Breitkreuz trifft für nächste Bestmarke

Holstein Kiel - MSV Duisburg 1:0 (0:0)

Holstein Kiel ist weiter auf Rekordkurs. Nach dem 1:0 gegen den MSV Duisburg stellten die Störche eine weitere Bestmarke neu auf und gewannen zum vierten Mal in Folge vor eigenem Publikum. Vor 5.802 Zuschauern hatten Störche und Zebras lange Zeit zwar munter nach vorne gespielt hatten, beide Defensivbollwerke aber kaum Torchancen zugelassen. Der eingewechselte Patrick Breitkreuz köpfte kurz vor Abpfiff das Tor des Tages. Die Störche bleiben damit im neuten Spiel in Folge ungeschlagen, Kenneth Kronholm wartet seit 505 Minuten auf ein Gegentor. Wermutstropfen gab es allerdings auch – auf beiden Seiten, da sowohl Mikkel Vendelbo als auch Steffen Bohl verletzt ausgewechselt werden mussten.

Die fünfte Gelbe Karte zwang Rechtsverteidiger Patrick Herrmann zum Zuschauen. Für ihn zog Holstein-Trainer Karsten Neitzel den zentralen Mittelfeldspieler Marion Krause nach hinten. Mikkel Vendelbo rückte dafür neben Maik Kegel. Die einzige Änderung in der KSV-Startelf zum 0:0 bei Fortuna Köln vor 14 Tagen.

Die 5802 Zuschauer im stimmungsvollen Holstein-Stadion sahen ein munteres Spiel zweier Mannschaften, deren Defensivbollwerke aber auch gar nichts zuließen. Für Statistikfreunde gab es nach 30 Minuten ganze drei Torschüsse durch Zlatko Janjic (17.), Rafael Kazior (21.) auf Kieler Seite und den früh eingewechselten Kevin Wolze (27.) für den MSV zu notieren. Störche und Zebras versuchten es zwar immer wieder mit Tempo und Kombinationen, das Duell gleich jedoch dem von Hase und Igel: Ein Abwehrbein war immer schon da, wenn es zum Abschluss kommen sollte. Und bei Flanken waren zur Not auch noch die aufmerksamen Torhüter Kenneth Kronholm und Michael Ratajczak da. Die beste Chancen verzeichneten die Störche kurz vor der Pause, als Manuel Hartmann nach einer Ecke von Tim Siedschlag einen halben Meter neben das Tor köpfte (43.). Torlos ging es in die Kabinen. 

Die zweite Halbzeit begann mit mehr Aufregung als in der gesamten ersten Hälfte. Zunächst klärte ein herausstürmender Kronholm vor dem steil geschickten Nico Klotz. Doch dann waren es die Störche, die auf die Führung drängten: Manuel Schäffler köpfte zunächst freistehend aus zehn Metern neben das Gehäuse (51.), bevor er einen Siedschlag-Freistoß aus dem Halbfeld mit dem Scheitel auf das Tornetz verlängerte (54.). Der durchstartende Marc Heider konnte in letzter Sekunde von der MSV-Defensive gebremst werden (55.). Die Zebras wussten ihre Löcher aber wieder zu stopfen und das Spiel beherrschte weiter die Frage: Wer würde den einen entscheidenden Fehler begehen? Kronholm nicht, er packte bei einem 22-Meter-Schuss von Kevin Scheidhauer sicher zu (70.). Duisburg drückte weiter aufs Tempo. Der eingewechselte Fabian Schnellhardt jagte das Leder aus 13 Metern spitzem Winkel ans Außennetz (78.). Auf der anderen Seite verlängerte Hartmann einen Freistoßtor Maik Kegel in die Arme von Ratajczak (81.). Der Schlussspurt gehörte den Störchen, die das goldene Tor erzielten: Der eingewechselte Jaroslaw Lindner flankte maßgenau auf den ebenfalls eingewechselten Patrick Breitkreuz, der aus sieben Metern unhaltbar ins lange Eck einnickte (87.). Den Dreier sicherte einmal mehr Kronholm, der in der Nachspielzeit einen Pfostenschuss von Tim Albutat mit der Hand aus der Gefahrenzone kratzte.

Stimmen nach dem Spiel

 

Patrick Breitkreuz: „Ich bin überglücklich! Das war eine geile Teamleistung heute. Wenn man sieht, wie wir uns bis zur letzten Sekunde in die Bälle geschmissen haben, wird offensichtlich, dass wir alles gegeben haben. Vielen Dank an die vielen Fans, die auch bis zur letzten Sekunde Vollgas gegeben haben.“

 

Kenneth Kronholm: „In der ersten Hälfte war es für uns schwierig reinzukommen, da der MSV richtig gut Druck gemacht hat. In der zweiten Halbzeit haben wir das Heft in die Hand genommen und streckenweise wieder richtig guten Fußball gespielt. Am Ende hatten wir das Glück, dass noch einer reinfällt. So kann es gerne weitergehen, aber wir wissen, auch, dass wir dafür weiter hart arbeiten müssen.“

 

MSV-Trainer Gino Lettieri: „Man hat gesehen, dass wir sehr gut ins Spiel gekommen sind und den Ball laufen lassen haben. Zlatko Janjic hatte eine gute Gelegenheit, ansonsten war es ein offenes Spiel. Die Kieler waren bei Standards und Kontern gefährlich. Wenn man verliert, ist es natürlich immer bitter. Der Pfostenschuss kurz vor Schluss hätte noch reingehen können. Ich denke, ein Unentschieden wäre am Ende gerecht gewesen.“

 

KSV-Trainer Karsten Neitzel: „Man hat heute wieder gesehen, wie eng nicht nur die Liga ist, sondern wie eng auch die einzelnen Partien sind. Wir sind schwer ins Spiel gekommen, hatten in der letzten Kette Probleme mit der Aufnahme der Offensive. In der zweiten Halbzeit war es ein gutes Fußballspiel von beiden Mannschaften. Wir haben im entscheidenden das Glück gehabt, das wir uns erarbeitet haben. Aus so einer Serie müssen wir gestärkt herausgehen und dementsprechend in das nächste Spiel starten. Wir können uns nun kurz freuen, aber schon morgen geht es weiter und wir müssen uns auf die nächste Aufgabe vorbereiten.“

 

Holstein Kiel: Kronholm – Krause, Hartmann, Wahl, Kohlmann – Siedschlag, Vendelbo (60. Breitkreuz), Kegel (89. Auracher), Heider – Kazior, Schäffler (80. LIndner). Trainer: Neitzel.

MSV Duisburg: Ratajczak – Bohl (21. Wolze), Bajic, Meißner, Feltscher – Klotz (64. Schnelhardt),  Albutat, Hajri, Grote (76. Gardawski) – Janjic – Scheidhauer. Trainer: Lettieri.

Schiedsrichter: Schwermer (Magdeburg)

Tor: 1:0 Breitkreuz (87.)

Zuschauer: 5802

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