Holstein gelingt der zweite Streich

KSV steht dank 2:1-Sieg gegen den SC Freiburg im DFB-Pokalachtelfinale

Die Störche bejubeln den 2:1-Siegtreffer von David Kinsombi

Die Überraschung ist perfekt: Dank einer bärenstarken Vorstellung siegt die KSV Holstein in der zweiten Runde des DFB-Pokals am Mittwochabend vor 9361 Zuschauern im Holstein-Stadion gegen Erstligist SC Freiburg mit 2:1 (1:1). Dank der Tore von Janni Serra und David Kinsombi steht die Mannschaft von Trainer Tim Walter nun im Achtelfinale des Pokals.

Das Spiel war kaum angepfiffen, da gab es schon die kalte Dusche für die KSV: Nils Petersen hatte zu viel Platz im Zentrum und konnte so nach gerade einmal 45 Sekunden aus zehn Metern ins linke untere Eck einköpfen. Die Störche brauchten einige Minuten, um den Blitzstart der Gäste aus dem Breisgau zu verdauen, meldeten sich dann aber mit einem Distanzschuss von Kingsley Schindler, der knapp am linken Winkel vorbeistrich, im Spiel an (9.). Mit dem Führungstreffer im Rücken lauerte Freiburg auf Konter, während die Kieler das Spiel mehr und mehr an sich rissen: Schindler prüfte gleich zwei Mal aus spitzem Winkel SCF-Torwart Alexander Schwolow (15./18.), der auch Masaya Okugawas Schuss aus 22 Metern über die Latte bugsierte (25.). Die Kieler blieben druckvoll – und wurden belohnt, als Janni Serra eine Ecke per Kopf aus fünf Metern zum verdienten Ausgleich über die Linie drückte (26.). Danach war die KSV dem zweiten Treffer näher als der Sport-Club, doch Okugawa scheiterte nach feinem Schindler-Zuspiel freistehend am starken Schwolow (33.).

Die zweite Hälfte begann exakt so wie die erste: Freiburg spielte zielstrebig nach vorne, Petersen kam nach 23 Sekunden im Strafraum frei zum Abschluss, aber dieses Mal schoss der Nationalspieler knapp über das Kieler Gehäuse hinweg. Wie schon im ersten Durchgang gehörten die ersten Minuten dem Erstligisten, doch dieses Mal überstand Holstein die Freiburger Druckphase unbeschadet, um dann selber durch den agilen Okugawa zur ersten Gelegenheit nach der Pause zu kommen. Der Japaner drang in den Strafraum ein, sein Schuss wurde jedoch abgefälscht und trudelte am langen Pfosten vorbei (56.). Die Partie blieb eine auf Augenhöhe: Petersen zielte erneut zu hoch (60.), ehe er KSV-Torwart Kenneth Kronholm mit einer Volleyabnahme aus acht Metern zu einer Glanzparade zwang (63.). Auf der anderen Seite strichen eine Flanke von Okugawa (65.), ein Distanzschuss von David Kinsombi (70.) sowie ein Flachschuss von Serra (75.) jeweils nur knapp am Pfosten vorbei. Kurz darauf zielte Kinsombi dann genauer: Nach tollem Doppelpass mit Schindler schob der Kapitän aus sieben Metern ins linke Eck zum 2:1 ein (79.). Die Freiburger wollten nun natürlich den Ausgleich erzwingen, doch der eingewechselte Tim Kleindienst köpfte Kronholm direkt in die Arme (85.). Kiel verteidigte mit Mann und Maus – und konnte sich auf Torhüter Kronholm verlassen, der zunächst Petersen den Ball vom Fuß pflückte (88.), in der Schlussminute überragend Robin Kochs platzierten Schuss hielt – und Holstein damit den Einzug in die dritte Runde des DFB-Pokals sicherte.

Holstein: Kronholm - Dehm, Wahl, Schmidt, Thesker (86. Herrmann) - Meffert, Mühling, Kinsombi - Schindler, Okugawa (89. Honsak) – Serra (90. Karazor). Trainer: Walter.

Freiburg: Schwolow - P. Stenzel, Lienhart (86. Höler), Heintz, C. Günter - R. Koch, Höfler – Haberer (84. Kleindienst), Frantz (82. Ravet) - Waldschmidt - Petersen. Trainer: Streich.

Schiedsrichter: Storks (Velen) – Tore: 0:1 Petersen (1.), 1:1 Serra (26.), 2:1 Kinsombi (79.) - Zuschauer: 9361.

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