Störche ohne Glück in Berlin

Hertha BSC Berlin II - Holstein Kiel 1:0 (1:0)

Das Berliner Tor war wie vernagelt, Lindner unten wirkungslos.

Holstein Kiel kann bei Hertha BSC Berlin II nicht gewinnen. Im fünften Aufeinandertreffen der beiden Teams siegte die Bundesligareserve glücklich mit 1:0. Die einzige Torchance der Berliner nutze Djuricin in der 39. Minute zum Siegtreffer. In den letzten 20 Minuten setzten bis dahin bereits überlegene Kieler zur Schlussoffensive an. Der vermeintliche Ausgleich durch Sykora wurde wegen eines Fouls nicht gegeben (82.). Nachdem in dieser Woche alle drei Aufstiegskandidaten einmal verloren haben, kann RB Leipzig morgen mit einem Sieg wieder den aktuellen Tabellenführer Halle ablösen. Holstein verpasst den Sprung nach ganz oben und bleibt Dritter.

Gegen die Hertha-Bubis feierte Daniel Strähle sein Debüt im Kieler Gehäuse. Er vertrat den bis zum Saisonende verletzt ausfallenden Morten Jensen. Holstein-Trainer Thorsten Gutzeit schickte zum 1:0-Sieg gegen den 1. FC Magdeburg zudem Jürgensen, Müller und Chahed in die Startelf. Steil, Fischer und der am Sprunggelenk leicht angeschlagene Heider saßen auf der Bank.

Gegen die heimstarke Hertha-Reserve (drei Niederlagen in 13 Spielen im eigenen Stadion) wollte Holstein Kiel keine Zweifel aufkommen lassen, welches Team um den Aufstieg in die 3. Liga mitspielt. Die Störche attackierten die Berliner bereits früh mit hoher Laufbereitschaft. Die gut 100 mitgereisten Kieler im Amateurstadion sahen eine KSV, die Willens war, den ersten Sieg bei Hertha BSC II einzufahren. Mit guten Chancen: Lindner verzog einen Schuss aus sieben Metern nur knapp (13.). Nach guter Übersicht von Kazior setzte Sykora einen Ball aus elf Metern aus dem Rücken der Abwehr ebenfalls neben das Tor (30.). Kiels Offensivdrang konnten die Berliner häufig auf Kosten von Standards klären, die allerdings ohne Torerfolg blieben. Das bestraften die Herthaner eiskalt: Der bundesligaerfahrene Djuricin jagte einen Ball aus 22 Metern unhaltbar für Kiels Debütanten Strähle ins Netz (39.). Der 20-jährige KSV-Torwart hatte bis dahin ohne Beschäftigung das Frühlingswetter genießen können.

Holstein brauchte einen Sieg, um die Patzer der Konkurrenz aus Halle und Leipzig unter der Woche zu nutzen und so legte das Gutzeit-Team Minute für Minute nach der Pause zu. Die Hertha hielt aber aggressiv dagegen und ließ nur wenige Chancen der Kieler zu. Der letzte Pass fand nicht den eigenen Mitspieler, so wie nach einer knappen Stunde, als sich Meyer prima über links durchgesetzt hatte, aber die Flanke in der Mitte verpuffte. Die Zeit lief den Störchen davon, Trainer Gutzeit wechselte mit Heider und Wulff frische Offensivkräfte ein und nach 70 Minuten stürmte nur noch Kiel. In der 82. Minute Jubel auf Kieler Seite: Sykora hatte einen Meyer-Freistoß ins Tor geköpft. Doch Schiedsrichter Dietz hatte ein Aufstützen des Kielers gesehen. Kein Tor für Kiel, Freistoß für die Hertha-Reserve. Kiel drückte die Gastgeber bis zum Schluss in den eigenen Strafraum. Alle Mühen und der große Wille wurden allerdings nicht belohnt. Die Hertha-Bubis schaukelten das glückliche 1:0 über die Zeit 

Holstein Kiel: Strähle – Herrmann, Berzel, Jürgensen, Poggenberg – Kazior, Müller (75. Wulff)– Lindner (89. Sachs), Chahed (65. Heider), Meyer – Sykora

Tor: 1:0 Djuricin (39.)

Zuschauer: 300

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