Aluminium verhindert Störche-Sieg

Goslarer SC - Holstein Kiel 1:1 (1:0)

Alleine der Kieler Andy Hebler scheiterte zweimal am Aluminium

Holstein Kiel im Pech – nach drei Aluminiumtreffern endete das Gastspiel der Störche in Goslar 1:1. Vor 1.600 Zuschauern hatte Mezan Moslehe den Golsarer SC mit der ersten Chance in Führung gebracht (40.). Der Torschütze legte unmittelbar nach der Pause Marc Heider im Strafraum, Andy Hebler verwandelte den fälligen Foulelfmeter zum Ausgleich (48.). Trotz der Kieler Offensivbemühungen gelang es den Gastgebern, das Unentschieden über die Zeit zu retten. Trotz de Unentschiedens bleibt Holstein Kiel vorerst Tabellenführer der Regionalliga Nord.

Mit einer Veränderung begannen die Störche bei den Harzern: Andy Hebler begann für Tim Siedschlag auf der Außenbahn.

Bei ihrem ersten Auftritt in der S-Arena dürften sich die Kieler Störche gleich wohlgefühlt haben. Lautstark feuerten die knapp 300 mitgereisten Holstein-Fans ihr Team an. Die Störche fanden besser ins Spiel und hatte die erste Möglichkeit: Flanke Marc Heider, Kopfball Andy Hebler, doch die Latte verhinderte die frühe Kieler Führung (11.). Auch Marcel Schied machte es nicht besser. Nach Vorlage von Casper Johansen verzog Kiels Torjäger deutlich (20.). Goslar wirkte defensiv stabil, doch dafür fehlten jegliche Offensivaktionen. Wurde es gefährlich, war es Kiel: Nach einer halben Stunde hatte erneut Hebler gute Gelegenheiten, doch seine beiden Schüsse gingen über bzw. neben das Tor. Mitten in die Drangphase der Kieler schockten die Gastgeber das Gutzeit-Team. Mezan Moslehe schaltete nach einem Angriff über die linke Goslarer Seite am schnellsten und zog präzise ins lange Eck ab (40.) – Steve Müller abgehängt, Morten Jensen ohne Chance. Kiels Antwort folgte postwendend: Johansen legte auf den besser postierten Hebler, der GSC-Schlussmann Lauenstein keine Chance ließ, aber am Innenpfosten scheiterte (44.). Das wäre die passende Antwort kurz vor der Pause gewesen. So ging es mit dem 1:0 für den Goslarer SC in die Kabinen.

Eben noch gejubelt, kurz nach Wiederanpfiff gepatzt: GSC-Torschütze Moslehe streckte den durchgebrochenen Heider im Strafraum nieder. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte der bis dahin starke aber glücklose Hebler zum verdienten Ausgleich (48.). Und die Störche blieben gefährlich.  Johansen wurde von Schied optimal bedient, doch der Däne scheiterte aus kurzer Distanz am stark reagierenden Lauenstein (53.). Beide Mannschaften neutralisierten sich darauf, bis Holstein zur Schlussoffensive blies. Erst wurde ein Schuss des eingewechselten Fiete Sykora zur Ecke geklärt. Diese köpfte Fabian Wetter an die Latte – zum dritten Mal klärte das Aluminium für die Gastgeber, was für ein Pech für Holstein! Während Kiel auf den Sieg drängte, kamen die Gastgeber nur durch Befreiungsschläge zum Durchatmen und wollten den Punkt gegen den Aufstiegskandidaten Kiel sichern. Was ihnen schließlich auch gelang.

Stimmen nach dem Spiel

Marcel Schied sagte kurz und knapp: „Wir hätten einfach noch ein Ding machen müssen.“ 

Holstein-Trainer Thorsten Gutzeit meinte nach Spiel: „Wir hatten genug Chancen, um heute die drei Zähler mit zu nehmen, aber Goslar hat uns mit einem Kontertor schmerzhaft getroffen.“

SC-Trainer Frank Eulberg sagte nach dem Schlusspfiff erleichtert: „Das ist ein herausragendes Ergebnis für uns, damit kann ich sehr gut leben. Gegen eine Truppe wie Kiel zu punkten, einfach toll.“ 

Holstein Kiel: Jensen – Herrmann, Aust (83. Siedschlag), Müller, Wetter – Krause, Kazior – Heider (69. Sykora), Johansen, Hebler – Schied (83. Hartmann).

Schiedsrichter: Krohn (Hamburg)

Tore: 1:0 Moslehe (40.), 1:1 Hebler (48., Foulelfmeter)

Zuschauer: 1.469

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