Kampfspiel endet torlos

SV Darmstadt 98 verdient sich im Holstein-Stadion einen Punkt

Aaron Seydel (re.) gegen Weltmeister Kevin Großkreutz

90 intensive Minuten im Holstein-Stadion endeten am Sonnabend ohne einen Sieger. Der SV Darmstadt 98 verdiente sich mit einer konsequenten Defensivstrategie beim 0:0 gegen die KSV Holstein einen Punkt im Abstiegskampf. Die Störche bleiben auch im fünften Spiel in Serie ungeschlagen und Dritter der 2. Fußball-Bundesliga.

Cheftrainer Markus Anfang musste auf die verletzten Rafael Czichos und Dominick Drexler verzichten, zudem fehlte der gesperrte Johannes van den Bergh. Für den Kapitän rückte David Kinsombi in die Innenverteidigung, für Drexler begann Alexander Mühling, auf der linken Abwehrseite kam Christopher Lenz nach seiner schweren Muskelverletzung sein Startelfdebüt.

Bei strahlendem Sonnenschein begannen die Hausherren furios, doch die Defensive um SVD-Haudegen Aytac Sulu und den guten Torhüter Daniel Heuer Fernandes stand sicher. Doch mit zunehmender Spieldauer kämpften sich die „Lilien“ in die Partie. Mit langen Bällen, viel Leidenschaft und vielen Standards – die Störche ließen sich nach und nach von der robusten Spielweise des Bundesliga-Absteigers anstecken, schön war es über weite Strecken nicht, was den Zuschauern geboten wurde.

Aber das Team um Weltmeister Kevin Großkreutz verstand es nicht, aus den Standards Kapital zu schlagen. Die Störche rannten sich immer wieder in der Darmstädter Defensive fest – entsprechend endete die erste Halbzeit torlos.

Mit Wiederanpfiff streckten die Gäste ihre Fühler etwas weiter aus, ein Punkt, so offenbar die Erkenntnis, würde dem Tabellen-17ten am Ende doch nicht viel helfen.

Tatsächlich hatte Darmstadt durch einen Kopfball von Romain Brégerie in der 49. Minute eine gute Gelegenheit, aber der Ball rauschte am Tor von Kenneth Kronholm vorbei. Eine Viertelstunde später servierte Wilson Kamavuaka den Kielern den möglichen Führungstreffer mit einem Fehlpass, doch Heuer Fernandes klärte gegen Marvin Ducksch, der Nachschuss von Kingsley Schindler wurde zur Ecke abgefälscht (66.). Eine der wenigen Torchancen in einer von Zweikämpfen und Fehlpässen geprägten Partie. In der 76. Minute bot sich Marvin Mehlem freistehend eine gute Gelegenheit, doch sein Schuss von der Strafraumkante zischte am Pfosten vorbei.

Den Kielern gehörten auch die letzten Minuten des Spiels, die von den eingewechselten Steven Lewerenz und Tim Siedschlag geprägt waren. So warf sich Sulu (86.) in höchster Not in einen Lewerenz-Pass. In seinem Rücken wäre Ducksch zur Stelle gewesen. Und in der letzten Minute der regulären Spielzeit klärte die Darmstädter Abwehr noch einmal vielbeinig gegen Siedschlag, der Ducksch als Spitze ersetzt hatte. 0:0 hieß es am Ende – ein letztlich gerechtes Ergebnis.

Holstein Kiel: Kronholm – Herrmann, Schmidt, Kinsombi. Lenz – Peitz (81. Karazor) – Schindler, Weilandt, Mühling, Seydel (74. Lewerenz) – Ducksch (88. Siedschlag)

SV Darmstadt 98: Heuer Fernandes – Großkreutz, Brégerie, Sulu, Jones – Kamavuaka (69. Medojevic), Stark, Kempe, Mehlem (88. Atik). Ji – Boyd (90. Sobiech)

Schiedsrichter: Rohde (Rostock) – Tore: Fehlanzeige – Zuschauer: 10.483 im Holstein-Stadion

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