Fünfter Dreierpack bei fünftem Sieg

Holstein Kiel - Werder Bremen 3:1 (1:1)

Nach einem 3:1-Erfolg macht Holstein Kiel in der Tabelle wieder Boden gut. Die drei Punkte gegen Werder Bremen II waren hart verdient. Die frühe Führung durch Kingsley Schindler glich Moahamad Aidara kurz vor der Pause aus, nach dem Seitenwechsel brachte Dominick Drexler nach einer sehenswerten Einzelleistung seine Farben wieder auf die Siegerstraße. Top-Joker Steven Lewerenz markierte eine Minute nach seiner Einwechslung den 3:1-Endstand und sorgte für den Erhalt einer Serie: Bei allen fünf Siegen haben die Störche bislang drei Tore geschossen.

KSV-Trainer Markus Anfang entschied sich für zwei Wechsel zur 0:1-Niederlage in Magdeburg. Milad Salem und Tim Siedschlag liefen zum Anpfiff für Steven Lewerenz und Alexander Bieler auf.

Die Störche erwischten den Traumstart: Nach einem perfekten Spielzug über den linken Flügel fand Tim Siedschlag per Flanke Kingsley Schindler, der am zweiten Pfosten gegen die Laufrichtung von SVW-Torwarts Tim Oelschläger zum 1:0 ein (6.). Lange ließen die Störche keine Zweifel daran, wer im Holstein-Stadion der Hausherr ist. Nach einer halben Stunde entschied der Bundesliga-Nachwuchs mehr Zweikämpfe für sich und kam prompt zum Ausgleich. Mohamed Aidara schnitt das Leder aus zehn Metern unhaltbar in den Winkel (37.).

Nach Wiederanpfiff jubelten prompt wieder die Kieler. Dominick Drexler hatte die halbe Bremer Defensive schwindelig gedreht, besaß aber selbst die Ruhe, das Leder zur erneuten Führung ins lange Eck zu platzieren (52.). Die Anfang-Elf ließ nicht nach und kam durch Milad Salem (59.) und den jetzt wie entfesselt aufspielenden Drexler (71.) dem 3:1 sehr nah. Dafür zeichnete schließlich Top-Joker Steven Lewerenz verantwortlich, der nach einem satten Sprint eine Schindler-Flanke ins kurze Eck zum letztlich verdienten „Dreier-Dreier“ abschloss.

Stimmen nach dem Spiel

Dominic Peitz: „Wir sind gut ins Spiel gekommen. Das Tor hat uns aber zu viel Ruhe verschafft und wir bekommen zwangsläufig das Gegentor. Nach der Pause kommen wir wieder gut aus der Kabine, machen das Tor und gewinnen nach hinten raus verdient. Ein Sieg, den wir aber nicht überbewerten wollen.“

Niklas Hoheneder: „Das hat gut getan. Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir richtig souverän gespielt und verdient gewonnen.“

Steven Lewerenz: „Ich freue mich, dass ich mit dem 3:1 zum Sieg beigetragen habe. Letztlich ist aber der Dreier das Entscheidende.“

KSV-Sportchef Ralf Becker: „Ein hart umkämpftes Spiel mit einem verdienten Sieg.“

SVW-Trainer Florian Kohfeldt: „Alles in allem war das ein verdienter Sieg für Holstein. Die ersten 20 Minuten gingen klar an Kiel. Wir wollten hoch und aggressiv pressen, doch die Kieler haben das gut ausgespielt. Dann haben wir uns tiefer gestellt, sind aggressiv geblieben, haben an Spielkontrolle gewonnen und nicht unverdient den Ausgleich erzielt. In der zweiten Halbzeit haben wir durch eine Einzelaktion sehr unglücklich das Gegentor bekommen. Dann war zu viel Hektik drin, wir hätten ruhig weiterspielen müssen, so aber folgte das 3:1 nach einem Konter.“

KSV-Trainer Markus Anfang: „Wir waren in den ersten 20 Minuten sehr präsent, haben das Spiel dominiert. In der Box haben wir uns besser verhalten als in den letzten Wochen. Dann haben wir viele individuelle Fehler gemacht und damit den Gegner aufgebaut. In der zweiten Halbzeit waren wir wieder wesentlich griffiger und besser im Spiel, waren aber nicht so zwingend wie in der ersten Hälfte. Dann haben wir das Tor geschossen, hätten anschließend nachlegen können. Die Bremer haben es aber gut gemacht und uns in schwierige Situationen gebracht. Am Ende haben wir dann nach einem Konter nach das 3:1 erzielt. Heute war die Effektivität gegeben, aber wir hatten die Spielkontrolle nicht über die vollen 90 Minuten.“

Spielinfo

Holstein Kiel: Kronholm – Herrmann, Schmidt, Hoheneder, Sicker (67. Czichos) – Peitz – Schindler, Salem (85. Lewerenz), Drexler (77. Bieler), Siedschlag –  Fetsch. Trainer:  Anfang
Werder Bremen II: Oelschlägel – Rehfeldt, Verlaat, Volkmer (82. Jensen) – Aidara (72. Rother), Pfitzner (62. Bytyqi) – Zander, M. Eggestein, Jacobsen – Kazior, Lorenzen. Trainer:  Kohfeldt
Schiedsrichter: Schult (Hamburg)
Tore: 1:0 Schindler (6.), 1:1 Aidara (37.), 2:1 Drexler (52.), 3:1 Lewerenz (86.)
Zuschauer: 4.576

 

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