Aufwärtstrend gestoppt

Türkiyemspor Berlin - Holstein Kiel 0:0

Kiels Ferhat Yazgan vor dem Berliner Enes Cabuk am Ball

Der Aufwärtstrend der Kieler Störche in der Regionalliga Nord wurde im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark gestoppt. Beim Tabellenschlusslicht Türkiyemspor Berlin reichte es für die Mannschaft von Trainer Thorsten Gutzeit nur zu einem 0:0. Trotz einer optisch und spielerisch deutlichen Überlegenheit gelang es der KSV nicht, Zwingendes auf den Weg zu bringen und das Leder über die Linie zu drücken. Pech für Holstein in der 25. Minute, als Marc Heider einen von Enes Cabuk verursachten Handelfmeter nur an den Pfosten setzte.

Holstein-Coach Thorsten Gutzeit war nach dem Spiel natürlich nicht zufrieden: „Das ist ein enttäuschendes Ergebnis für uns. Wir hatten uns deutlich mehr vorgenommen und wollten mit drei weiteren Punkten unsere Serie fortsetzen. Das es nicht geklappt hat, das hat verschiedene Gründe. Türkiyemspor hat mit Leidenschaft und Kampfkraft agiert, da muss man einfach den Hut vor ziehen. Das alles hat meine Mannschaft heute etwas vermissen lassen. Wir hatten vor der Pause zwar gefühlte 80 Prozent Ballbesitz, aber von unserer Seite war eigentlich nichts wirklich Zwingendes zu sehen. Pech mit dem verschossenen Elfmeter, aber das passiert. Und wenn man sich am Ende so blöd anstellt wie wir, dann kann die Partie sogar noch verlieren.“

Holstein hat es in Berlin verpasst, in der Tabelle weiter nach oben zu klettern. „Wir haben wieder an Boden verloren. Und den Platz, den wir in dieser Saison anstreben, der rückt dadurch leider in immer weitere Ferne. Ziel kann es gegen den Tabellenletzten doch nicht sein, nur ohne Gegentore zu bleiben. Hier muss man auch mal einen Sieg erzwingen. Heute haben wir sicherlich einen Rückschritt gemacht“, so Gutzeit. „Mit unserem Potenzial muss einfach mehr herausspringen.“

Florian Meyer, der wenige Minuten vor dem Spielende mit einem Schuss ans Außennetz den möglichen Siegtreffer verpasste kommentierte das Remis wie folgt: „Wir haben zu wenig investiert. Und nach dem verschossenen Elfmeter kamen wir gar nicht mehr richtig ins Spiel. Wir waren zwar dominant, aber letztlich nicht effektiv.“ KSV-Stürmer Fiete Sykora sagte genervt: „Die beiden Punkte fehlen uns jetzt. Wir waren nicht druckvoll genug und das Ergebnis ist absolut enttäuschend. Nun müssen wir eben Braunschweig schlagen!“

Der Berliner Trainer Kenan Arayici meinte nach dem dritten Punktgewinn seines Teams zufrieden: „Holstein hatte optische Vorteile und klar mehr Ballbesitz. Kämpferisch waren wir aber heute sehr gut, haben keinen Ball aufgegeben. Was uns noch fehlt ist die Ruhe im Spiel nach vorn. Wenn man unten drin steht, dann will man den einen Punkt festhalten. Ein Zähler gegen Kiel ist gut, immerhin haben die ja vor zwei Wochen in Chemnitz gewonnen.“

Holstein Kiel: Frech – Camps (46. Schulz), Müller, Jürgensen, Poggenberg – Ziehmer (61. Hansen), Fischer, Yazgan, Meyer – Sykora (69. Lindner)

Schiedsrichter: Seidel (Henningsdorf)

Zuschauer: 148

Zurück