Die „Unkaputtbaren“ vom Hardtwald

6 Fakten zum kommenden Gegner SV Sandhausen

Am Sonntag um 15.30 Uhr starten unsere Störche gegen die „Unkaputtbaren“ vom Hardtwald in die 2. Bundesliga 2017/18. Wir haben einige wissenswerte Fakten zum SV Sandhausen für Sie zusammengetragen.


Kurzhistorie: Sandhausen ist eine Gemeinde im nordwestlichen Baden-Württemberg mit rund 15.000 Einwohnern, etwa acht Kilometer südlich von Heidelberg. Der örtliche SV wurde bereits am 1. August 1916 gegründet. 2005/06 plante Dietmar Hopp, den Regionalligisten TSG Hoffenheim mit dem Oberligisten SV Sandhausen sowie dem Verbandsligisten FC Astoria Walldorf zu fusionieren, um in seiner Heimatregion einen starken Klub für die Bundesliga aufzubauen. Der DFB begrüßte diese Fusionspläne und gab sein Einverständnis. Der neue Verein sollte demnach entweder als „FC Kurpfalz Heidelberg“ oder „HSW Heidelberg 06“ firmieren. Nicht zuletzt aufgrund von Vorbehalten des SV Sandhausen scheiterte die Fusion und die Kooperation wurde beendet. Am Ende der Saison 2006/07 gelang dem SV Sandhausen auch ohne „Hopp-sala“ der Sprung in die Regionalliga Süd, bevor 2012 dann der größte Erfolg der Vereinsgeschichte gelang: der Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Heimspielstätte: 1951 eröffnete das Stadion am Hardtwald, damals noch mit einem Sandplatz, der zehn Jahre später erstmals mit grünem Rasen veredelt wurde. Auf die erste überdachte Tribüne im Jahr 1988 folgte die zweite erst 20 Jahre später, als für die 3. Liga provisorisch eine Stahlrohrtribüne mit 2.500 Sitzplätzen aufgebaut wurde. Das Hardtwaldstadion hatte damit ein Fassungsvermögen von 10.231 Plätzen. Anlässlich des Zweitliga-Aufstiegs wurde das Stadion im Sommer 2012 auf ein Fassungsvermögen von über 12.000 Zuschauern vergrößert. Inzwischen beträgt das Fassungsvermögen 15.300 Zuschauer. Im März 2017 sicherte sich die deutsche Niederlassung der BWT AG mit Sitz in Schriesheim bis 2020 das Namensrecht am Stadion, das zugleich in BWT-Stadion am Hardtwald umbenannt wurde.

Rekordkulisse: Erstmals nach der Erweiterung auf 15.300 Zuschauer ausverkauft war das Stadion im Zweitligaspiel gegen Kaiserslautern am 31. März 2013. Gleichzeitig wurde der bisherige offizielle Rekord von 11.300 Zuschauern vom DFB-Pokalspiel gegen Borussia Dortmund (30. Juli 2011) eingestellt. Nach Angabe eines Vorstandsmitglieds des Vereins sollen aber mit knapp 13.000 noch mehr Zuschauer das Pokalspiel gegen den VfB Eppingen am 15. Februar 1975 gesehen haben.

Das größte Spiel: Eingegangen in die Fußball-Geschichte ist der SV Sandhausen am 27. August 1995. An jenem Sonntag besiegte der Dorfverein die Bundesliga-Mannschaft des VfB Stuttgart in der ersten Runde des DFB-Pokals im Elfmeterschießen mit 13:12, das torreichste Ergebnis in der Geschichte des Wettbewerbs.

Die Unabsteigbaren: „Ist der SV Sandhausen unkaputtbar?“, fragte die Rhein-Neckar-Zeitung kürzlich. Immerhin geht der Dorfverein mittlerweile in seine sechste Zweitliga-Saison. Und die bisherigen fünf Jahre waren keinesfalls ruhig. 2013 war der SVS eigentlich schon abgestiegen, doch dem MSV Duisburg wurde die Lizenz entzogen und Sandhausen blieb zweitklassig – jedoch mit Punktabzügen in den zwei darauffolgenden Spielzeiten. Und im letzten Jahr wechselte Alois Schwartz kurz vor Vorbereitungsstart nach Nürnberg und am Hardtwald standen 27 Profis, aber kein Trainer. In diesem Jahr gibt es bislang keine Herausforderungen zu meistern, bleibt dem SVS jedoch auch in dieser Saison das Glück hold?

Maskottchen: Es ist gerade zwei Jahre her, da präsentierte der SV Sandhausen einen spektakulären Neuzugang. Nach intensiver Suche wurde erstmals ein Maskottchen aus dem Hut gezaubert. Passend zu den Klubfarben schwarz-weiß fiel die Wahl auf einen Dachs. Auch beim Namen wurde die Vereinsbrille nicht abgelegt und seitdem regiert im Hardtwaldstadion „Hardy“. In die Schlagzeilen geriet das Maskottchen, als wiederholt per Stellenanzeige ein Darsteller gesucht wurde. Der Kandidat sollte kinderlieb, zeitlich flexibel, aufgeschlossen und kontaktfreudig, sportlich und fußballbegeistert sein – eben alles, nur kein Frechdachs.



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