Erst ManCity, jetzt Holstein

Interview mit Stuttgarts Trainer Alexander Zorniger

Am vergangenen Wochenende bezwang der VfB Stuttgart das englische Millionen-Team Manchester City, am Sonnabend um 20.30 Uhr geht es für den Bundesligisten im DFB-Pokal beim „Underdog“ aus Kiel um dem Einzug in die 2. Runde. Wir sprachen mit dem neuen Schwaben-Coach Alexander Zorniger.

KSV: Herr Zorniger, was war für Sie das Wichtigste in den ersten Wochen Ihrer Tätigkeit beim VfB Stuttgart?
Alexander Zorniger: Es ging zum einen darum, die Mannschaft kennenzulernen. Und natürlich haben wir uns von Anfang an auf unsere neue taktische Ausrichtung konzentriert. 

Erfüllt sich mit Ihrer ersten Cheftrainer-Rolle in der Bundesliga ein Kindheitstraum?
Es war nie mein übergeordnetes Ziel Bundesliga-Trainer zu werden. Mein Ziel war und ist es, mit meinen Mannschaften an das jeweilige Leistungsmaximum zu kommen und als Team die jeweiligen Herausforderungen anzunehmen und zu bestehen. Natürlich ist es jetzt ein zusätzlicher Reiz, das alles in der Bundesliga anzugehen.

Nach einer sportlich schwierigen Saison sind die Erwartungen an den „neuen“ VfB Stuttgart mit Ihnen als Trainer groß. Ist das eher Belastung oder Motivation für Sie?
Ich bin hoch motiviert und freue mich auf die anstehenden Spiele. Insgesamt ist rund um den Verein und natürlich innerhalb des Clubs eine große Vorfreude auf die Saison zu spüren.

Wie lautet die Zielsetzung für den VfB Stuttgart und Sie persönlich für die Saison 2015/16?
Wir orientieren uns nicht in erster Linie an einem Tabellenplatz. Wir wollen einen eigenen VfB-Stil entwickeln und in jedem Spiel an das Maximum gehen. Wir werden hart dafür arbeiten, uns als Mannschaft zu entwickeln und unsere Möglichkeiten voll auszuschöpfen. Wenn uns das gelingt, können wir eine positive Entwicklung einleiten.

Ihre Pflichtspielpremiere mit dem VfB Stuttgart ist für Sie zugleich die weiteste Reise der gesamten Saison. Welche Erinnerungen haben Sie aus Ihrer Vergangenheit an die Kieler Störche und das Holstein-Stadion?
An die bisherigen Duelle gegen Kiel habe ich gute Erinnerungen, weil wir positive Resultate erzielen konnten. Es war aber nicht einfach, gegen Kiel zu bestehen und auch jetzt erwarte ich eine schwere Aufgabe.

Worin liegen die Gefahren für einen Erstligisten, wenn es im Pokal zu einem Drittligisten geht?
Die Drittligisten haben bis dahin schon zwei Pflichtspiele absolviert, sind also im Wettkampf-Rhythmus. Kombiniert mit der vorhandenen Qualität macht das die Drittligisten zu einer echten Herausforderung.

Sie haben von der Regionalliga bis zur Bundesliga unter professionellen Bedingungen gearbeitet. Was unterscheidet einen Regionalliga-Fußballer von einem Bundesliga-Profi?
Natürlich ist in der Bundesliga das Niveau der Spieler aus technischer, physischer und taktischer Hinsicht ein Stück höher als in den unteren Ligen. Aber auch unterhalb der Bundesliga gibt es viele hervorragende Spieler mit großartigen Fähigkeiten.

Erhöht sich der Druck auf einen Trainer je höher die Spielklasse ist? Woran merkt man das besonders?
Ein Bundesliga-Trainer steht mehr in der Öffentlichkeit als beispielsweise ein Regionalliga-Trainer. Aber das hat nichts mit der Qualität der Arbeit zu tun. Ich empfinde keinen zusätzlichen Druck, sondern eine große Vorfreude im Hinblick auf die kommenden Spiele. 

Wie sind Ihre Erwartungen bzgl. des Pokalspiels in Kiel?
Wir wollen in die nächste Runde einziehen und möglichst vieles von dem umsetzen, was wir in den vergangenen Wochen erarbeitet haben.

Unsere letzte Frage. In welchem Alter entzündete sich in Ihrem Leben das Fußballfieber und wo sind Sie die ersten Schritte als Fußballer gegangen?
Der Fußball hat schon von klein auf eine wichtige Rolle in meinem Leben gespielt, mein erster Verein als Jugendspieler war der TSV Mutlangen. 

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