Holstein knüpft an grosse Tradition an

Störche tragen im Pokalfinale die historischen Trikotfarben weiß-weiß-rot

Amateurmeisterschaft 1961 und Aufstieg 1978 in weiß

Weißes Gefieder, rote Beine – so stelzen die Störche durch die Natur. Und so erwarben sich die Fußballer der KSV Holstein in den vergangenen 117 Jahren den Spitznamen „Die Störche“. Dass die KSV viele Jahrzehnte lang regelmäßig in den Trikotfarben weiß-weiß-rot aufliefen, das ist heute nur noch älteren Fangenerationen bekannt.

Hörfunk-Reporter Norman Nawe (44) hatte daher nach dem Sieg in Großaspach eine tolle Idee, die von Holstein begeistert umgesetzt wurde. Die Kieler Sportvereinigung von 1900 e.V. wird im Lotto-Pokalfinale gegen den SV Eichede am Donnerstag, den 25. Mai um 17 Uhr, in der historischen Trikot-Farbkombination weiß-weiß-rot auflaufen. Der zukünftige Zweitligist und Altmeister von der Förde möchte damit auf seine große Tradition und die Bedeutung des großen Erfolges in dieser Saison hinweisen.

„Wir haben mit dem Aufstieg einen historischen Moment erleben dürfen. Wir wollen anlässlich dieses Ereignisses an eine Tradition anknüpfen und im Lotto-Pokalfinale 2017 in den historischen weißen Holstein-Trikots antreten. 1961 wurden Holstein vor 70.000 Zuschauern in Hannover Deutscher Amateurmeister, 1978 gelang durch einen Heimsieg gegen Wacker 04 Berlin der Aufstieg in die 2. Liga Nord – beide Male trugen unsere Störche das weiße Trikot mit weißer Hose und roten Stutzen“, freut sich Geschäftsführer Wolfgang Schwenke, der sofort ein offenes Ohr für diese tolle Idee hatte.

Auch Holsteins Sportchef Ralf Becker stimmte sofort zu: „Holstein Kiel ist ein echter Traditionsverein und wenn wir gegen den SV Eichede im weiß-weiß-roten Trikot auflaufen, dann ist das gelebte Tradition.“

Bei Immo Stelzer, von 1976 bis 1986 in 296 Pflichtspielen Leistungsträger bei der KSV und Aufstiegsheld von 1978, wecken die Trikotfarben Erinnerungen: „Das ist wirklich super. Ich hoffe für die Jungs, dass die neuen Modelle etwas moderner ausfallen als unsere damals. Unsere alten Trikots waren aus Baumwolle, wenn man geschwitzt hat, trug sich das Shirt manchmal schwer wie eine Ritterrüstung.“ Und Uli Meyer, der 1961 beim 5:1-Endspielsieg gegen Siegburg 04 auf dem Rasen des Niedersachsenstadions stand und auch heute noch Dauergast im Holstein-Stadion ist, ließ durchblicken: „Das ist für uns alte Recken eine tolle Erinnerung an alte Zeiten und große Erfolge. Hoffentlich bleiben beim Anblick der Tracht meine Augen trocken.“

Aufstiegskapitän Rafael Czichos meint: „Das wird im Finale ein schönes Bild abgeben. Und wir werden in den historischen Trikotfarben sicher noch stärker aufspielen. Die Fans wird es freuen. Und ich glaube die Aufstiegshelden von 1978 werden auch angetan sein!“ 

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