Härtetest für die KSV in Fürth

SpVgg Greuther Fürth - KSV Holstein, Sonnabend, 13 Uhr, Sportpark am Ronhof

In der vergangenen Saison erkämpften Kingsley Schindler & Co einen Punkt beim 0:0 in Fürth.

Nach der Länderspielpause wartet auf die KSV Holstein gleich eine hohe Hürde: Gastgeber am 5. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga ist am Sonnabend (13 Uhr) die SpVgg Greuther Fürth, die einen ähnlich guten  Start in die neue Saison erwischt hat. Beide Vereine sind noch ungeschlagen, lediglich das Torverhältnis macht aus den Störchen den Tabellendritten (beide acht Punkte) und aus den Franken die Nummer fünf. In der vergangenen Spielzeit ersparten sich die Franken nur aufgrund des besseren Torverhältnisses (-11/-14) die Abstiegsrelegation, die dann Erzgebirge Aue (beide 40 Punkte) bestreiten musste. Aber heimstark war das seit einem Jahr von Damir Buric betreute Team schon damals: In der Heimtabelle belegte die SpVgg mit 31 Punkten den dritten Rang, nur auswärts (neun) war Fürth zumeist leichtere Kost.

Tim Walter über die Störche: Es war wichtig, dass die Spieler nach den Belastungen der vergangenen Wochen einmal den Kopf freibekommen haben. Es ist im Training zu sehen, dass sie total erholt und mit Spaß bei der Sache sind.

Walter über Fürth: Eine kompakte Mannschaft, die aus einer geordneten Defensive zügig umschaltet. Fürth hat schnelle Stürmer, die mit viel Wucht angreifen, wir werden von der ersten Sekunde an hellwach sein müssen.

Personelle Situation: Die Nationalspieler Jae Sung Lee, Aaron Seydel, Janni Serra und Mathias Honsak sind von ihren Länderspielreisen zurück, allerdings brachte Seydel eine Fersenverletzung vom U21-Länderspiel mit und wird in Fürth fehlen. Hinter dem Einsatz von Dominik Schmidt (grippaler Infekt) steht ein Fragezeichen. Sonst kann Tim Walter aus dem Vollen schöpfen.

Bisherige Duelle: Die Vereine trafen bislang lediglich dreimal aufeinander, unvergessen wird auf jeden Fall die zweite Partie bleiben. Warum? Mit dem 3:1-Erfolg im Heimspiel gegen die Franken feierte die KSV ihren ersten Sieg in der 2. Bundesliga nach 36-jähriger Abstinenz. Zuvor hatten die Störchen 2:2 gegen den SV Sandhausen gespielt und bei Union Berlin in einem turbulenten Spiel mit 3:4 verloren. Vor knapp 9000 Zuschauern ging das seinerzeit noch von Janos Radoki trainierte Team durch Jürgen Gjasula (12.) mit 1:0 in Führung, doch Marvin Ducksch, Dominik Schmidt und Dominick Drexler drehten den Spieß noch um. Das Rückspiel endete torlos. Und das dritte Spiel? Dafür muss in den Geschichtsbüchern lange geblättert werden: Im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft unterlag die KSV am 6. Juni 1926 vor 16.000 Zuschauern in Fürth mit 1:3. Die Kleeblätter gewannen auch das Finale (4:1 gegen Hertha BSC) und holten sich zum zweiten Mal nach 1914 die Victoria in ihre Vereinsvitrine.

Medieninfo: Sky überträgt live, der Multimedialiveticker der KSV (http://liveticker.holstein-kiel.de) liefert ab 12.30 Uhr alles Wissenswerte rund um das Spiel, ab 13.00 Uhr dann aktuelle Zwischenstände, Fotos und Interviews. Medienpartner R.SH schaltet immer wieder live in den Fürther Ronhof.

Faninfo: Wer mit dem Auto anreist, gibt Laubenweg 60 in 90765 Fürth im Navi ein, die Fahrtzeit beträgt 7,5 Stunden. Für Gästefans steht der Parkplatz der Firma Ikea, der über die Ausfahrt Fürth-Poppenreuth (A73) erreichbar ist. Mit der Bahn: Ab Hauptbahnhof mit den Linien 173, 174 oder 177 bis zur Haltestelle „Friedhof“. Von dort kurzer Fußweg in den Laubenweg. Die Tickets kosten 14 Euro (Stehplatz, ermäßigt 11,50) bzw. 25 Euro (Sitzplatz).   

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