Ein alter Bekannter

Holstein History - Peter Vollmann mit Aalen in Kiel

Peter Vollmann kehrt mit Aalen nach Kiel zurück

Der VfR Aalen verlängerte im Dezember des vergangenen Jahres den zum Saisonende auslaufenden Vertrag mit Trainer Peter Vollmann (58) um ein Jahr bis 2017. Vollmann hatte den Club nach dem Zweitliga-Abstieg 2015 übernommen und formte in kürzester Zeit eine neue Mannschaft. Zuvor hatte sich Vollmann als Trainer einiger Traditionsvereine wie zum Beispiel Eintracht Trier, Fortuna Köln, Wattenscheid 09, KFC Uerdingen, Preußen Münster, Eintracht Braunschweig, Hansa Rostock und Holstein Kiel einen Namen gemacht.

Fans feiern Vollmann

Im Februar 2004 heuerte Peter Vollmann erstmals bei der KSV Holstein an. Nach dem Ausscheiden von Gerd-Volker Schock hatte man im Storchennest händeringend nach einem Trainer gesucht, der die abstiegsgefährdeten Störche wieder auf Kurs bringen sollte. Mit einem tollen Schlussspurt bewahrte Vollmann Holstein vor dem Sturz in die Viertklassigkeit und sammelte an der Förde viele Sympathiepunkte – die Kieler Fans feierten ihn und die Holstein-Elf um Henrik Preuß, Jens Dowe, Henning Hardt, Niels Hansen, Matthias Rose und Thorsten Rohwer. Vollmann, dessen erstes Engagement in der Landeshauptstadt von Beginn an zeitlich begrenzt war, machte nach dem Ende der Saison 2003/2004 auf der Trainerbank Platz für den ehemaligen Bundesliga-Stürmer Frank Neubarth.

Abstieg aus der Regionalliga

Im November 2006, als den Störchen unter Trainer Neubarth und Sportchef Daniel Jurgeleit das Wasser sportlich erneut bis zum Hals stand, erinnerte man sich im Storchennest an den Fußballlehrer, der zwischenzeitlich bei Real Tamale in Ghana tätig war, und installierte ihn neben Trainer-Neuverpflichtung Stefan Böger als Sportdirektor. Doch bereits drei Monate später musste Böger das zu sinken drohende Schiff schon wieder verlassen. Vollmann rückte erneut in die Verantwortung des Trainers. Und diesmal reichte es am Ende nicht, den Abstieg zu verhindern. Trotz einer hervorragenden Rückrunde – nur die beiden Zweitliga-Aufsteiger FC St. Pauli und der VfL Osnabrück sowie die 2. Mannschaft von Borussia Dortmund waren in der zweiten Saisonhälfte erfolgreicher – stürzte Holstein in die Oberliga Nord ab. Schicksalsspiele wie das 1:6 in Gladbach und das 2:3 in Osnabrück brachen der KSV das Genick.

Neuanfang in der Oberliga Nord

Unter Vollmann startete man in der Oberliga Nord einen Neuanfang und durfte am Ende den Meistertitel, die Qualifikation für die neue Regionalliga sowie den Sieg im Landespokalfinale gegen den VfB Lübeck feiern. Doch noch immer war man aufgrund der Strukturreform des deutschen Ligafußballs nur viertklassig – zu wenig für die ambitionierten Störche. Trotz des Herbstmeistertitels in der Regionalliga traute die Vereinsführung Peter Vollmann die Umsetzung eines zukunftsträchtigen Gesamtkonzeptes nicht mehr zu. Holstein holte Falko Götz und seinen Assistenten Andreas Thom aus Berlin an die Förde und schaffte 2009 den lang ersehnten Drittliga-Aufstieg. Vollmanns Anteil am Aufstieg blieb jedoch unbestritten.

Zurück im Holstein-Stadion

Über den zypriotischen Meister Famagusta kehrte Vollmann 2010 in den deutschen Fußball zurück und führte den FC Hansa Rostock auf Anhieb in die 2. Bundesliga zurück. Das war ihm 2002 bereits mit Eintracht Braunschweig gelungen. Im Dezember 2011 endete Vollmanns Amtszeit in Rostock und nach 20 Monaten Wehen Wiesbaden sowie einem erneuten, sechsmonatigen Intermezzo in Rostock landete Peter Vollmann 2015 in der Ostalb beim VfR Aalen. Am Sonnabend um 14 Uhr gibt es ein Wiedersehen mit ihm im Holstein-Stadion.

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