"Das wird eine hochspannende Partie!"

Interview mit Andreas Bornemann (Vorstand Sport beim 1. FC Nürnberg)

Andreas Bornemann auf der Nürnberger Bank

Seit September 2015 ist Andreas Bornemann (46) Vorstand Sport beim neunfachen Deutschen Meister 1. FC Nürnberg. Von Februar 2010 bis Sommer 2014 leitete er die Geschicke als Sportlicher Leiter bei der KSV Holstein und erlebte so den Aufstieg in die 3. Liga in führender Position mit. 2016 verpasste Bornemann mit Nürnberg in der Relegation gegen Eintracht Frankfurt nur knapp den Sprung in die 1. Bundesliga. Wir sprachen vor Bornemanns Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte über den Club und das Aufstiegsrennen in der 2. Bundesliga.

Andreas Bornemann, mit welchen Gefühlen kehren Sie heute ins Holstein-Stadion zurück?

Andreas Bornemann: Es ist für mich das erste Spiel im Holstein-Stadion seit ich Kiel verlassen habe und ich freue mich sehr darauf. Ich werde sicherlich viele vertraute Gesichter wiedersehen. Was das Sportliche angeht wünsche ich Holstein in jeder Hinsicht alles Gute – allerdings sieht das am heutigen Abend etwas anders aus. Wir wollen in Kiel natürlich etwas mitnehmen!

Wie ist die Situation beim Club vor dem Spitzenspiel? 

Andreas Bornemann: Wir haben unsere kleine Schwächephase überwunden und zuletzt wieder ordentliche Ergebnisse erzielt. Wir konnten uns wieder stabilisieren und wollen in Kiel unsere gute Ausgangslage bestätigen oder sogar ausbauen.

Wie bewerten Sie die unglaubliche Ausgeglichenheit der 2. Bundesliga, viele sehen diese Tatsache eher als ein Zeichen der Schwäche an?

Andreas Bornemann: Man darf nicht den Fehler machen die Mannschaften mit den beiden Ausreißern der letzten Saison, Hannover 96 und VfB Stuttgart, zu vergleichen. Ich persönlich sehe in der Ausgeglichenheit ein Qualitätsmerkmal der Liga. Dass vier Spieltage vor dem Saisonende für alle 18 Vereine noch nichts ins Stein gemeißelt ist, das ist für mich ein Kennzeichen von Stärke und Ausgeglichenheit. Selbst Vereine mit hohen Etats wie Union Berlin und Eintracht Braunschweig hinken in dieser Liga weit hinter den eigenen Erwartungen hinterher.

Nur die drei Top-Teams haben sich etwas absetzen können…

Andreas Bornemann: Zu Platz 4 besteht ein gewisser Vorsprung, das ist richtig. Aber man sieht doch in allen Spielen, dass man den Ausgang überhaupt nicht vorhersagen kann. Das ist in der 1. Bundesliga völlig anders. Nuancen können in der 2. Bundesliga den kompletten Spielverlauf auf den Kopf stellen. Und wenn man nur ein paar Prozentpunkte nachlässt, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass der Gegner davon profitiert.

Was für ein Spiel werden die Fans am Montag erleben?

Andreas Bornemann: Beide Mannschaften definieren sich sehr über das Fußballspielen. Aber beide verfügen auch über eine gewisse physische Wucht und Präsenz. Allein schon aufgrund der Tabellensituation wird es eine sehr intensive Partie. Die Teams werden sich nichts schenken. Trotz der großen Bedeutung glaube ich, dass die fußballerischen Elemente nicht zu kurz kommen werden. Es wird in jedem Fall eine hochspannende Partie.

Vielen Dank für das Interview, Andreas Bornemann!

 

 

 

 

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