Dynamo mit ruhmreicher Historie

6 Fakten zum kommenden Gegner der KSV Holstein (So. 13.30 Uhr in Dresden)

Dynamo-Choreo am 14. April 2018 gegen Holstein

Kurzhistorie: Die Sportgemeinschaft Dynamo Dresden e.V. ist mit über 21.000 Mitgliedern der mitgliederstärkste Verein in den neuen Bundesländern. Am 12. April 1953 gegründet ist die SG ohne Zweifel der beliebteste Fußballverein im Fußball-Osten. Dynamo war darüber hinaus auch einer der erfolgreichsten Clubs der DDR. Dynamo Dresden wird aufgrund der großen Popularität auch oft als „Die Bayern des Ostens“ tituliert. Tradition schießt allerdings keine Tore. Das mussten die Anhänger von Dynamo Dresden in den vergangenen Jahren schmerzhaft erfahren. Längst geht es beim ehemaligen DDR-Club nicht mehr um das Feiern von Titeln, sondern oft auch um das Ertragen von Misserfolgen. Dabei gab es auch glorreiche Zeiten. Schon immer begleitete die Dynamo-Fans die Gewissheit, von den Mächtigen der Fußballschattenwelt betrogen zu werden. In den goldenen Jahren zahlreicher DDR-Vizemeisterschaften war Dynamo Stasi-Mielke ausgesetzt, der - so ein offenes Geheimnis - die Schiedsrichter die verhassten Dynamos aus Berlin zur Meisterschaft pfeifen ließ. In der Bundesliga musste man sich nach vierjährigem galliergleichen Kampf geschlagen geben. Der DFB in Frankfurt entschied auf Lizenzentzug und Zwangsabstieg in die Regionalliga

Die Erfolge: Acht Titel in der DDR-Oberliga sowie 98 Europapokal-Spiele stehen auf dem Briefkopf der SG Dynamo. Von 1991 bis 1995 spielte Dresden in der 1. Bundesliga. Nach dem Abstieg aus der 2. Liga zum Ende der Saison 2013/14 trat Dynamo Dresden in der 3. Liga an. 2016 gelang der Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga.

Statistik: 4 Jahre lang spielte Dynamo in der 1. Bundesliga und rangiert auf Platz 38 der Ewigen Tabelle. 6 Jahre in der 2. Bundesliga brachten Dynamo im Bundesliga-Unterhaus Platz 53 (Stand November 2017) ein. In der Ewigen Tabelle der DDR-Oberliga liegt Dynamo hinter Carl-Zeiss Jena und Dynamo Berlin auf Rang 3.

Die Dynamo-Traumelf: Im Juni 2010 rief der Verein dazu auf, die Traumelf aus sechs Jahrzehnten Vereinsgeschichte zu wählen. Bis Januar 2011 wählten über 20.000 DNN-Leser und Fans ihre Dynamo-Traumelf. Bernd Jakubowski (Tor), Klaus Sammer, Siegmar Wätzlich, Hans-Jürgen Dörner, Reinhard Häfner, Hans-Uwe Pilz, Matthias Sammer, Hans-Jürgen Kreische, Torsten Gütschow, Ralf Minge, Ulf Kirsten, Trainer: Walter Fritzsch.

Zuschauer und Fankultur: Der Zuschauerschnitt von Dynamo liegt bei über 28.000 Zuschauern pro Heimspiel. Durch eine Ultra-Initiative entstand eine Blockfahne, die mit ihren Abmessungen von 70 x 35 Metern zeitweise die größte ihrer Art in Deutschland bzw. drittgrößte Europas war. Am 31. Oktober 2015 im Drittligaspiel gegen Magdeburg wurde diese Blockfahne nochmals übertroffen. Diesmal hatte sie die Maße 350 × 35 Meter und bedeckte außer dem Gästeblock sämtliche Zuschauerplätze des Stadions. Mit rund 13.000 m² ist sie damit die größte Blockfahne in Europa und die zweitgrößte weltweit. Beim Spiel der Störche in Dresden am 14. April 2018 sorgten die Dynamo-Fans anlässlich des 65. Vereinsjubiläums mit einer neuerlichen „Wahnsinns-Choreo“ für einen echten Hingucker.

Duelle: In der vergangenen Saison unterlag Dynamo den Störchen gleich zweimal. Im Holstein-Stadion gab es eine 0:3-Niederlage, in Dresden siegte die KSV sogar mit 4:0.

 

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