschaft und erhielten ein Sonderlob von Trainer Thorsten Gutzeit.

Holstein-Trainer Thorsten Gutzeit musste zum 0:1 bei VfB Lübeck auf Kapitän Christian Jürgensen (Nackenprobleme) und Linksverteidiger Fabian Wetter (Bruch der Vorderen Kieferhöhlenwand) verzichten. Marco Steil und Dan Patrick Poggenberg rückten in die Startelf. Zudem erhielt Karsten Fischer den Vorzug vor Deran Toksöz im zentralen defensiven Mittelfeld.

Die KSV war vom Anpfiff an bemüht die vierte Saisonniederlage der Vorwoche vergessen zu machen und zeigte in der Offensive gute Ansätze. Einen Kazior-Freistoß verpasste Berzel im FCM-Strafraum knapp (6.) Eine Kombination von Sykora und Lindner konnte in letzter Sekunde abgefangen werden (21.). Die Gäste aus Magdeburg zeigten, warum sie das fünftbeste Auswärtsteam der Liga sind, störten früh und setzten auch im Angriff Akzente. Nach einem Schuss von FCM-Stürmer Wright war Kiels Nummer 1 Jensen auf dem Posten. Je näher die Halbzeit rückte, desto schwerer taten sich beide Mannschaften. In der Defensive stellten sie die Räume eng und ließen kaum geordnetes Aufbauspiel zu. So ging es mi 0:0 in die Kabinen.

Nach der Pause legte Holstein einen Gang zu, hatte aber noch Pech beim Abschluss Lindner traf den Ball in guter Position nicht voll und das Leder strich übers FCM-Gehäuse (53.). Die Gäste erspielten sich kaum noch Torgelegenheiten. In der 68. Minute die Riesenchance für die Störche, doch Heider scheiterte aus kurzer Distanz an FCM-Schlussmann Tischer, der sieben später machtlos war. Ein weiterer Holstein-Angriff über die rechte Seite wurde durch ein Foul an Lindner eigentlich gestoppt, Schiedsrichter Rohde ließ den Vorteil laufen, aus dem Poggenberg den Ball aus zwölf Metern in die lange Ecke drückte (75.). Holstein steigerte weiter das Tempo und erhielt folgerichtig in der 88. Minute einen Foulelfmeter. Heider war im Strafraum hart attackiert worden. Doch wie in Lübeck setzte Kazior den Strafstoß neben das Tor. So blieb es beim verdienten 1:0-Erfolg der Störche.

FCM-Coach Ronny Thielemann kommentierte die Partie wie folgt: „Wir wussten, dass Holstein momentan nicht mehr ganz die Leichtigkeit der Vorrunde hat. Wir wollten Kiel früh attackieren, das ist uns im ersten Durchgang auch gut gelungen. Wie so häufig in der laufenden Saison haben wir kein Kapital aus unseren Möglichkeiten geschlagen. Wir schießen einfach zu wenig Tore. Und unser einziger Fehler wird mit dem Siegtreffer für Holstein bestraft. Das stellt uns natürlich nicht zufrieden. Die Kieler haben sich den Sieg schwer erkämpfen müssen.“

Holstein-Trainer Gutzeit meinte nach dem Spiel: „Wir wussten, dass es für uns schwer werden würde. Magdeburg ist auswärts stark. Wir hatten heute sehr viele Ballverluste und haben es lange Zeit nicht geschafft zu unserem Spiel zu finden, waren überhastet und verkrampft. Unsere Selbstsicherheit fehlte in einigen Situationen. Leidenschaft und Wille haben mir vor der Pause etwas gefehlt. Zum Glück kamen diese Tugenden nach dem Seitenwechsel wieder zum Tragen. In den zweiten 45 Minute hatten wir mehr Ballbesitz und auch mehr Kreativität. Letzte Woche wurde unser Fehler bestraft, heute der des Gegners. Meine Mannschaft hat eine tolle Moral gezeigt. Ein großer Dank geht auch an die Zuschauer, die waren heute fast so etwas wie der 12. Mann. Der verschossenen Elfer hatte zum Glück keine Auswirkungen. Die drei Punkte tun uns gut. Vielleicht haben wir heute den Knoten durchschlagen.“

Siegtorschütze Patrick Poggenberg meinte erleichtert: "Der Siegtreffer für uns hatte sich Mitte der zweiten Halbzeit bereits angedeutet. Es war ein verdienter Sieg für uns." Innenverteidiger Marco Steil meinte abgekämpft: "Nur der Sieg zählt. Wir wissen selber, dass es momentan nicht immer schön aussieht. Alle Mannschaften hängen sich gegen uns mächtig rein und machen uns das Leben schwer." Rafael Kazior, der kurz vor dem Ende abermals einen Strafstoß neben das Tor setzte sagte: "Es spricht für die Moral der Mannschaft, dass sie solche Spiele gewinnt. Wir snd weiter auf einem guten Weg und bleiben ganz oben dran."

Holstein Kiel: Jensen – Herrmann, Berzel, Steil, Poggenberg – Fischer (46. Chahed), Kazior – Meyer, Sykora (29. Müller), Lindner – Heider (90. Wulff)

Tor: 1:0 Poggenberg (75.)

Zuschauer: 4.108

Besonderes Vorkommnis: Kazior schießt Foulelfmeter neben das Tor (88.)

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