Bundesliga-Trainer wünscht Holstein viel Erfolg

Ex-Storch und 2009er-Aufstiegsheld Alex Nouri im Gespräch

Alex Nouri (Mi.) feierte 2009 den Drittliga-Aufstieg

2009 gehörte er zur Holstein-Mannschaft, die nach zwei Jahren der Viertklassigkeit den langersehnten Drittliga-Aufstieg feiern durfte. Heute sitzt er nach einem rasanten Höhenflug auf der Trainerbank des Bundesligisten SV Werder Bremen und kämpft mit den Grün-Weißen  um den Einzug in den Europapokal: Alexander Nouri (37). Die Süddeutsche Zeitung erteilte ihm kürzlich den Ritterschlag. "Alexander Nouri schaffte es als erster Trainer seit Otto Rehhagel, die Abwehr des SV Werder dicht zu bekommen", so lautete die Zeile. Wir sprachen mit dem Erfolgstrainer und Ex-Storch über Vergangenheit und Gegenwart - und natürlich über die KSV Holstein.

Alex, vor acht Jahren gehörtest Du zu den Kieler Aufstiegshelden zur 3. Liga. Welche Erinnerungen hast Du an damals?

Alexander Nouri: Ich kann mich noch sehr gut an die ganze Saison erinnern. Das war ein ganz enges Rennen um den Aufstieg. Mit einem Finale, das an Dramaturgie nicht hätte übertroffen werden können: Vor dem letzten Spieltag lagen Halle und wir punktgleich auf. Erst kurz vor Schluss gelang uns durch Tim Wulff der erlösende Siegtreffer im Derby gegen Lübeck. Halle verlor überraschend zu Hause gegen Plauen. Danach kannte der Jubel keine Grenzen.

In der laufenden Saison hast Du den Sprung aus der 3. Liga auf den Bremer Chefsessel geschafft. Bleibt trotzdem noch Zeit, das Geschehen in der 3. Liga zu verfolgen?

Alexander Nouri: Natürlich. Schon allein aufgrund unserer U23, die auch in der 3. Liga spielt, sind wir da in einem ständigen Austausch mit dem Trainerteam um Florian Kohfeldt und sind somit über die Liga informiert.

Wie siehst Du die Entwicklung bei Deinem alten Club Holstein Kiel in den vergangenen Jahren?

Alexander Nouri: Ich bin zu weit weg, um darüber eine Einschätzung zu geben. Aber ich freue mich auf jeden Fall über den positiven Lauf und wünsche den Kielern viel Erfolg im Aufstiegsrennen.

Ein Kieler Jung gehört zu den Stammkräften des SV Werder. Welchen Anteil trägt Fin Bartels am Aufschwung der vergangenen Wochen?

Alexander Nouri: Wie die gesamte Mannschaft zeigt Fin über Wochen eine konstant gute Leistung. In jedem Spiel legt er eine enorme Leidenschaft und Einsatzfreudigkeit an den Tag und trägt mit seiner individuellen Qualität zum Erfolg der Mannschaft bei.

Wie schwierig war für Dich die Umstellung als Trainer von der 3. Liga zur 1. Bundesliga?

Alexander Nouri: Der Umgang mit der Mannschaft und den Spielern oder auch der Arbeitsalltag auf dem Platz hat sich gar nicht so viel geändert. Es sind eher die Gegebenheiten um diese Arbeitsalltag herum, auf die man sich erst einmal umstellen muss. Jeder einzelne in der Mannschaft und im Trainerteam steht viel mehr in der Öffentlichkeit und auch die medialen Termine haben deutlich zugenommen.

Vielen Dank für das Gespräch, Alex. Und viel Erfolg im Saison-Endspurt!

 

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