Chahed trifft zum Sieg

Holstein Kiel - ZFC Meuselwitz 1:0 (1:0)

Heider verpasst kurz vor dem Ende den zweiten Kieler Treffer. ZFC-Keeper Oliver Dix ist auf dem Posten.

Die KSV Holstein setzte sich vor 1.697 Zuschauern gegen den ZFC Meuselwitz hochverdient mit 1:0 (1:0) durch. Das Tor des Tages erzielte Sofien Chahed (83.). Durch den Sieg rückten die Störche in der Tabelle auf Platz 7 vor.

KSV-Trainer Thorsten Gutzeit veränderte sein Team zum Magdeburg-Spiel auf zwei Positionen: Nach auskurierter Knöchelverletzung rückte Sofien Chahed als kreativer Kopf ins Mittelfeld, Fiete Sykora blieb zunächst nur der Platz auf der Bank. Lukas Henke spielte für den an der Achillessehne verletzten Kevin Schulz auf der Außenverteidigerposition in der Viererkette.

Holstein begann mit hoher Laufbereitschaft und zeigte, dass man gewillt war, die 0:1-Heimscharte der vergangenen Woche auszuwetzen. Der Gast stand wie erwartet tief in der eigenen Hälfte, operierte mit langen Bällen und lauerte auf Störche-Fehler. Wie in den vergangenen Wochen warteten die Rotstutzen geduldig auf Lücken in der gegnerischen Defensive und wurden in der 38. Minute belohnt: Ein Abschlag von ZFC-Keeper Dix landete maßgenau bei Jarek Lindner, der Sofien Chahed bediente und dieser frei vor Dix zum 1:0 einschieben konnte. Fünf Minuten später um ein Haar das 2:0, doch Dix konnte einen satten Jürgensen-Freistoß entschärfen. Dann war Pause.

In der zweiten Halbzeit kontrollierten die Störche das Spiel und Meuselwitz fehlten schlicht die Ideen, um Gefahr auf das Holstein-Tor auszustrahlen. Anders die Störche: Nach einem sehenswerten Spielzug über Fischer und Lindner traf Benjamin Schüßler allerdings nur den Pfosten (62.). Zwei Minuten später schoss Schüßler erneut an die Aluminiumstange, nachdem er von Sofien Chahed fein freigespielt worden war. In der restlichen halben Stunde baute Meuselwitz mehr Druck auf, konnte aber kaum nennenswerte Aktionen erspielen. In der letzten Minute hätte Marc Heider frei vor ZFC-Schlussmann für die Entscheidung sorgen können, doch scheiterte am Außenpfosten. Drei Minuten später waren die drei Punkte im Sack. 

„Das war heute ein hartes Stück Arbeit, aber am Ende war der Dreier auch sehr verdient“, freute sich der erschöpfte Torschütze Sofien Chahed nach dem Schlusspfiff und meinte: „Wir hätten frühzeitig den Sack zumachen können, waren aber vor dem Tor nicht ganz so kaltschnäuzig. Aber wir freuen uns sehr über den Erfolg!“

Der Sportliche Leiter der Störche, Andreas Bornemann meinte: „Unser Team hat sich viele gute Möglichkeiten erarbeitet und alles in diese Partie gepackt. Auch hinten haben wir nicht viel zugelassen. Wir haben Meuselwitz zu keinem Zeitpunkt unterschätzt, die hatten eine tolle Serie hinter sich.“

KSV-Coach Thorsten Gutzeit sagte auf der Pressekonferenz: „Wir hatten die klar besseren Chancen. Heider und Schüßler hätten das Resultat in die Höhe schrauben können. Die Mannschaft hat heute 90 Minuten lang gekämpft. Dennoch muss ich anmerken, dass mein Team ein wenig verunsichert ist. Einige Pässe sind nicht angekommen, aber die Jungs haben bis zum Schluss an den Sieg geglaubt. Wir freuen uns über die drei Punkte. Daran wollen wir am Mittwoch gegen Wolfsburg anknüpfen.“

Gästetrainer Damian Halata kommentierte die Niederlage seiner Mannschaft wie folgt: „Wenn ich nur auf die Torchancen schaue, dann geht der Sieg für Holstein voll in Ordnung. Wir wollten über den Kampf ins Spiel finden, das ist uns auch ganz gut gelungen. Nur in letzter Konsequenz fehlte uns die nötige Frische. Nach den englischen Wochen bin ich nun froh, dass wir uns bis zum nächsten Spiel etwas regenerieren können.“

Holstein Kiel: Frech - Henke (ab 85. Petersen), Steil, Jürgensen, Poggenberg - Müller, Fischer - Schüßler (ab 71. Sachs), Chahed (ab 71. Sykora), Lindner - Heider

Tore: 1:0 Chahed (38.)

Zuschauer: 1.697



Zurück