Störche punkten zum sechsten Mal in Folge

Chemnitzer FC - Holstein Kiel 0:0

Holstein Kiel bliebt zum sechsten Mal in Folge ungeschlagen. Die Störche erkämpften sich beim Chemnitzer FC ein 0:0 und nahmen einen Punkt aus Sachsen mit. Die 5380 Zuschauern bekamen nicht unerwartet nur wenige Torraumszenen zu sehen. Schließlich trafen zwei der besten Defensivreihen aufeinander. Und so wie das Spiel endete, bleibt auch die Bilanz zwischen KSV und CFC: ausgeglichen. In den 13 bisherigen Duellen konnte jedes Team vier Siege feiern und fünfmal wurden die Punkte geteilt – wie an diesem Tag.

Premiere in der Saison 2014/15: Holstein-Trainer Karsten Neitzel bot erstmals die gleich Startelf auf, die in der Vorwoche den Halleschen FC 3:0 bezwungen hatte.

Die Chemnitzer zeigten in der ersten Hälfte, warum sie aktuell die beste Abwehr und den schlechtesten Sturm der 3. Liga stellen. Die ebenso defensivstarken Störche hatten die Himmelblauen gut im Griff. Reagy Ofosu musste zur Weitschusskeule greifen, verfehlte das Tor aber um Zentimeter (24.). Die ganz in Rot spielenden Störche hatten in der Offensive bessere Ideen, bissen sich aber ebenso immer wieder die Zähne an der CFC-Abwehr aus. Die beste Chance der ersten Hälfte konnten dennoch die Gäste verzeichnen: Tim Siedschlag scheiterte aus 12 Metern rechter Position am stark reagierenden Philipp Pentke im Chemnitzer Tor. Die Bilanz der bislang zwölf Duelle zwischen KSV und CFC völlig ausgeglichen: Jedes Team konnte vier Siege feiern und viermal wurden die Punkte geteilt, danach sah es auch zur Halbzeit aus. Beide Mannschaften drängten noch in einer Schlussoffensive auf den goldenen Treffer – am Ende trennten sich CFC und KSV torlos 0:0.

Personell unverändert ging es in die zweite Hälfte, die eine ähnliches Bild abgab. Holstein eroberte mit aggressivem Spiel viele Bälle der leicht feldüberlegenen Gastgeber, schaffte es aber kaum, Angriffe zu Ende zu kombinieren. Auf der anderen Seite hatten die Himmelblauen die erste gute Gelegenheit: Einen 18-Meter-Freistoß jagte Anton Fink in die Mauer (55.). Da hatte Pentke mit dem Schuss von Manuel Schäffler mehr Probleme, den Abpraller konnte Teamkamerad Marc Endres klären (62.). KSV-Trainer Karsten Neitzel brachte Edeljoker Patrick Breitkreuz, der sich auch gleich prima einführte, erneut war Pentke zur Stelle und klärte auf Kosten einer Ecke, die aber nichts einbrachte (76.). Beide Teams drängten in einer Schlussoffensive auf das goldene Tor, doch regulär sollte es nicht fallen.  Der Ex-Kieler Tim Danneberg traf zwar per Kopf ins Netz, zuvor hatte Mannschaftskollege Simon Röseler im Abseits gestanden (90.). So trennten sich am Ende CFC und KSV torlos 0:0.

Stimmen nach dem Spiel

Rafael Kazior: „Wir haben uns vorgenommen, drei Punkte zu holen. Am Ende ist es nur einer geworden, damit müssen wir leben.“ 

Maik Kegel: „Beide Mannschaften sind sehr pressing- und defensivstark. Daher war das Ergebnis zu erwarten. Allerdings hatte ich mir fußballerisch mehr erhofft. Das Spiel ging fast nur über den Kampf. Aber das Ergebnis geht natürlich in Ordnung und wir haben unsere Serie ungeschlagener Spiele ausgebaut.“

Kenneth Kronholm: „Wir haben die Vorgaben vom Trainer richtig gut umgesetzt und zurecht kein Gegentor kassiert. Mit ein bisschen Glück gewinnen wir das Ding sogar noch. Aber mit dem Punkt bin ich zufrieden.“

KSV-Trainer Karsten Neitzel: „Vielleicht war das Spiel für die Zuschauer nicht der ganz große Knaller. Aber man hat gemerkt, dass zwei Mannschaften auf dem Platz standen, die wussten was der Gegner vorhatte. Beide Mannschaften haben gut gegen den Ball gearbeitet. Das Spiel stand während der gesamten 90 Minuten auf Messers Schneide. In der Schlussphase hätte ich mir gewünscht, dass wir uns noch besser durchsetzen können. Wir sind aber insgesamt zufrieden mit dem Punkt.“

 

CFC-Trainer Karsten Heine: „Beide Mannschaften sind nicht dafür bekannt, besonders offensiv zu spielen, beide spielen ein gutes Gegenpressing, agieren gut als Mannschaft. Beide Teams hatten heute zwei, drei Möglichkeiten, die zum Tor hätten führen können. Am Ende ist das ein absolut gerechtes Resultat. Wir haben alles versucht, aber die Kieler haben sehr gut verteidigt. Wir können mit dem 0:0 leben.“

 

Chemnitzer FC: Pentke – Conrad, Endres, Röseler, Poggenberg – Lais (62. Glasner) – Stenzel, Danneberg – Türpitz (86. Kehl-Gómez), Fink – Ofosu (77. Hofrath). Trainer: Heine.

Holstein Kiel: Kronholm – Herrmann, Hartmann, Wahl, Kohlmann – Heider, Kegel (90. Vendelbo), Krause, Siedschlag – Schäffler (82. Sykora), Kazior (74. Breitkreuz). Trainer: Neitzel.

Schiedsrichter: Dietz (Kronach)

Tore: Fehlanzeige

Zuschauer: 5380

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