"Holstein ist ein toller Verein!"

Abschied von Uwe Stöver

Der Geschäftsführer Sport der KSV Holstein sitzt am Sonnabend (13.45 Uhr) im Heimspiel gegen RW Erfurt zum letzten Mal auf der Bank der Störche. Tags darauf tritt der 49-Jährige seinen Dienst als Sportdirektor des Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern an. Ein Spiel, das auch den so erfahrenen Stöver berühren wird. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe“, sagt Stöver, der in unterschiedlichen Funktionen bereits sechs Jahre lang für die Pfälzer gearbeitet hat. „Aber ich werde eine große Träne im Auge haben. Ein toller Verein wie die KSV hat eine solche Situation nicht verdient.“ Es war schließlich eine Mischung aus sportlichen, persönlichen und privaten Gründen, die Stöver, der erst zu Jahresbeginn bei der KSV an Bord gegangen war, nach einem intensiven Abwägungsprozess dazu bewogen hatte, um eine Freigabe aus seinem Vertrag (Juni 2018) zu bitten.

„Ich finde es sehr schade, dass sich die Dinge so entwickelt haben“, sagt Roland Reime. „Mit ihm verlieren wir auf dieser Position einen absoluten Fachmann.“ Aber auch der Präsident der KSV ist überzeugt, diese Lücke mit Ralf Becker schließen zu können. Der ehemalige Chefscout des Bundesligisten VfB Stuttgart unterschrieb einen bis Juni 2019 datierten Vertrag und wird seine neue Funktion ab Anfang Juni ausüben. „Er ist gut vernetzt und hat bereits nachgewiesen, dass er über die entsprechenden Fähigkeiten verfügt“, sagt Reime. „Obwohl er noch nicht in der Endverantwortung eine solche Tätigkeit ausgeübt hat, traue ich ihm uneingeschränkt zu, sich sehr schnell einzuarbeiten.“

Der 45-jährige Becker spielte als Profi unter anderem für die Erstligisten Bayer 04 Leverkusen und den FC St. Pauli, stieg als Co-Trainer mit dem Karlsruher SC in die Bundesliga auf. Der ausgebildete Fußballlehrer, der auch ein Sportmanagement-Studium absolviert hat, freut sich auf seine neue Aufgabe. „Mein Ziel ist es, meinen Teil dazu beitragen zu können, dass der KSV der nächste Schritt gelingt“, sagt der dreifache Familienvater, der bereits in alle Abläufe und Entscheidungen seines neuen Arbeitgebers eingebunden ist.

Nach dem Abschied von Stöver führen Wolfgang Schwenke, Kaufmännischer Geschäftsführer, und Trainer Karsten Neitzel die noch ausstehenden Vertragsverhandlungen weiter, Stöver wird seinem Ex-Verein bei Bedarf in beratender Funktion zur Seite stehen. „Ich habe mit Uwe einen neuen Freund in der Fußballwelt gefunden“, sagt Schwenke. „Er hat auf herausragende Weise und mit großer Kompetenz an den strategischen Zielen des Vereins gearbeitet.“ Stöver habe in kurzer Zeit viel bewirkt, seine Aufgabe sehe er nun darin, diese sehr weitreichenden Vorarbeiten nun mit Neitzel und Becker zu vollenden. „Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam auch schon kurzfristig die Lücke schließen, die durch seinen Abschied entsteht“, sagt Schwenke.     

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