Halbes Dutzend für Hertha

Holstein Kiel – Hertha BSC II 6:0 (2:0)

Holstein Kiel beendet den September 2011 ungeschlagen. Mit einem ungefährdeten 6:0 (2:0) schickte das Gutzeit-Team Hertha BSC Berlin II zurück in die Hauptstadt und fuhr die Punkte 17, 18 und 19 ein. Die frühe Führung vor 3.247 Zuschauern erzielte der überragende Marc Heider bereits nach sechs Minuten. Die weiteren Tore erzielten Rafael Kazior per Foulelfmeter, ein zweites Mal Marc Heider, Jacob Sachs, Jaroslaw Lindner und Steve Müller.

Zum 1:1 Unentschieden in Magdeburg änderte Trainer Thorsten Gutzeit auf zwei Positionen: Für den verletzten Christian Jürgensen spielte Aaron Berzel von Beginn. Jacob Sachs erhielt den Vorzug vor Tim Siedschlag.

Die Störche erwischten einen Start nach Maß: Sechs Minuten gespielt, erste Ecke Holstein, Marco Steil verlängert und Marc Heider nickt zur Führung ein. Die kleine Hertha harmlos und mit riesigen Lücken in der Defensive. Rafael Kazior mit einem tödlichen Pass in die Tiefe und Hertha-Verteidiger Steve Breitkreutz konnte den durchgestarteten Jarek Lindner nur mit einem Foul stoppen. Die Folge: Rot für den Berliner und Elfmeter für Kiel. Rafael Kazior ließ Schlussmann Kevin Sprint keine Chance – 2:0 (20.). Zehn Herthaner waren in der Folge nicht in der Lage, Holstein Paroli zu bieten. Die Pausenführung hätte nach Chancen von Sykora und Lindner durchaus zwei Tore höher ausfallen können.

Zum Wiederanpfiff rannten die Störche aus dem Kabinengang und gaben auf dem Platz jetzt Vollgas. 65 Sekunden gespielt, Solo Marc Heider, flacher Schuss ins kurze Eck, 3:0. „Heidi“ hatte jetzt richtig Lust am Spiel gefunden, tanzte wiederholt die Hertha-Abwehr aus, hatte dann noch den Blick für den frei stehenden Jacob Sachs, der den Ball zum 4:0 unter die Latte nagelte (50.). Zehn Minuten später sprintet Kiels Stoßstürmer auf und davon, legte diesmal auf Jarek Lindner, der ins leere Tor zum 5:0 einschob. In der 77.Minute ging ein Raunen durchs Holstein-Stadion. Hertha BSC Berlin hatte zum ersten Mal aufs Kieler Tor geschossen. Den Schlusspunkt setzte allerdings der erneut starke Steve Müller, der einen Freistoß von Karsten Fischer zum 6:0 über die Linie grätschte. Fünf Minuten später erlöste Schiri Ehlers die zehn Berliner. Da der Hallesche FC parallel den SV Wilhelmshaven bezwang, liegt Holstein vorerst auf dem 2. Tabellenplatz.  Am Sonntag kann RB Leipzig die Störche mit einem Sieg gegen Plauen noch auf Rang 3 verdrängen.

Der Berliner Trainer Karsten Heine meinte enttäuscht: „Das Spiel hatte für uns mit dem ersten Gegentreffer einen Knackpunkt. Die Rote Karte und der Elfmeter haben uns dann endgültig das Genick gebrochen. Holstein hat nie nachgelassen. Zur Halbzeit war das Resultat noch halbwegs in Ordnung, mit dem Doppelschlag nach der Pause wurde es dann aber doch sehr deutlich. Auch mit zehn Spielern haben wir hier viel zu wenig abgeliefert. Gegen Holstein kann man nach einem Rückstand nur schwer ins Spiel zurückfinden.“

Holstein-Coach Thorsten Gutzeit war im Gegensatz zu seinem Berliner Kollegen natürlich hoch zufrieden: „Die Mannschaft hat heute sehr konzentriert begonnen und das frühe Tor sowie der schnelle zweite Treffer haben uns auf die Siegerstraße gebracht. Dann fiel die Spannung etwas ab, wir haben einen Gang zurückgeschaltet bis zur Pause. Nach dem Wechsel haben wir dem Gegner mit zwei weiteren Toren das Genick gebrochen. Wir haben eine ganz tolle Leistung abgeliefert und auch in dieser Höhe verdient  gewonnen.“ Zur Leistung von Youngster Aaron Berzel, der für den verletzten Kapitän Christian Jürgensen ins Team rückte, sagte Gutzeit: „Das war heute nicht unbedingt ein Spiel für Innenverteidiger, aber er stand heute stets richtig und wird uns in Zukunft weiterhelfen können.“

Kapitän Rafael Kazior sagte kurz und bündig: „Wir haben uns heute eindrucksvoll zurück gemeldet nach dem 1:1 in Magdeburg. Wir hatten uns aber auch sehr viel vorgenommen.“ Überglücklich auch Torjäger Marc Heider nach seinen Saisontoren 3 und 4: „Ich habe in der Mannschaftssitzung vor dem Spiel getippt, dass wir heute 6:0 gewinnen würden. Besser geht es einfach nicht, wir haben das Spiel über 90 Minuten kontrolliert. Es lief total rund!“

Das spielfreie Wochenende nutzen die Störche für ein Testspiel gegen einen Zweitligisten: Am kommenden Freitag trifft die KSV Holstein in Braunschweig auf die Eintracht. Anstoß ist um 16 Uhr.

KSV Holstein: Jensen – Herrmann, Steil, Berzel, Poggenberg – Müller, Kazior (75. Fischer) – Sachs (75. Siedschlag), Sykora (59. Chahed), Lindner – Heider.

Tore: 1:0 Heider (7.),  2:0 Kazior (20., Foulelfmeter), 3:0 Heider (46.), 4:0 Sachs (50.), 5:0 Lindner (60.), 6:0 Müller (86.)

Schiedsrichter: Ehlers

Rote Karte: Breitkreutz (19.)

Zuschauer: 3247

 

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