Fetsch sichert Halbfinalticket

LOTTO-Pokalviertelfinale: ETSV Weiche - Holstein Kiel 0:2 (0:1)

Trainer Ole Werner ballt die Siegerfaust. Foto: ts

Holstein Kiel steht im Halbfinale des SHFV-LOTTO-Pokal. Beim ETSV Weiche gewannen die Störche mit 2:0. Nach der Freistellung von Trainer Karsten Neitzel präsentierten sich die Drittligakicker unter Interimscoach Ole Werner abgezockt. Das Ticket für die nächste Runde sicherte Mathias Fetsch per Doppelpack (42., 74.). Im Halbfinale müssen die Störche nach Lübeck. Ein Termin steht noch nicht fest.

Interimscoach Ole Werner brachte mit Dominik Schmidt, Rafael Czichos und Tim Siedschlag zur 0:1-Niederlage bei Fortuna Köln drei neue Spieler in die Startelf und ließ die Störche mit einem 4-3-3 statt dem Neitzelschen 4-4-2 agieren.

Zunächst war kaum ein Klassenunterschied zwischen dem Regionallisten und den ligahöheren Störchen erkennbar. Die spielerische Reife der Kieler machten die Flensburger mit Willen wett.  Auf Torchancen mussten die Zuschauer warten. Alexander Bieler verzog aus 17 Metern (23.). Nach einer halben Stunde übernahm die KSV das Kommando und traf nach dem bis dato besten Spielzug über Tim Siedschlag und Steven Lewerenz durch Mathias Fetsch (42.) zur 1:0-Pausenführung.

Nach dem Seitenwechsel kontrollierten die Gäste weiter das Geschehen, mussten aber eine Schrecksekunde nach einem Außenpfostentreffer durch KSV-Leihgabe René Guder verkraften (69.). Das gelang gut, denn postwendend wurde Steven Lewerenz irregulär durch die zweite Leihgabe Finn Wirlmann am 2:0 gehindert. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Mathias Fetsch sicher zum 2:0-Endstand (74.). Die verbleibende Zeit spielten die Störche souverän von der Uhr und feierten den Einzug ins Halbfinale.

Stimmen nach dem Spiel

Mathias Fetsch: „Es ist immer schön, Tore zu machen und der Mannschaft zu helfen. Es war heute Pflichtaufgabe, hier weiter zu kommen. Wir haben Charakter gezeigt, das Spiel angenommen und auch verdient gewonnen.“

Niklas Hoheneder: „Wir haben uns schwer getan, immer wieder war Flensburg giftig und hätten auch das eine Tor verdient gehabt. Wir haben aus drei Chancen zwei Tore gemacht und das war letztlich der Unterschied,“

Kenneth Kronholm: „Wir haben unsere Aufgabe erfüllt. Der Trainer hat uns sehr gut eingestellt und wir haben es mit Ausnahme des Pfostentreffers von René Guder gut umgesetzt.“

KSV-Trainer Ole Werner: „Wir fahren hier nicht weg und sagen, dass wir in der kommenden Woche nichts zu tun haben. Aber was wir uns vorgenommen haben, das haben wir gemacht. Wir waren mutig in den eigenen Aktionen. In einem Pokalspiel lautet der Auftrag: weiterkommen. Das ist uns gelungen.“

ETSV-Trainer Daniel Jurgeleit: „Wir haben es gut gemacht, wenige Chancen zugelassen und punktuell Möglichkeiten gehabt. Wir wollten Unsicherheiten von Holstein ausnutzen, was nur funktioniert, wenn man ein positives Ergebnis hat. Das hat sich mit der Führung der Kieler kurz vor der Pause erledigt. In der zweiten Halbzeit haben wir es trotz des Rückstands weiter gut gemacht und hatten ein große Gelegenheit zum Ausgleich. Leider haben wir aber postwendend nach der nicht genutzten Chance das 0:2 hinnehmen müssen. Insgesamt haben wir uns hier ordentlich präsentiert.“

Spielinfo

Holstein Kiel: Kronholm – Schindler, Hoheneder, Schmidt, Czichos – Siedschlag, Nyarko, Bieler (67. Dürholtz) – Lewerenz, Fetsch (78. Sané), Drexler (90. Harder). Trainer Werner
Schiedsrichter: Göttsch (Gering)
Tore: 0:1 Fetsch (42.), 0:2 Fetsch (74., Foulelfmeter)
Zuschauer: 1.052

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