Fürth setzt auf einen neuen Trainer

Holstein-Gast beendete mit Stefan Leitl am vergangenen Spieltag seine Durststrecke

Fabian Reese, hier im Duell mit Atakan Karazor, stammt aus dem Nachwuchs von Holstein Kiel.
Fabian Reese, hier im Duell mit Atakan Karazor, stammt aus dem Nachwuchs von Holstein Kiel.

Neuer Trainer, erster Sieg: Mit Stefan Leitl beendete die SpVgg Greuther Fürth am vergangenen Spieltag durch einen 1:0-Erfolg gegen den MSV Duisburg ihren Tiefflug. Zuvor hatten die Franken in sechs Spielen nur einen Punkt verbuchen können, nicht ein Tor geschossen, aber 18 kassiert. Der Verein trennte sich anschließend von Trainer Damir Buric und verpflichtete Leitl, der zuletzt beim FC Ingolstadt in gleicher Funktion tätig gewesen war. Fürth ist Elfter (27 Punkte), das Team von Tim Walter liegt vor dem zweiten Heimspiel des Jahres (Sonntag, 13.30 Uhr) mit 35 Punkten auf Platz sechs.

KSV-Trainer Tim Walter über die Störche: Ich bin über die Art und Weise, wie wir Fußball spielen, sehr stolz. Wir sind ein gutes Team, hören einander zu und versuchen, gemeinsam etwas zu erarbeiten und Gegner daraufhin zu bespielen.

Walter über Fürth: Ich erwarte einen Gegner, der viel mit langen Bällen agieren wird und auf zweite Bälle setzt. Sie werden versuchen, uns unter Druck zu setzen, und wir müssen mit unserem Spiel dagegenhalten. Wir wollen unsere Tore erzielen, was uns in den letzten beiden Spielen nicht so gut gelungen ist.

Dominik Schmidt über die Störche: Wir wollen drei Punkte holen. Dafür müssen wir allerdings im Abschluss erfolgreicher sein als in den letzten Wochen. Natürlich ist es nicht schön, wenn sich Kollegen verletzen. Aber unser Kader ist groß und breit genug, um das zu kompensieren. So können sich andere Jungs zeigen. Wir haben ein gutes Klima in der Mannschaft, halten als Team zusammen und haben schon viele schwierige Situationen in dieser Saison gemeistert. Wenn wir unsere Leistung auf den Platz bringen, sind wir eine schwer zu bespielende Mannschaft.

Personelle Situation: Neben David Kinsombi (Schienbeinbruch), Aaron Seydel (Fersenreizung), Kingsley Schindler (Außenbandriss) und Masaya Okugawa (Muskelfaserriss) wird auch Alexander Mühling fehlen. Der Mittelfeldspieler kassierte beim 1:1 gegen den 1. FC Magdeburg seine fünfte Gelbe Karte. Jae Sung Lee (Infekt) und Laszlo Benes (Knöchelprellung) mussten zwischenzeitlich pausieren, steigen aber am Samstag wieder ins Training ein.

Hinspiel: Das ist in Kiel unvergessen geblieben, kassierte die KSV doch im Ronhof die höchste Saisonniederlage (1:4). Ungeschlagen in der Liga, mit einem 3:1-Erfolg gegen den TSV 1860 München in den DFB-Pokal gestartet – mit viel Rückenwind flogen die Störche ins Frankenland, um nach einer vernünftigen ersten Halbzeit in der zweiten Schiffbruch zu erleiden. Daniel Keita-Ruel (2), Yosuke Ideguchi und Julian Green trafen für die SpVgg, Benjamin Girth übernahm die Ergebniskosmetik, mehr war an diesem Tag für die KSV nicht drin.

Bisherige Duelle: Die gemeinsame Vergangenheit der beiden Vereine ist taufrisch, aber auch schon sehr alt. In der vergangenen Saison feierte die KSV im Heimspiel gegen Fürth (3:1) ihren ersten Sieg als Zweitligist, im Rückspiel teilten sich die Vereine die Punkte (0:0). In dieser Spielzeit haben die Franken mit einem 4:1-Sieg die Nase vorn. Vor der gemeinsamen Zweitliga-Historie waren die Vereine sich lediglich im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft begegnet. Tatort war seinerzeit, am 6. Juni 1926, Düsseldorf gewesen. Gegner war mit der SpVgg Fürth noch das Vorgängermodell gewesen. Vor 16.000 Zuschauern gewannen die Kleeblätter mit 3:1 und holten sich mit einem 4:1-Erfolg über Hertha BSC zum zweiten Mal nach 1914 die Victoria in die Vereinsvitrine.

Medieninfo: Sky überträgt live, der Multimedialiveticker der KSV (http://liveticker.holstein-kiel.de) liefert ab 13 Uhr alles Wissenswerte rund um das Spiel, ab 13.30 Uhr dann aktuelle Zwischenstände, Fotos und Interviews. Medienpartner R.SH schaltet immer wieder live ins Holstein-Stadion.

Fan-Info: Seit Saisonbeginn bietet die KVG mit der Buslinie 91S einen neuen Service an. Im 15-Minuten-Takt fährt der Bus vom Hauptbahnhof direkt zum Stadion und zwei Stunden nach Abpfiff von der neuen Haltestelle am Westring im gleichen Rhythmus wieder zurück.

Und: Das Parkhaus in der Fraunhoferstraße im Wissenschaftszentrum bietet einen speziellen Holstein-Tarif an. Ab 90 Minuten vor dem Anpfiff und bis zu zwei Stunden nach dem Abpfiff können die Zuschauer der Holstein-Heimspiele dort für fünf Euro parken. Der gleiche Tarif gilt auch im Parkhaus des RBZ.Wirtschaft (Westring 444).

Und II: Alle Besitzer von Ermäßigungskarten werden gebeten, die entsprechenden Nachweise mitzubringen. Fehlen diese, muss die Karte, gegen eine Gebühr von 2 Euro + Zahlung des Differenzbetrags, in eine Vollzahler-Karte gewandelt werden.

Und III: Die LED-Tafel, zuletzt auf einem LKW-Hänger in der Ostkurve untergebracht, hat unter dem Dach der Westtribüne eine neue Heimat gefunden. In das Dach der Osttribüne wird eine weitere integriert werden.

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