Coup in München: Aus 0:1 wird 3:1

Die KSV Holstein besiegt 1860 München in der ersten Pokalrunde

Jubel um Alex Mühling: Die Kieler Kollegen feiern den Doppel-Torschützen.
Jubel um Alex Mühling: Die Kieler Kollegen feiern den Doppel-Torschützen.

Die KSV Holstein erreicht die zweite Runde des DFB-Pokals. Nach einem 0:1-Rückstand siegen die Störche am Sonntagabend beim Drittligisten TSV 1860 München noch hochverdient mit 3:1 (0:1). Überragender Akteur bei den Kielern war Doppel-Torschütze Alexander Mühling. Die KSV ist also noch im Topf, wenn am kommenden Sonntag ab 18 Uhr in der Sportschau die zweite Runde ausgelost wird.

Vor 14.200 Zuschauern bestimmte das Team von Tim Walter im Stadion an der Grünwalder Straße von Beginn an das Geschehen. Einmal passten die Störche allerdings nicht auf, verloren im Spielaufbau den Ball. Die Chance ließ sich Nico Karger (7.) nicht entgehen. Er überspielte mit Dominik Schmidt den letzten Abwehrspieler der Kieler und ließ dann auch Torhüter Kenneth Kronholm keine Chance. Ein Tor wie maßgeschneidert für die Taktik der Hausherren, die mit Mann und Maus das eigene Tor verteidigten und auf Konter setzten. Doch in der ersten Halbzeit ließen Schmidt & Co keinen weiteren Durchbruch zu. Immer wieder kombinierten die Störche stark über die Flügel, aber vor dem Tor fehlte die letzte Konsequenz. Mal verstolperte Jae Sung Lee (19.) freistehend einen Ball, mal scheiterte Janni Serra (27., 41., 43.) knapp. Der Ausgleich lag in der Luft, aber er fiel nicht. Noch nicht.

Im zweiten Durchgang erhöhte die KSV noch einmal das Tempo, Tim Walter brachte mit Aaron Seydel und Mathias Honsak früh zwei weitere schnelle Spieler, die den Löwen sehr zusetzten. Von Krämpfen geplagt wehrte sich das Team von Coach Daniel Bierofka gegen den Ausgleich, doch in der 74. Minute war es dann so weit: Seydel setzte sich stark auf dem linken Flügel durch, sein Pass landete beim freistehenden Mühling, der aus 18 Metern überlegt in die von ihm aus gesehene linke Ecke einschob. Neun Minuten später machte Mühling mit einem Traumtor das 2:1 perfekt, zuvor war ein Schuss von Honsak abgewehrt worden, der dann beim Doppeltorschützen landete. Quasi im Gegenstoß vergab der eingewechselte Löwen-Stürmer Markus Ziereis den Ausgleich, als er auf Sascha Mölders ablegen wollte, Schmidt den Pass aber geahnt hatte. Kurz zuvor hatte Hauke Wahl stark gegen den ebenfalls in der Schlussphase eingewechselten Mölders geklärt. Die Löwen warfen nun alles nach vorn, wodurch die Kieler Platz für ihre Konter hatten – einen nutzte Kingsley Schindler zum entscheidenden 3:1 (89.).

TSV 1860 München: Hiller – Paul, Lorenz, Weber, Steinhart – Willsch (64. Böhnlein), Wein, Moll, Kindsvater (84. Ziereis) – Grimaldi (68. Mölders), Karger.

Holstein Kiel: Kronholm – Dehm, Schmidt, Wahl, van den Bergh (61. Honsak) – Meffert (85. Lewerenz), Mühling – Schindler, Kinsombi (71. Seydel), Lee – Serra.

Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel) – Tore: 1:0 Karger (7.), 1:1 Mühling (74.), 1:2 Mühling (83.), 1:3 Schindler (89.) – Zuschauer: 14.200 im Stadion an der Grünwalder Straße

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