Hamburg, zweiter Teil: KSV trifft auf Pauli

Störche treffen am Sonntag (13.30 Uhr) am Millerntor auf die Mannschaft der Stunde

Ausverkauftes Haus beim Nord-Derby.
Ausverkauftes Haus beim Nord-Derby.

Der FC St. Pauli ist in der 2. Fußball-Bundesliga die Mannschaft der Stunde: Das Team von Markus Kauczinski hat in den vergangenen fünf Spielen 13 Punkte eingesammelt, meist siegten die Kiezkicker durch Tore in allerletzter Minute. Auch die KSV Holstein hat entsprechende Erfahrungen mit den Hamburgern gemacht. In der vergangenen Saison unterlag sie nach einer 2:1-Führung am ausverkauften Millerntor noch spät und unglücklich mit 2:3. In Hamburg hat das Team von Tim Walter in dieser Spielzeit allerdings schon gute Erfahrungen gemacht, gelang doch zum Saisonstart ein 3:0-Erfolg beim HSV. Der Gastgeber ist mit 19 Punkten derzeit Tabellenvierter, die KSV liegt auf Platz zwölf (13), die Partie ist ausverkauft. Aus Kiel werden rund 2900 Fans erwartet. 

Tim Walter zu den Störchen: Es stimmt, wir haben von den letzten sechs Spielen nur eins gewonnen. Aber mich interessieren Statistiken grundsätzlich nicht. In Berlin hätten wir einen Dreier verdient gehabt, in Aue haben wir geführt und auch die erste Halbzeit in Fürth war gut – es hat auch in diesen Spielen, obwohl wir sie verloren haben, viele Aspekte gegeben, die mich zuversichtlich stimmen, dass wir beim FC St. Pauli drei Punkte mitnehmen werden. Wir freuen uns alle auf Hamburg, das wird ein geiles Erlebnis. So wie die Partie beim HSV. Die Unterstützung unserer Fans, auswärts und zu Hause, ist einfach großartig. Sie werden auch am Sonntag ihren Teil dazu beitragen, dass die Kulisse toll werden wird.

Walter zu Pauli: Eine Mannschaft, die sehr tief steht, schnell umschaltet und im Spiel nach vorne eine hohe Qualität hat. Bei Standards ist Pauli extrem effektiv, da müssen wir aufpassen.

Jannik Dehm: Wir haben eine tolle Trainingswoche hinter uns und sind alle heiß auf dieses Derby. Toll, dass uns so viele Fans unterstützen werden. Wir werden alles dafür geben, um sie glücklich zu machen. Pauli ist eine Mannschaft, die bei Standards sehr gefährlich ist, aber wir haben noch kein Gegentor durch einen Standard kassiert. Stehen wir defensiv so gut wie Köln, bin ich optimistisch, dass wir das Spiel gewinnen werden.

Personelle Situation: Kingsley Schindler steht, nach seiner Gelb-Roten Karte in Aue für das Spiel gegen den 1. FC Köln gesperrt, wieder zur Verfügung. Fehlen wird weiterhin Aaron Seydel (Fersenreizung), Fragezeichen stehen hinter Jae Sung Lee (Innenbanddehnung) und Mathias Honsak, der nach seinem in Berlin erlittenen Armbruch wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt ist.

Die bisherigen Begegnungen: In der vergangenen Spielzeit verloren die Störche beide Spiele gegen Pauli. Vor der 2:3-Niederlage in Hamburg hatte die KSV auch das Heimspiel mit 0:1 verloren. Zuvor trafen die beiden Nordklubs in der Regionalliga Nord aufeinander. Im April 2007 verlor die KSV das letzte Duell in dieser Spielklasse mit 0:2, im Tor der Kiezkicker stand damals Patrik Borger. Der aktuelle Torwarttrainer der Störche trug von 2005 bis 2010 das Pauli-Trikot, stieg mit den Hamburgern aus der Regionalliga in die Bundesliga auf. Insgesamt trafen die Vereine seit 1949 (Oberliga Nord) 24 Mal aufeinander, die Bilanz ist aus Kieler Sicht negativ: Sechs Siege, fünf Remis, 13 Niederlagen.

Medieninfo: Sky überträgt live, der Multimedialiveticker der KSV (http://liveticker.holstein-kiel.de) liefert ab 13 Uhr alles Wissenswerte rund um das Spiel, ab 13.30 Uhr dann aktuelle Zwischenstände, Fotos und Interviews. Medienpartner R.SH schaltet immer wieder live ans Millerntor.

Faninfos: Mit dem Auto, von der A7: Ausfahrt Hamburg-Bahrenfeld. Über die Von-Sauer-Straße auf die Bahrenfelder Chaussee (ca. 1,2 km). Über die Stresemannstraße auf den Neuen Pferdemarkt (ca. 3 km), weiter auf die Budapester Straße bis zum Millerntor-Stadion (ca. 700 Meter).

Von der A1: Ausfahrt Centrum. Von der Billhorner Brückenstraße Richtung Zentrum über die Amsinckstraße und beim ADAC links durch den Deichtortunnel (ca. 2,2 km). Geradeaus auf die Willy-Brandt-Straße, die in die Ludwig-Erhard-Straße übergeht (2,4 km). Rechts halten über den Millerntordamm, auf die Budapester Straße bis zum Millerntor-Stadion (600 m).

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Vom Hauptbahnhof mit der U-Bahn-Linie 3, Richtung Schlump-Barmbek bis zur Haltestelle St. Pauli fahren (Fahrzeit: neun Minuten). Die Buslinien 36 und 112 halten ebenfalls am Bahnhof St. Pauli. Vom Bahnhof St. Pauli bis zum Millerntor-Stadion sind es ca. drei Minuten Fußweg.

Tipp: Aufgrund des kürzeren Weges zum Gäste-Block auf der Nordtribüne nicht an der U-Bahn-Haltestelle St. Pauli, sondern an der U-Bahn-Haltestelle Feldstraße auszusteigen.

Parken: Als kostenpflichtiger Parkplatz steht das direkt ans Millerntor-Stadion angrenzende Heiligengeistfeld zur Verfügung.

Trikot: In den Heimbereichen des FC St. Pauli ist das Tragen von KSV-Farben verboten. 

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