Störche von frühen Gegentoren ausgebremst

Holstein Kiel - Rot-Weiß Erfurt 0:3 (0:1)

Holstein Kiel beendet die Saison 2015/16 mit einer Niederlage. Nach einer Serie von acht Partien ohne Pleite unterlagen verletzungsgeplagte Störche Rot-Weiß Erfurt mit 0:3. Vor 5.098 Zuschauern gerieten die Kieler früh durch Daniel Brückner in Rückstand und kamen gegen tiefstehende Thüringer kaum zu Chancen. Wie schon in der ersten Hälfte durchkreuzte ein schneller Erfurter Treffer von Theodor Bergmann (52.) Kieler Ambitionen. Janine Nikolaou traf zum Endstand (66.). In den Geschichtsbüchern der 3. Liga wird Holstein Kiel somit als 14. in der Abschlusstabelle geführt.

Holstein-Trainer Karsten Neitzel musste die defensive Flügelzange Patrick Herrmann (muskuläre Probleme) und Patrick Kohlmann (Sprunggelenk) ersetzen. Dafür begannen René Guder und Arne Sicker.

Der Minutenzeiger hatte gerade fünf Umdrehungen hinter sich, da schlug es neben Robin Zentner ein: Daniel Brückner hatte aus 13 Metern abgezogen und der KSV-Schlussmann hechtete vergeblich in die linke Ecke (6.). Die Störche suchten nach einer Antwort, kombinierten sich ganz ansehnlich bis in Richtung Erfurter Gefahrenzone, dann war aber Endstation. Rot-Weiß zog sich geschickt zurück, stellte jeden Zentimeter im letzten Drittel des Platzes dicht und verhinderte Kieler Abschlüsse. Fabian Schnellhardt zog über das Gehäuse.

KSV-Trainer Neitzel reagierte nach dem Seitenwechsel zweimal, um die Wende herbeizuführen. Doch es kam anders. Theodor Bergmann köpfte am ersten Pfosten zum 0:2 ein (52.). Gute zehn Minuten später stocherte Janine Nikolaou zum 0:3 ein (66.). Marc Heider scheiterte bei Holsteins bester Chance aus kurzer Distanz an RWE-Torwart Eric Domaschke. Der Kieler Anhang nahm die Niederlage locker und feierte seine KSV mit lautstarken Gesängen: „Holstein steigt niemals ab!“

Stimmen nach dem Spiel

Robin Zentner: „Wir haben kein gutes Spiel abgeliefert und zurecht verloren.“

Uwe Stöver (Holsteins Geschäftsführer Sport): „Das war nicht der Eindruck, den wir hinterlassen wollten. Für mich ist nicht der Tag der Abrechnung. Heute war es definitiv nicht gut.“

Stefan Krämer (Trainer Energie Cottbus): „Ich bin sehr zufrieden, keine Frage. Wir wollten eine gute Leistung mit nach Hause nehmen, weil wir am Mittwoch im Pokal ranmüssen. Wie bislang in der ganzen Rückrunde haben wir hoch rangepresst. Das teilweise wirklich gut geklappt. Und wir haben auch ganz vernünftig Fußball gespielt. Unterm Strich haben wir daher verdient gewonnen.“

Karsten Neitzel (Trainer Holstein Kiel): „Wir hatten vor dem Spiel gesagt, dass es uns nicht egal ist, ob wir 8. oder 13. werden. Es war ein schlechter Auftritt von uns. Wir sind enttäuscht. Es war ein Abschluss, den wir uns ganz anders vorgestellt haben. Damit ist alles gesagt. Der Erfurter Sieg war verdient.“

Holstein Kiel: Zentner – Guder (46. Wirlmann), Sigurbjörnsson, Czichos, Sicker – Nyarko (46. Weidlich), Kegel – Lewerenz, Schnellhardt – Heider, Sané (61. Schäffler). Trainer: Neitzel 
Rot-Weiß Erfurt: Domaschke – Erb, Laurito, Nikolaou, Odak – Bergmann (73. Benamar), Tyrala – Pigl, Brückner (87. Höcher), Kadric – Uzan (85. Twardzik). Trainer: Krämer
Schiedsrichter: Schwermer (Magdeburg)
Tore: 0:1 Brückner (6.), 0:2 Bergmann (52.), 0:3 Nikolaou (66.)
Zuschauer: 5.098

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