Fans heiß auf die neue Saison

Störche starten gegen Unterhaching

Der Ball rollt endlich wieder im Holstein-Stadion

Am Wochenende geht es los: In der 3. Liga startet mit der Saison 2014/2015 die siebte Spielzeit seit der Einführung zur Spielzeit 2008/2009.

Mit dem Halleschen FC trifft am Samstag (ab 14 Uhr) ein Geheimtipp auf den Chemnitzer FC. Bei der Trainerumfrage von DFB.de hatten immerhin drei Experten die Hallenser auf dem Zettel. HFC-Trainer Sven Köhler, bereits seit 2007 im Amt, will "Rang neun aus der Vorsaison verbessern". Die Partie wird vor großer Kulisse über die Bühne gehen. Halle stellte mit über 2500 verkauften Dauerkarten einen Rekord auf und auch die Karten für den Gästeblock waren in Chemnitz schnell vergriffen. Das MDR Fernsehen berichtet live, außerdem gibt es einen Livestream auf MDR.de.

Karsten Heine, Trainer der Chemnitzer, kann personell nicht aus dem Vollen schöpfen. Wegen eines Kreuzbandrisses steht Torhüter Felix Junghan nicht zur Verfügung. Die CFC-Mannschaft wird von Anton Fink, dem Rekordtorschützen der 3. Liga (69 Treffer), auf das Feld geführt. In der abgelaufenen Saison konnte Chemnitz kein Duell mit Halle für sich entscheiden (1:2/1:1).

Mitfavorit Wehen Wiesbaden startet mit Heimspiel

Mit einem Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers startet der Mitfavorit SV Wehen Wiesbaden in die Saison. Hinter Zweitliga-Absteiger Arminia Bielefeld (14 Nennungen) entfielen bei der DFB.de-Trainerumfrage die zweitmeisten Stimmen (13) auf die Hessen. "Die Vorfreude, dass es endlich losgeht, wächst mit jedem Tag", so SVWW-Cheftrainer Marc Kienle, der in den vergangenen Tagen auch Robert Müller (nach Rückenproblemen) und Marco Königs (nach Fußprellung) wieder im Mannschaftstraining begrüßen konnte. Die Kickers mussten sich bei ihrer Generalprobe für den Saisonstart gegen den Südwest-Regionalligisten Eintracht Trier 2:3 geschlagen geben.

Mit gleich zwei ehemaligen Nationalspielern an der Seitenlinie nimmt die SpVgg Unterhaching das Unternehmen Klassenverbleib und das erste Spiel bei Holstein Kiel in Angriff. Cheftrainer Christian Ziege wird seit wenigen Tagen von Christian Wörns als Co-Trainer unterstützt. Holstein-Trainer Karsten Neitzel, der Platz 16 aus der Aufstiegssaison verbessern will, erwartet von seiner Mannschaft im Duell mit den Bayern viel Flexibilität: "Wir haben gesehen, dass die Hachinger Mannschaft sehr variabel agiert. Die SpVgg spielt einen etwas anderen Fußball als die restlichen Drittligisten. Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie variabel darauf reagiert."

Premiere für Alexander Schmidt mit Regensburg

Gleich zwei Premieren auf den Trainerbänken gibt es beim Aufeinandertreffen zwischen dem SSV Jahn Regensburg und dem MSV Duisburg. Sowohl für SSV-Trainer Alexander Schmidt als auch für MSV-Trainer Gino Lettieri ist es das erste Spiel mit ihrem neuen Verein. Die Bilanz spricht für die "Zebras", die von bisher sechs Meisterschaftsvergleichen drei für sich entscheiden konnten. Zweimal gab es ein Remis, einmal siegte Regensburg. Duisburg tankte im abschließenden Test vor dem Ligastart gegen den deutschen Rekordmeister FC Bayern München (1:1) Selbstvertrauen.

Vor dem ersten Drittliga-Spiel überhaupt steht der Aufsteiger FSV Mainz 05 II, der mit Zweitliga-Absteiger Arminia Bielefeld den Top-Favoriten auf einen der Aufstiegsplätze empfängt. "Danach wissen wir gleich, wo wir stehen", sagte FSV-Trainer Martin Schmidt im Gespräch mit DFB.de. Die von Norbert Meier trainierten Gäste müssen ohne Mittelfeldspieler Tom Schütz auskommen, der wegen einer Meniskusverletzung mehrere Wochen ausfällt. Er verpasst damit das erste Duell zwischen der Mainzer Reserve und der Arminia in der Geschichte beider Vereine.

Gründungsmitglied Erfurt gegen die BVB-Reserve gefordert

Neben der SpVgg Unterhaching sind nur noch der VfB Stuttgart II und Rot-Weiß Erfurt seit der Gründung der 3. Liga ununterbrochen dabei. Für die Erfurter von Trainer Walter Kogler beginnt die siebte Drittliga-Spielzeit mit der Partie gegen die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund. Im direkten Vergleich liegt Erfurt nach sechs Duellen in der 3. Liga mit vier Siegen vorn. Die BVB-Reserve gewann zweimal. Kogler kann nicht mit Verteidiger Luka Odak planen, dessen Leistenprobleme keinen Einsatz zulassen.

Der VfB Stuttgart II muss zunächst auswärts antreten und bekommt es mit dem Zweitliga-Absteiger Dynamo Dresden zu tun. Jürgen Kramny, Trainer der Schwaben, kann nicht auf Offensivspieler Erich Berko (Kreuzbandriss) zurückgreifen. Bei Dynamo gibt der neue Cheftrainer Stefan Böger seinen Einstand bei einem Punktspiel. "Unser Ziel ist es, von Beginn an in der oberen Tabellenhälfte zu sein. Vor allem aber wollen wir unsere Fans nach dem Abstieg mit einer leidenschaftlichen und mutigen Spielweise wieder für uns gewinnen", sagte der 48-Jährige zu DFB.de.

Eröffnungsspiel zwischen Osnabrück und Cottbus

Im Mittelpunkt des 1. Spieltages steht das Eröffnungsspiel zwischen dem VfL Osnabrück und dem FC Energie Cottbus am Samstag (ab 18 Uhr). Das ARD Fernsehen überträgt die Begegnung zwischen den Niedersachsen und dem Zweitliga-Absteiger live. "Es werden zwei Teams auf dem Platz stehen, die sich erst finden müssen. Da können Kleinigkeiten ausschlaggebend sein. Wenn die Kulisse stimmt, kann ein Duell zweier solcher Traditionsvereine zu einem Leckerbissen werden", so VfL-Trainer Maik Walpurgis im Gespräch mit DFB.de. Der VfL erwartet rund 10.000 Besucher.

Für den neuen FCE-Trainer Stefan Krämer ist der Auftritt in Osnabrück das erste Meisterschaftsspiel mit den Lausitzern, die auf dem Transfermarkt am aktivsten waren. 20 Zugänge und 24 Abgänge bedeuteten den jeweiligen Höchstwert unter allen Drittligisten.

Münster ohne Amaury Bischoff gegen Rostock

Knapp 11.000 Zuschauer erwartet der SC Preußen Münster am Sonntag (ab 14 Uhr) zum Auftaktspiel gegen den FC Hansa Rostock. SCP-Trainer Ralf Loose muss dabei Stürmer Amaury Bischoff ersetzen, der wegen einer Roten Karte aus der Vorsaison noch gesperrt ist. "Rostock ist gleich eine harte Nuss", so Loose im Gespräch mit DFB.de. "Gewisse Automatismen müssen sich bei uns erst noch einspielen. Es geht deshalb erst einmal darum, über den Kampf ins Spiel zu finden." Hansa-Trainer Peter Vollmann steht vor seiner zweiten Amtszeit bei den Hansestädtern. Im Preußen-Stadion kennt er sich gut aus. Zwischen 1996 und 1998 sowie in der Saison 2002/2003 war er Trainer der Adlerträger.

Zeitgleich stehen sich mit der SG Sonnenhof Großaspach und Fortuna Köln zwei Aufsteiger gegenüber, die noch nie ein Spiel in der 3. Liga und gegeneinander bestritten haben. "Wir werden alles daran setzen, den Klassenverbleib zu schaffen. Viele Spieler haben bisher nur in der Regionalliga gespielt und müssen sich erst einmal anpassen", sagt Fortuna-Trainer Uwe Koschinat zur Zielsetzung. Auch bei der SGS ist die Vorfreude auf die neue Liga groß. "Der Drittliga-Aufstieg hat eine Euphoriewelle ausgelöst, das Interesse an der SG Sonnenhof ist groß", so SGS-Trainer Rüdiger Rehm.

[mspw]

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