Ein Volltreffer für die Störche

Oliva – ein echtes Highlight der zwanzigjährigen Winter-Trainingslager-Historie

Die sonnenüberflutete Costa del Azahar bei Oliva

Noch bis zum 14. Januar absolviert die KSV Holstein ihr Wintertrainingslager im spanischen Oliva. Wir berichten in unserem Trainingslager-Tagebuch aus dem Oliva Nova Beach & Golf Resort, in dem die Störche residieren und trainieren.

Am fünften Tag des Winter-Trainingslagers wurde es etwas ruhiger im Domizil der Kieler Störche im spanischen Oliva Nova. Den freien Nachmittag nutzten viele zu einem Abstecher nach Valencia, andere genossen aber auch die Zeit, um die Seele baumeln zu lassen, regenerative Maßnahmen einzuleiten oder sich die direkte Umgebung anzuschauen. Orte zum Rückzug boten sich heute an der sonnenüberfluteten Costa del Azahar zahlreiche. Und immer wieder war das Meer Anziehungspunkt.

Oliva hat nur knapp 25.000 Einwohner, hektisch wird es hier in der spanischen Provinz nur selten. Genau der richtige Ort also für einen ambitionierten Zweitligisten, der in diesen Tagen maßgeblich von den klimatischen Vorzügen profitiert. Mit Temperaturen von bis zu 18 Grad erleben die Störche derzeit ein echtes - und selbst für spanische Verhältnisse recht ungewöhnliches - Hoch. An fast 250 Tagen beträgt die Temperatur hier mindestens 20 Grad. An stolzen 300 Tagen präsentiert sich der Himmel klar und nahezu wolkenlos.

Über insgesamt zehn Kilometer erstreckt sich der Sandstrand, der fast vollständig von Dünen umgeben ist, welche die Orangenbaumfelder vom Meer trennen. Eingerahmt wird die Szenerie von Gebirgsketten, die eine hufeisenförmige Begrenzung zwischen Oliva und den nahe liegenden Dörfern bildet.

Spannendes, wenn auch nicht jedem auf den ersten Blick ersichtlich, gibt es aus der Historie der Stadt zu berichten. Während des Mittelalters bis zur endgültigen Maurenvertreibung 1609 lebten sowohl Araber als auch Christen in der Stadt, was sich architektonisch in zwei unterschiedlich geprägten Stadtvierteln bemerkbar macht. Dennoch liegt die lebhafteste Gegend an den Stränden – und ein nicht zu verachtender Sporthafen.

Seit nunmehr zwanzig Jahren reisen die Störche in der kalten Jahreszeit in den Süden. Die Türkei, die Algarve, Südspanien, Mallorca oder auch der Bahrain – vielfältig waren die Ziele während der beiden vergangenen Jahrzehnte. Dass die Störche diesmal infrastrukturell als auch landschaftlich einen Volltreffer gelandet haben, das lässt sich trotz der Trainingsstrapazen nur zu gut an den Gesichtern der Spieler ablesen. Der für die Auswahl des Trainingslagers mitverantwortliche Teammanager Jan Uphues meint daher nicht ohne Grund: „Angenehme Temperaturen, Lage, Qualität der Trainingsplätze, moderne Unterkünfte – hier finden wir das allerbeste Gesamtpaket vor!“

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