"Heimstärke in drei Punkte ummünzen"

Sa. 13.30 Uhr Holstein Kiel - 1. FC Magdeburg

Nach der unglücklichen 0:1-Niederlage beim VfB Lübeck will Holstein Kiel am kommenden Wochenende in die Erfolgsspur zurückkehren. Der Gegner klingt verlockend. Seit knapp 400 Minuten hat der 1. FC Magdeburg keinen Treffer mehr erzielt, wartet seit zehn Spielen auf einen Dreier und hatte unter der Woche eine zusätzliche Belastung beim 0:0 Nachholspiel gegen den VFC Plauen. Unterschätzen wird die Magdeburger in Kiel allerdings keiner. Im Gegenteil, Holstein-Trainer Thorsten Gutzeit nimmt seine Mannschaft in die Pflicht.

0:0 vor 2.400 Fans in der heimischen Arena. Wieder ein Spiel des 1. FC Magdeburg ohne geschossenen Treffer. Bereits das zwölfte der Saison – eine erschreckende Bilanz, wie auch ein frustrierter Trainer Ronny Thielemann weiß: „In der Offensive liegen unsere Probleme – auch wenn insgesamt eine positive Entwicklung zu erkennen ist.  Gegen Plauen haben wir versucht, Fußball zu spielen.“ Allerdings zählen im Fußball nur Tore und im Winter hatten die Elbstädter drei Argumente fürs Toreschießen verpflichtet. Vom Ligakonkurrenten SV Wilhelmshaven kam Patrick Bärje, gar aus der 2. Bundesliga wurden Marco Kurth und Velimir Jovanovic von Energie Cottbus geholt. „Velimir war unser Wunschkandidat für den Angriff. Er wird den Konkurrenzkampf zusätzlich anheizen und mit seiner Spielweise die Qualität im Kader anheben", freute sich Ronny Thielemann über den Neuzugang. Auf eine Bestätigung der Vorschusslorbeeren hofft der FCM-Trainer im Spiel gegen Kiel.

“Kampf, Körper, Wille, Einsatz, Teamgeist“

Auch an der Förde ist man unter Zugzwang. „Gegen Magdeburg gilt es, unsere Heimstärke wieder in drei Punkte umzumünzen. Nach dem Spiel in Lübeck  wollen wir keinen Zweifel an unseren Stärken aufkommen lassen. Wichtig ist, am Sonnabend selbstbewusst und entschlossen aufzutreten: Kampf, Körper, Wille, Einsatz, Teamgeist“, nimmt Trainer Thorsten Gutzeit seine Schützlinge in die Pflicht. Neben dem Langzeitverletzen Tim Siedschlag (Kreuzband) wird auch Fabian Wetter definitiv ausfallen, der unter der Woche erfolgreich an der vorderen Kieferhöhlenwand operiert wurde. Der 22-Jährige wird voraussichtlich nächste Woche mit einer Spezialmaske wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren.

Ohne Wetter, mit Herrmann und Sykora

Mit einem ähnlichen Schutz wird am Samstag Patrick Herrmann trotz gebrochener Nase auflaufen können. Auch Fiete Sykora, der aus dem Lübeck-Spiel eine leichte Wadenprellung mitgenommen hatte wird am Samstag zur Verfügung stehen. Als Alternative für Fabian Wetter ist Dan Patrick Poggenberg für eine Rückkehr in die Startelf bereit, die sich nach Trainer Gutzeit wieder als absolute Einheit präsentieren soll: „Ich erwarte eine deutliche Körpersprache meiner Mannschaft und müssen auch Nehmerqualitäten zeigen, den Fight annehmen, denn momentan gehen die Gegner sehr rustikal gegen uns zur Sache. Wir müssen den Kampf annehmen, dürfen uns nicht von unserem Weg abbringen lassen. Es muss brennen!“ Anstoß ist am Samstag um 13.30 Uhr im Holstein-Stadion.

 

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