Störche entthronen Tabellenführer

Holstein Kiel - Arminia Bielefeld 1:0 (1:0)

Holstein Kiel begeistert weiter die eigenen Fans. Vor 7.644 Zuschauern besiegte die KSV den Tabellenführer Arminia Bielefeld mit 1:0. Noch vor der Pause brachte Marc Heider nach einem Patzer von Arminia-Keeper Alexander Schwolow seine Störche in Führung (36.). Den Ostwestfalen fehlten die Ideen, die defensivstarken Kieler auszuhebeln. Holstein Kiel konnte heute nicht nur den dritten Heimdreier in Folge feiern, sondern blieb damit auch im siebten Spiel in Folge ohne Niederlage.

Startelfdebüt für Patrick Auracher. Der Innenverteidiger begann für den angeschlagenen Hauke Wahl und war Holsteins einzige Veränderung zum 0:0  der Vorwoche beim Chemnitzer FC.

Beide Mannschaften begannen mit Tempo. Stephan Salger klärte in höchster Not vor Marc Heider zur ersten Kieler Ecke, die nichts einbrachte (10.). Auf der anderen Seite umkurvte Marc Lorenz Kenneth Kronholm, der Bielefelder Flügelflitzer kratzte das Leder aus spitzem Winkel aber nur ans Außennetz (11.). Minuten später hatte wieder Lorenz das Leder aussichtsreich auf dem Fuß. Sein Schuss aus 12 Metern flog knapp am Kasten vorbei. David Ulms Schuss aus ähnlicher Distanz ging da sogar noch deutlich weiter drüber (22.). Die Arminen hatten etwas mehr vom Spiel, auch wenn die Störche in den entscheidenen Situationen immer konsequent störten. So verfehlte auch der Kopfball von Christoph Hemlein nach der ersten Ecke für die Gäste sein Ziel (24.). Rafael Kaziors Schlenzer aus 18 Metern landete bei Alexander Schwolow. Der Arminia-Schlussmann verhalf den Kielern kurz vor der Pause zur Führung: Schwolow tauchte unter einem aufprallenden Steilpass hindurch und Marc Heider bedankte sich aus sechs Metern mit dem 1:0 (39.). Im Gegenzug klärte Kronholm stark vor dem einköpfbereiten Fabian Klos. Mit der KSV-Führung ging es in die Kabinen.

Für erste Aufregung nach Wiederanpfiff sorgte Klos, der um wenige Zentimeter am langen Pfosten vorbeiköpfte (49.). Sebastian Schuppan feuerte aus 26 Metern neben das Kieler Tor (51.). Dir Arminien hatten mehr und mehr Probleme mit Kiels aggressivem Pressing. Klos versuchte es aus 17 Metern, fand in Kronholm aber seinen Meister (61.). Kazior flankte auf der anderen Seite Heider elegant am zweiten Pfosten frei, der Torjäger konnte das Leder nicht richtig platzieren (63.).  Arminen-Coach Norbert Meier versuchte seiner Elf von Außen zu mehr Offensivaktionen zu verhelfen, die Kieler Defensive ließ weiter kaum etwas zu. Nach 70 Minuten hatte Meier sein Wechselkontingent erschöpft. Holstein konterte derweil: Manuel Schäffler jagte das Leder aus 19 Metern knapp über die Latte (76.). Mittlerweile war den Arminen auch der Pokalabend vom Dienstag anzumerken. Das Motto lautete nur noch hoch und weit. Und obwohl die Bielefelder das Eckenverhältnis in der zweiten Hälfte von einem 1:5 in ein 6:5 drehen konnte, lautete der Endstand in Toren 1:0 – für die KSV Holstein.  

Stimmen nach dem Spiel

Geschäftsführer Wolfgang Schwenke: „Hammer! Geile Kulisse! Die Jungs haben alles in die Partie geworfen. Wenn hier der Tabellenführer zu Gast ist, dann ist es natürlich schwierig, egal, wie es steht. Aber wir haben die Führung über die Zeit bekommen. Und das freut mich riesig!“

Manuel Hartmann: „Wir müssen weiterhin bescheiden sein. Wir haben heute mit Herzblut und ein bisschen Glück die drei Punkte in Kiel behalten.  Und das ist top. So müssen wir weitermachen, ohne daran zu denken, was nächsten Sommer sein wird.“ 

Patrick Kohlmann: „Wir stehen defensiv im Moment einfach gut, dafür sind wir bekannt. Dazu gibt jeder Alles für jeden. Und dann gelingt eben auch mal ein Zu-Null-Spiel gegen den Tabellenführer.“

Arminia-Bielefeld-Trainer Norbert Meier: „Es war ein Spiel mit vielen diskussionswürdigen Entscheidungen. Es war sehr kampfbetont, die Mannschaften haben sich nichts geschenkt. Ob ein Foulspiel vorlag bei dem Tor, möchte ich nicht kommentieren. Die Mannschaft hat sich gewehrt und alles gegeben. Der Gegner hat alles in seiner Macht stehende getan, um das Spiel zu gewinnen. Mit den Schiedsrichterentscheidungen war ich in einigen Situationen nicht einverstanden.“

Holstein-Kiel-Trainer Karsten Neitzel: „Bielefeld zuerst den besseren Fußball gespielt. Wir haben jedoch alles in die Waagschale geworfen. Läuferisch und kämpferisch war das heute sehr gut, aber das sind die Grundvoraussetzungen. Die zweite Halbzeit war fußballerisch besser. Wir haben das Ding heute nach Hause gekämpft und nehmen das Ergebnis natürlich gerne mit.“

 

Holstein Kiel: Kronholm – Herrmann, Hartmann, Auracher, Kohlmann – Siedschlag, Kegel, Krause (69. Vendelbo), Heider (78. Breitkreuz) – Kazior (87. Sykora), Schäffler. Trainer: Neitzel

Arminia Bielefeld: Schwolow – Dick, Börner, Salger, Schuppan – Schütz (71. Kluge), Burmeister – Hemlein (59. Testroet), Ulm, Lorenz (46. Mast) – Klos. Trainer: Meier

Schiedsrichter: Willenborg (Osnabrück)

Tor: 1:0 Heider (36.)

Zuschauer: 7.644

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